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Fragen & Antworten

Antworten auf Fragen zum Buch „Wie die Khilafah zerstört wurde“

July 01, 2004
1796

1 - Der Eintritt des Osmanischen Reiches in den Krieg erfolgte in erster Linie mit dem erklärten Ziel, die verlorenen Gebiete des Staates zurückzugewinnen, insbesondere Ägypten von den Engländern. Diese hatten es vorübergehend aufgrund von Schulden besetzt, übernahmen jedoch letztlich die vollständige Kontrolle. Daher waren die ersten Schlachten an der osmanischen Front gegen Ägypten gerichtet. Man glaubte, dass durch den Kriegseintritt an der Seite Deutschlands einige Regionen zurückerlangt werden könnten.

In jener Zeit war das Osmanische Reich von einer tiefgreifenden intellektuellen und politischen Schwäche gezeichnet. Die Verantwortlichen erkannten die Dimensionen dieses Krieges weder im Hinblick auf das Scharia-Urteil (al-hukm ash-shar‘i) noch im Hinblick auf ein politisches Bewusstsein über dessen Tragweite. Hinzu kam die Unterwanderung durch die Kuffar, insbesondere durch die Engländer, die Agenten unter den Arabern und Türken einsetzten. So endete der Krieg mit dem bekannten tragischen Ausgang.

2 - Russlands Anteil an der Unterzeichnung des Sykes-Picot-Abkommens war lediglich ideeller Natur. Sein Gewinn bestand in kaum mehr als dem Aufbau einer guten Beziehung zu England und Frankreich, in der Hoffnung, dass beide Mächte bei seinen Bestrebungen hinsichtlich einiger Gebiete des Osmanischen Reiches, insbesondere der Region Erzurum im Osten der Türkei, ein Auge zudrücken würden. Zudem strebte Russland das Privileg an, die orthodoxen Christen in Palästina zu schützen. Daher heißt es in den Texten des Abkommens – Artikel 3:

„In dem als (Palästina) bezeichneten Gebiet wird eine internationale Verwaltung eingerichtet, deren Form nach Konsultation mit Russland festgelegt wird...“

Nach diesem Abkommen, das 1916 geschlossen wurde, besetzte Russland im Jahr 1917 die Region Erzurum.

3 - Bezüglich Mustafa Kemal wurde viel über seine Abstammung und Herkunft geschrieben. Das Wahrscheinlichste ist, dass seine Herkunft zweifelhaft ist, ob er nun von den Dönme-Juden oder von anderen hasserfüllten Kuffar abstammt. Professor Muwaffaq Bani Marjah zitierte in seinem Buch Sahwat ar-Rajul al-Marid („Das Erwachen des kranken Mannes“) Dr. Riza Nur, der unter Mustafa Kemal das Amt des stellvertretenden Außenministers innehatte. Dieser verfasste seine Memoiren und hinterlegte sie in Frankreich und Großbritannien unter der Bedingung, sie nicht vor 1960 zu veröffentlichen. Sie wurden schließlich 1968 in der Türkei publiziert und erregten aufgrund der darin enthaltenen „kemalistischen“ Skandale großes Aufsehen, woraufhin sie vom türkischen Staat beschlagnahmt wurden. In diesen Memoiren wird über ihn Folgendes berichtet:

„Mustafa Kemal ist der uneheliche Sohn einer Frau aus Thessaloniki namens Zubaida, die für ihren schlechten Lebenswandel bekannt war. Sie schrieb ihren Sohn einem der Zollwächter in Thessaloniki namens Ali Riza Effendi zu, den sie später heiratete.“

Dennoch beging Mustafa Kemal kriminelle Taten gegen die Khilafah und den Islam, wie sie weder die Juden noch die Engländer oder die übrigen kolonialistischen Kuffar begangen haben.

Mit freundlichen Grüßen.

Am 01.07.2004 n. Chr.

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