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Fragen & Antworten

Antwort auf eine Frage: Das Eheleben

October 24, 2010
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Frage:

Wir lesen im Buch Allahs (swt.) und der Sunna Seines Gesandten (saw.) über ein sicheres und beruhigtes Eheleben... Doch wir beobachten in der heutigen Zeit, in den Ländern, in denen wir leben (...), eine große Uneinigkeit, sogar unter den Ehepaaren der Dawa-Träger. Sie streiten sich über die Wahl des Wohnortes, den Umgang mit den Eltern des Ehemannes, die Verbindung der Frau zu ihren eigenen Eltern oder den Besuch der Verwandten des Ehemannes... und darüber, dass der Hamu (männliche Verwandte des Ehemannes) der Tod sei... So setzt sich die Diskussion zwischen den Ehepartnern fort, ob dies sein Recht oder ihr Recht sei, diese Pflicht seine oder ihre Pflicht... Und jeder von ihnen beharrt auf seiner Meinung in dem Glauben, gemäß den Scharia-Urteilen im Recht zu sein und nicht davon abzuweichen...

Gibt es ein Wort an die Ehepaare, insbesondere wenn sie Dawa-Träger sind? Und was ist die Bedeutung des edlen Verses:

وَأْمُرْ أَهْلَكَ بِالصَّلَاةِ وَاصْطَبِرْ عَلَيْهَا لَا نَسْأَلُكَ رِزْقًا نَحْنُ نَرْزُقُكَ وَالْعَاقِبَةُ لِلتَّقْوَى

„Und befiehl den Deinen das Gebet und sei darin beharrlich. Wir fordern keine Versorgung von dir; Wir versorgen dich. Und das Ende gehört der Gottesfurcht.“ (Sure Taha [20]: 132)

Möge Allah es euch mit Gutem vergelten.

Antwort:

Ich war über diese Fragen erstaunt, ja sogar beunruhigt. Wie können Träger dieses reinen und gottesfürchtigen Rufes – so Allah will – in ihrem Privatleben scheitern? Wie können Groll und Hass zwischen ihnen herrschen, anstatt dass Zuneigung und Treue vorherrschen?

Das Eheleben besteht nicht aus starren Zahlen wie 1+1=2! Es ist Zuneigung, Barmherzigkeit, Ruhe und Geborgenheit. Jene, die nicht wissen, wie sie ihr Eheleben zu einer Quelle der Zuneigung und Barmherzigkeit machen können, wie Allah (swt.) sagt:

وَمِنْ آَيَاتِهِ أَنْ خَلَقَ لَكُمْ مِنْ أَنْفُسِكُمْ أَزْوَاجًا لِتَسْكُنُوا إِلَيْهَا وَجَعَلَ بَيْنَكُمْ مَوَدَّةً وَرَحْمَةً إِنَّ فِي ذَلِكَ لَآَيَاتٍ لِقَوْمٍ يَتَفَكَّرُونَ

„Und zu Seinen Zeichen gehört es, dass Er euch aus euch selbst Gattinnen erschaffen hat, damit ihr bei ihnen Ruhe findet; und Er hat Zuneigung und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die nachdenken.“ (Sure Ar-Rum [30]: 21)

Diese Menschen bedürfen einer Lektion nach der anderen, einer Ermahnung nach der anderen, und vielleicht benötigen sie darüber hinaus sogar eine Maßregelung! Wie dem auch sei, hier sind die Antworten:

1- Die Antwort auf alle Fragen bezüglich der ehelichen Beziehungen lautet:

Für die Ehemänner gilt der Hadith des Gesandten Allahs (saw.): Von Aischa (ra.) wird überliefert, dass der Gesandte Allahs (saw.) sagte: „Der Beste von euch ist derjenige, der am besten zu seiner Familie (Ehefrau) ist, und ich bin der Beste von euch zu meiner Familie.“ (Überliefert bei at-Tirmidhi und Ibn Madschah).

Und für die Ehefrauen: Von Abu Huraira (ra.) wird überliefert, dass der Prophet (saw.) sagte: „Wenn ich jemandem befohlen hätte, sich vor jemandem niederzuwerfen, hätte ich der Frau befohlen, sich vor ihrem Ehemann niederzuwerfen.“ (Überliefert bei at-Tirmidhi und ähnlich bei Ibn Madschah von Said ibn al-Musayyib über Aischa (ra.)).

Ich wiederhole: Die Ehepartner müssen erkennen, dass die eheliche Beziehung keine starre mathematische Gleichung wie 1+1=2 ist, sondern Ruhe, Geborgenheit, Zuneigung und Treue, wie Allah (swt.) sagt:

لِتَسْكُنُوا إِلَيْهَا وَجَعَلَ بَيْنَكُمْ مَوَدَّةً وَرَحْمَةً

„...damit ihr bei ihnen Ruhe findet; und Er hat Zuneigung und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt.“ (Sure Ar-Rum [30]: 21)

Die Frau ist verpflichtet, ihrem Mann zu gehorchen und Freude in sein Herz zu bringen, selbst wenn dies auf Kosten ihrer eigenen Bequemlichkeit geht. Keine vernünftige Frau würde zu ihrem Mann sagen: „Ich muss dir gehorchen, aber mit deinen Eltern habe ich nichts zu tun.“ Denn eine weise Frau erkennt, dass ihre Güte gegenüber seinen Eltern eine Quelle der Freude für den Ehemann ist, dem gegenüber sie verpflichtet ist, Freude zu bereiten. Der Gesandte Allahs (saw.) sagte: „Nichts Besseres hat der Gläubige nach der Gottesfurcht erlangt als eine rechtschaffene Ehefrau: Wenn er ihr etwas befiehlt, gehorcht sie ihm; wenn er sie ansieht, erfreut sie ihn; wenn er auf sie schwört, erfüllt sie seinen Schwur; und wenn er von ihr abwesend ist, bewahrt sie sich selbst und sein Vermögen für ihn.“ (Überliefert bei Ibn Madschah von Abu Umama (ra.), ähnlich auch bei Abu Dawud von Ibn Abbas).

Ebenso muss der Ehemann seine Frau gut behandeln und ein gütiges Zusammenleben pflegen:

وَعَاشِرُوهُنَّ بِالْمَعْرُوفِ فَإِنْ كَرِهْتُمُوهُنَّ فَعَسَى أَنْ تَكْرَهُوا شَيْئًا وَيَجْعَلَ اللَّهُ فِيهِ خَيْرًا كَثِيرًا

„Und geht in rechtgeschaffener Weise mit ihnen um. Wenn sie euch aber missfallen, so kann es sein, dass euch etwas missfällt, in das Allah viel Gutes gelegt hat.“ (Sure An-Nisa [4]: 19)

Er muss ihr ihr Recht auf ein gütiges Zusammenleben gewähren und gleichzeitig seinen Eltern ihr gottgegebenes Recht zukommen lassen, ohne dabei die gute Behandlung seiner Frau oder die Pflicht gegenüber seinen Eltern zu vernachlässigen. Allah (swt.) sagte:

وَقَضَى رَبُّكَ أَلَّا تَعْبُدُوا إِلَّا إِيَّاهُ وَبِالْوَالِدَيْنِ إِحْسَانًا

„Und dein Herr hat bestimmt, dass ihr nur Ihm dienen sollt, und zu den Eltern gütig sein sollt.“ (Sure Al-Isra [17]: 23)

وَوَصَّيْنَا الْإِنْسَانَ بِوَالِدَيْهِ حُسْنًا

„Und Wir haben dem Menschen Schutz und Güte gegenüber seinen Eltern ans Herz gelegt.“ (Sure Al-Ankabut [29]: 8)

Abdullah ibn Mas’ud sagte: „Ich fragte den Gesandten Allahs (saw.): ‚O Gesandter Allahs, welche Tat ist die beste?‘ Er sagte: ‚Das Gebet zu seiner Zeit.‘ Ich fragte: ‚Welche dann?‘ Er sagte: ‚Güte gegenüber den Eltern.‘ Ich fragte: ‚Welche dann?‘ Er sagte: ‚Der Dschihad auf dem Wege Allahs.‘“ (Überliefert bei al-Buchari).

Kein vernünftiger Mann hindert seine Frau daran, die Verbindung zu ihren Eltern und Verwandten zu pflegen. Vielmehr ehrt er ihre Familie und pflegt die Beziehung zu ihnen auf gütige Weise. Darin liegt eine Stärkung der Verschwägerung und die Beständigkeit des guten Zusammenlebens zwischen den Eheleuten. Allah (swt.) hat die Verschwägerung in der Aufzählung Seiner Zeichen für die Menschen mit der Blutsverwandtschaft gleichgestellt:

أَلَمْ تَرَ إِلَى رَبُّكَ كَيْفَ مَدَّ الظِّلَّ وَلَوْ شَاءَ لَجَعَلَهُ سَاكِنًا ثُمَّ جَعَلْنَا الشَّمْسَ عَلَيْهِ دَلِيلًا

„Hast du nicht gesehen, wie dein Herr den Schatten lang werden lässt? Und wenn Er gewollt hätte, hätte Er ihn wahrlich stillstehen lassen. Dann haben Wir die Sonne zu einem Hinweis darauf gemacht...“ (Sure Al-Furqan [25]: 45) bis hin zu der Aussage:

وَهُوَ الَّذِي مَرَجَ الْبَحْرَيْنِ هَذَا عَذْبٌ فُرَاتٌ وَهَذَا مِلْحٌ أُجَاجٌ وَجَعَلَ بَيْنَقهُمَا بَرْزَخًا وَحِجْرًا مَحْجُورًا * وَهُوَ الَّذِي خَلَقَ مِنَ الْمَاءِ بَشَرًا فَجَعَلَهُ نَسَبًا وَصِهْرًا وَكَانَ رَبُّكَ قَدِيرًا

„Und Er ist es, der die beiden Meere hat fließen lassen, das eine süß und erfrischend, das andere salzig und brennend; und Er hat zwischen sie beide eine Trennung und eine unüberwindbare Schranke gesetzt. Und Er ist es, der aus Wasser Menschen erschafft und für sie Blutsverwandtschaft und Verschwägerung festgelegt hat; und dein Herr ist allmächtig.“ (Sure Al-Furqan [25]: 53-54)

Die Verbindung von Abstammung und Verschwägerung bei der Erwähnung der Zeichen Allahs ist ein Hinweis darauf, dass beide geachtet und respektiert werden müssen und beide ein Anlass zum Nachdenken über die Größe des Schöpfers sind.

Diese Zusammenfassung genügt jedem vernünftigen Ehepaar:

إِنَّ فِي ذَلِكَ لَذِكْرَى لِمَنْ كَانَ لَهُ قَلْبٌ أَوْ أَلْقَى السَّمْعَ وَهُوَ شَهِيدٌ

„Darin ist wahrlich eine Mahnung für jenen, der ein Herz hat oder hinhört und zeuge ist.“ (Sure Qaf [50]: 37) Und wem diese Zusammenfassung nicht genügt, dem wird auch keine weitere Erklärung oder Detailtiefe nützen.

2- Zu den anderen Fragen, die nicht den Kern der ehelichen Beziehung betreffen, aber damit zusammenhängen:

a) Das Thema des Hamu und dass dieser der Tod sei, wie es im Hadith des Gesandten (saw.) bei al-Buchari und Muslim von Uqba ibn Amir überliefert wurde: „Hütet euch davor, die Räumlichkeiten von Frauen zu betreten. Da sagte ein Mann von den Ansar: O Gesandter Allahs, was sagst du zum Hamu? Er sagte: Der Hamu ist der Tod.“

Dies gilt, wenn der Ehemann oder ein Mahram nicht bei der Frau ist... und es sich um eine Khalwa (unstatthafte Zweisamkeit) mit dem Hamu handelt. Der Hamu sind die Verwandten des Ehemannes, die keine Maharim der Ehefrau sind, wie der Bruder des Ehemannes, sein Cousin usw. Was den Vater des Ehemannes betrifft, so gehört er sprachlich zwar zu den Ahma', ist aber nicht im Hadith gemeint, da er ein Mahram der Ehefrau ist. Das Eintreten der Ahma' zu den Frauen in Isolation (Khalwa) wird im Hadith als „der Tod“ bezeichnet, um das Verbot drastisch zu unterstreichen.

Wenn jedoch der Ehemann oder ein Mahram anwesend ist, so ist daran nichts auszusetzen, sofern es im Rahmen dessen bleibt, was die Scharia erlaubt hat, wie das Pflegen der Verwandtschaftsbande oder das gemeinsame Essen. Verboten ist die Khalwa. Ibn Hadschar sagt in Fath al-Bari zur Erklärung des Hadith „Der Hamu ist der Tod“:

„... Seine Aussage (was sagst du zum Hamu), Ibn Wahb fügte in seiner Überlieferung bei Muslim hinzu: ‚Ich hörte al-Layth sagen: Der Hamu ist der Bruder des Ehemannes und ähnliche Verwandte des Ehemannes wie der Cousin und dergleichen.‘ Bei at-Tirmidhi heißt es nach der Erwähnung des Hadith: ‚At-Tirmidhi sagte: Man sagt, es sei der Bruder des Ehemannes... Er sagte: Die Bedeutung des Hadith entspricht dem, was überliefert wurde: Kein Mann soll mit einer Frau allein sein, denn der Dritte von ihnen ist der Teufel.‘“ Ende des Zitats.

Ähnlich verhält es sich mit dem Hadith über die Mughibat (Frauen, deren Ehemänner abwesend sind), den Ahmad und at-Tirmidhi von Dschabir über den Propheten (saw.) überlieferten: „Tretet nicht bei den Mughibat ein, denn wahrlich, der Teufel fließt in einem von euch wie das Blut.“ Eine Mughiba ist eine Frau, deren Ehemann abwesend ist.

Das Thema des Hamu und das Verbot des Eintretens beziehen sich also auf die Khalwa, wenn weder Ehemann noch Mahram anwesend sind. Bei Anwesenheit des Ehemannes oder eines Mahram ist es erlaubt, die Verwandten des Mannes zu besuchen. Die Stärkung der Bindung zwischen dem Mann und der Familie seiner Frau sowie zwischen der Frau und der Familie ihres Mannes ist erlaubt, solange sie gemäß den Scharia-Urteilen erfolgt.

b) Der Wohnort der Frau folgt dem ihres Ehemannes. Wo immer der Ehemann wohnt, muss sie mit ihm wohnen, solange die Wohnung ihr ein würdevolles Leben entsprechend den Möglichkeiten und der Kraft des Ehemannes ermöglicht. Es ist ihr nicht gestattet, ihm den Standort des Hauses aufzuzwingen. Sie kann sich gütlich mit ihm verständigen, aber die endgültige Entscheidung liegt bei ihm. Sie muss mit ihm dort wohnen, wo er wohnt:

أَسْكِنُوهُنَّ مِنْ حَيْثُ سَكَنْتُمْ مِنْ وُجْدِكُمْ

„Lasst sie (die Frauen) dort wohnen, wo ihr (selbst) wohnt, von dem, was ihr besitzt.“ (Sure at-Talaq [65]: 6). Dieser Vers bezieht sich auf geschiedene Frauen während der Wartezeit (Idda) und verdeutlicht deren Recht auf Wohnung dort, wo der Ehemann wohnt. Umso mehr gilt dies für Ehefrauen im bestehenden Eheverhältnis. „Von dem, was ihr besitzt“ bedeutet gemäß eurer Kapazität und euren Möglichkeiten.

Wenn sie von ihm die Scheidung verlangt, nur weil er sie nicht dort wohnen lässt, wo sie es wünscht, so ist dies ein Verstoß gegen die Scharia, solange der Wohnort angemessen, sicher und frei von Scharia-Verstößen ist und den Möglichkeiten des Mannes entspricht.

c) Es ist dem Ehemann verboten, seine Frau daran zu hindern, die Verbindung zu ihren Eltern zu pflegen. Die Pflege der Verwandtschaft zu den Eltern ist eine Pflicht für Mann und Frau gleichermaßen, da die Ansprache allgemein gehalten ist. Der Prophet (saw.) sagte: „Wer die Verwandtschaftsbande schneidet, wird nicht in das Paradies eintreten.“ (Überliefert bei Muslim über Dschubair ibn Mut'im). Der Ausdruck „Verwandtschaftsschneider“ ist im Kontext der Negation allgemein und schließt Mann und Frau ein. So wie es für den Mann Pflicht ist, die Verbindung zu seinen Eltern zu halten, so ist es auch für die Frau Pflicht. Wenn der Ehemann sie daran hindert, begeht er eine Sünde. Wenn wir dies feststellen, ergreifen wir administrative Maßnahmen gegen ihn.

Der Ehemann muss die Verbindung zwischen der Frau und ihren Eltern erleichtern, in einer Weise, die nicht mit ihrer Sorge um ihren Ehemann und ihr Heim kollidiert. Dies ist für vernünftige, gottesfürchtige und reine Ehemänner eine leichte Angelegenheit. Ehemänner, die aus der Pflege der Verwandtschaftsbande ein Problem machen, gehören nicht zum Wesen dieses Rufes, der aufrichtig gegenüber Allah (swt.) und Seinem Gesandten (saw.) ist.

d) Zum edlen Vers:

وَأْمُرْ أَهْلَكَ بِالصَّلَاةِ وَاصْطَبِرْ عَلَيْهَا لَا نَسْأَلُكَ رِزْقًا نَحْنُ نَرْزُقُكَ وَالْعَاقِبَةُ لِلتَّقْوَى

„Und befiehl den Deinen das Gebet und sei darin beharrlich. Wir fordern keine Versorgung von dir; Wir versorgen dich. Und das Ende gehört der Gottesfurcht.“ (Sure Taha [20]: 132). Das heißt: Wende dich zusammen mit deiner Familie dem Gottesdienst und dem Gebet zu; sorge dich nicht um die Versorgung und den Lebensunterhalt, denn Wir sind deine Versorger. Wir verlangen nicht von dir, dass du dich oder deine Familie versorgst (im Sinne der letztlichen Gewährleistung), sondern kümmere dich um den Gehorsam gegenüber Allah und befiehl dies deiner Familie, und wisse, dass das gute Ende denen gehört, die gottesfürchtig sind.

Malik überlieferte in seinem Muwatta von Zaid ibn Aslam über seinen Vater, dass Umar ibn al-Chattab nachts betete, solange Allah es wollte. Wenn es das Ende der Nacht war, weckte er seine Familie zum Gebet und sagte zu ihnen: „Das Gebet, das Gebet!“, woraufhin er diesen Vers rezitierte: {وَأْمُرْ أَهْلَكَ بِالصَّلَاةِ وَاصْطَبِرْ عَلَيْهَا لَا نَسْأَلُكَ رِزْقًا نَحْنُ نَرْزُقُكَ وَالْعَاقِبَةُ لِلتَّقْوَى}.

Allah (swt.) erwähnte in dem Vers {وَاصْطَبِرْ عَلَيْهَا}, was eine stärkere Bedeutung hat als „واصبر عليها“, da die Erweiterung im Wortbau von „واصطبر“ eine Erweiterung in der Bedeutung impliziert. Dies bedeutet Ernsthaftigkeit und Anstrengung in dieser Angelegenheit sowie große Geduld gegenüber den Schwierigkeiten, denen man bei der Läuterung der Familie und der eigenen Seele begegnet, um sie vom Feuer fernzuhalten. Allah steht den Rechtschaffenen bei.

Es ist bei dieser Gelegenheit angebracht, sich an den edlen Vers zu erinnern:

يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آَمَنُوا قُوا أَنْفُسَكُمْ وَأَهْلِيكُمْ نَارًا وَقُودُهَا النَّاسُ وَالْحِجَارَةُ عَلَيْهَا مَلَائِكَةٌ غِلَاظٌ شِدَادٌ لَا يَعْصُونَ اللَّهَ مَا أَمَرَهُمْ وَيَفْعَلُونَ مَا يُؤْمَرُون

„O die ihr glaubt, bewahrt euch selbst und eure Angehörigen vor einem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind, über das hart und streng vorgehende Engel gesetzt sind, die Allah nicht ungehorsam sind in dem, was Er ihnen befiehlt, und die tun, was ihnen befohlen wird.“ (Sure At-Tahrim [66]: 6).

{قُوا أَنْفُسَكُمْ وَأَهْلِيكُمْ نَارًا} Das bedeutet: Haltet euch selbst und eure Angehörigen (Ehefrauen und Kinder) vom Feuer fern, indem ihr Allah (swt.) gehorcht, das Gute gebietet, das Schlechte verwehrt, die Urteile eurer Religion lernt und sie eurer Familie lehrt, und sie gut erzieht gemäß den Scharia-Urteilen, indem ihr ihnen das Gebet, das Fasten, die Zakat, die Haddsch und alle anderen Urteile befehlt.

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