Home About Articles Ask the Sheikh
Fragen & Antworten

Antwort auf eine Frage: Die Dschinn und die Art der Beziehung zwischen ihnen und den Menschen

December 18, 2013
11790

(Serie der Antworten des Gelehrten Ata bin Khalil Abu al-Rashtah, Ameer von Hizb ut-Tahrir, auf die Fragen der Besucher seiner Facebook-Seite)

An Salem Jaradat

Frage:

Assalamu Alaikum wa Rahmatullahi wa Barakatuhu, mein Scheich,

es ist bekannt, dass der Beweis in der Aqida entweder rational (aqli) oder textlich (naqli) sein muss.

Der Glaube an die Dschinn existiert nur aufgrund des textlichen Beweises über sie, da es keinen materiell wahrnehmbaren Beweis gibt, der rational zum Glauben an ihre Existenz führt.

Die Frage lautet: Wie lässt es sich mit dem Vorangegangenen vereinbaren, dass Gelehrte von der Existenz von Besessenheit (al-mass), dem Eindringen (at-talabbus) oder ähnlichen materiellen Überschneidungen zwischen Dschinn und Menschen sprechen?

Und wie kann es richtig sein, wenn sie sagen, dass die Dschinn eine Verbindung zum Neid (al-hasad) haben oder zu Krankheiten und Krisen (wie dem Stillstand der Arbeit usw.), die eine Person befallen könnten?

Schließlich, wie interpretieren Sie die Verse und Hadithe bezüglich der Begriffe „Berührung“ (al-mass) und Ähnlichem, wenn sie nicht so verstanden werden sollen, wie diese Gelehrten sie verstanden haben?

Antwort:

Wa Alaikum Assalam wa Rahmatullahi wa Barakatuhu,

  1. Die Dschinn gehören zu den Dingen, die uns verborgen sind (al-mugaibat); wir sehen sie nicht. Der Erhabene sagt:

يَرَاكُمْ هُوَ وَقَبِيلُهُ مِنْ حَيْثُ لاَ تَرَوْنَهُمْ

„Er und seine Gefolgschaft sehen euch von wo aus ihr sie nicht seht.“ (Sure al-A'raf [7]: 27)

Das heißt Iblis und sein Volk, mit anderen Worten die Dschinn, da Iblis zu den Dschinn gehört:

إِلاَّ إِبْلِيسَ كَانَ مِنَ الْجِنِّ

„... außer Iblis, er war einer von den Dschinn.“ (Sure al-Kahf [18]: 50)

  1. Der Ursprung in unserer Beziehung zu ihnen ist, dass sie zur Einflüsterung (al-waswasah) fähig sind. Der Erhabene sagt:

فَوَسْوَسَ لَهُمَا الشَّيْطَانُ

„Da flüsterte ihnen der Satan ein.“ (Sure al-A'raf [7]: 20)

Und der Erhabene sagte:

فَوَسْوَسَ إِلَيْهِ الشَّيْطَانُ

„Da flüsterte ihm der Satan ein.“ (Sure Ta-Ha [20]: 120)

Der Satan (asch-schaitan) ist hier Iblis, und er gehört zu den Dschinn.

  1. Die Satane haben keine zwingende Gewalt über den Menschen, es sei denn, der Mensch folgt dem Satan aus freier Wahl. Allah sagt:

وَقَالَ الشَّيْطَانُ لَمَّا قُضِيَ الأَمْرُ إِنَّ اللَّهَ وَعدَكُمْ وَعْدَ الْحَقِّ وَوَعَدتُّكُمْ فَأَخْلَفْتُكُمْ وَمَا كَانَ لِيَ عَلَيْكُم مِّن سُلْطَانٍ إِلاَّ أَن دَعَوْتُكُمْ فَاسْتَجَبْتُمْ لِي

„Und der Satan sagt, wenn die Angelegenheit entschieden ist: ‚Gewiss, Allah hat euch ein wahres Versprechen gegeben; auch ich habe euch (etwas) versprochen, es euch aber dann gebrochen. Und ich hatte keine Gewalt über euch, außer dass ich euch gerufen habe und ihr auf mich gehört habt.‘“ (Sure Ibrahim [14]: 22)

Und der Erhabene sagte:

إِنَّ عِبَادِي لَيْسَ لَكَ عَلَيْهِمْ سُلْطَانٌ إِلاَّ مَنِ اتَّبَعَكَ مِنَ الْغَاوِينَ

„Gewiss, über Meine Diener hast du keine Gewalt, außer wer dir von den Irregehenden folgt.“ (Sure al-Hijr [15]: 42)

Und der Erhabene sagte:

فَإِذَا قَرَأْتَ الْقُرْآَنَ فَاسْتَعِذْ بِاللَّهِ مِنَ الشَّيْطَانُ الرَّجِيمِ * إِنَّهُ لَيْسَ لَهُ سُلْطَانٌ عَلَى الَّذِينَ آَمَنُوا وَعَلَى رَبِّهِمْ يَتَوَكَّلُونَ * إِنَّمَا سُلْطَانُهُ عَلَى الَّذِينَ يَتَوَلَّوْنَهُ وَالَّذِينَ هُمْ بِهِ مُشْرِكُونَ

„Wenn du nun den Koran liest, so suche Zuflucht bei Allah vor dem gesteinigten Satan. Er hat gewiss keine Gewalt über diejenigen, die glauben und auf ihren Herrn vertrauen. Seine Gewalt erstreckt sich nur über diejenigen, die ihn zum Beschützer nehmen und die Ihm (Allah) Mitgötter beigesellen.“ (Sure an-Nahl [16]: 98-100)

  1. Jede materielle Beziehung außerhalb dieses Ursprungs, den Allah verdeutlicht hat, benötigt einen spezifischen Beleg (nass). Wenn ein Beleg für einen solchen Fall existiert, dann glauben wir an diesen Fall gemäß dem Beleg.

Zum Beispiel die Macht Salomos (Friede sei mit ihm) über die Dschinn und sein Befehl und sein Verbot an sie... Diesbezüglich ist ein Beleg ergangen, also glauben wir daran. Allah sagt in der Sure an-Naml über Salomo (Friede sei mit ihm):

قَالَ يَا أَيُّهَا الْمَلَأُ أَيُّكُمْ يَأْتِينِي بِعَرْشِهَا قَبْلَ أَنْ يَأْتُونِي مُسْلِمِينَ * قَالَ عِفْريتٌ مِنَ الْجِنِّ أَنَا آَتِيكَ بِهِ قَبْلَ أَنْ تَقُومَ مِنْ مَقَامِكَ وَإِنِّي عَلَيْهِ لَقَوِيٌّ أَمِينٌ

„Er sagte: ‚O ihr Vornehmen, wer von euch bringt mir ihren Thron, bevor sie zu mir als Ergebene kommen?‘ Ein Kraftvoller von den Dschinn sagte: ‚Ich bringe ihn dir, bevor du von deiner Stelle aufstehst; ich bin wahrlich stark und vertrauenswürdig dazu.‘“ (Sure an-Naml [27]: 38-39)

Und der Erhabene sagte:

وَلِسُلَيْمَانَ الرِّيحَ غُدُوُّهَا شَهْرٌ وَرَوَاحُهَا شَهْرٌ وَأَسَلْنَا لَهُ عَيْنَ الْقِطْرِ وَمِنَ الْجِنِّ مَنْ يَعْمَلُ بَيْنَ يَدَيْهِ بِإِذْنِ رَبِّهِ وَمَنْ يَزِغْ مِنْهُمْ عَنْ أَمْرِنَا نُذِقْهُ مِنْ عَذَابِ السَّعِيرِ * يَعْمَلُونَ لَهُ مَا يَشَاءُ مِنْ مَحَارِيبَ وَتَمَاثِيلَ وَجِفَانٍ كَالْجَوابِ وَقُدُورٍ رَاسِيَاتٍ اعْمَلُوا آَلَ دَاوُودَ شُكْرًا وَقَلِيلٌ مِنْ عِبَادِيَ الشَّكُورُ

„Und (Wir unterwarfen) Salomo den Wind; sein Wegmorgen (entsprach) einem Monat und sein Wegabend einem Monat. Und Wir ließen für ihn die Kupferquelle fließen. Und von den Dschinn arbeiteten welche vor ihm mit der Erlaubnis seines Herrn. Wer von ihnen von Unserem Befehl abwich, den ließen Wir von der Strafe der Feuerglut kosten. Sie fertigten für ihn an, was er wollte: Paläste, Bildwerke, Becken wie Wasserbehälter und feststehende Kochtöpfe. – ‚Wirkt, o Familie Davids, in Dankbarkeit!‘ Nur wenige von Meinen Dienern sind dankbar.“ (Sure Saba [34]: 12-13)

  1. Der Gesandte Allahs (s.a.w.) pflegte jeden materiellen Vorfall im Rahmen menschlicher Handlungen zu behandeln, solange kein spezieller Text durch die „Offenbarung“ vorlag, dass diese Handlung eine Verbindung zu den Dschinn habe. Alle Vorfälle sind in dieser Weise zu verstehen. Wenn zum Beispiel ein ermordeter Mann gefunden wird, so kommt einem nicht der Gedanke, dass die Dschinn ihn getötet haben, es sei denn, ein Beleg würde dies besagen. So konzentrierte sich im Vorfall des ermordeten Mannes in Khaybar die Untersuchung darauf, wer von den Menschen ihn getötet hatte, und richtete sich nicht auf die Dschinn:

Muslim überlieferte in seinem Sahih, dass Abdullah bin Sahl und Muhayyisah aufgrund einer Notlage nach Khaybar zogen. Dann kam Muhayyisah und berichtete, dass Abdullah bin Sahl getötet und in eine Quelle oder Grube geworfen worden war. Er ging zu den Juden und sagte: „Bei Allah, ihr habt ihn getötet.“ Sie sagten: „Bei Allah, wir haben ihn nicht getötet...“ Dann gelangte der Fall zum Gesandten Allahs (s.a.w.), und der Gesandte Allahs (s.a.w.) sagte:

«إِمَّا أَنْ يَدُوا صَاحِبَكُمْ وَإِمَّا أَنْ يُؤْذِنُوا بِحَرْبٍ فَكَتَبَ رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم إِلَيْهِمْ فِي ذَلِكَ فَكَتَبُوا إِنَّا وَاللَّهِ مَا قَتَلْنَاهُ...»

„Entweder zahlen sie das Blutgeld für euren Gefährten, oder sie erklären den Krieg.“ Daraufhin schrieb der Gesandte Allahs (s.a.w.) ihnen diesbezüglich, und sie schrieben zurück: „Bei Allah, wir haben ihn nicht getötet...“ Die Geschichte ist bekannt. In die Untersuchung des Falls floss weder direkt noch indirekt das Wirken von Dschinn ein.

  1. Demnach bleibt die Beziehung zwischen Dschinn und Menschen auf die Einflüsterung beschränkt und geht nicht darüber hinaus, solange kein Beleg existiert, der eine materielle Beziehung der Dschinn in einem bestimmten Vorfall erwähnt.

Da die Botschaft des Gesandten (s.a.w.) das Siegel der Botschaften ist und die Offenbarung danach abriss, gibt es keine neuen Texte. Daher gibt es keine materielle Beziehung zwischen uns und den Dschinn, sondern nur die Einflüsterung (waswasah). Wie wir bereits sagten, hat die Einflüsterung der Dschinn keine Macht über den Menschen, es sei denn, der Mensch reagiert auf diese Einflüsterung aus freien Stücken.

So wurden materielle Angelegenheiten auch zur Zeit der rechtgeleiteten Kalifen behandelt. Bei keinem materiellen Ereignis – sei es Mord, Diebstahl, Betrug oder Täuschung – richtete sich der Gedanke auf die Dschinn, sondern auf die Menschen. Denn die Beziehung der Dschinn ist eine Beziehung der Einflüsterung, es sei denn, es liegt ein spezieller Text vor. Da es nach dem Gesandten Allahs (s.a.w.) keinen speziellen Text gibt, sind alle materiellen Vorfälle von Menschen und nicht von Dschinn verursacht. Ihre Welt ist nicht unsere Welt, und ihre Beziehung zu uns ist nichts anderes als Einflüsterung.

Basierend darauf hat der Dschinn nichts damit zu tun, wenn ein Mensch krank wird. Vielmehr wird die Krankheit so behandelt, wie es im Islam überliefert wurde, nämlich durch Heilbehandlung (tadawi):

Entweder ist das Heilmittel materiell, wie es im Hadith über Usama bin Sharik überliefert wurde: „Ich kam zum Propheten (s.a.w.) und seinen Gefährten, die so stillsaßen, als ob Vögel auf ihren Köpfen säßen. Ich grüßte und setzte mich. Da kamen Beduinen von hier und dort und fragten: ‚O Gesandter Allahs, sollen wir uns behandeln lassen?‘ Er sagte:

«تَدَاوَوْا فَإِنَّ اللَّهَ عَزَّ وَجَلَّ لَمْ يَضَعْ دَاءً إِلاَّ وَضَعَ لَهُ دَوَاءً غَيْرَ دَاءٍ وَاحِدٍ الْهَرَمُ»

„Lasst euch behandeln, denn Allah, der Mächtige und Erhabene, hat keine Krankheit erschaffen, ohne für sie ein Heilmittel erschaffen zu haben, außer einer einzigen Krankheit: dem Greisenalter (d.h. dem Tod).“ (Überliefert von Abu Dawud)

Oder das Heilmittel besteht aus Bittgebeten und Ruqyah, wie es im Hadith steht, den Muslim über Aischa, die Mutter der Gläubigen (r.a.), überlieferte: „Dass der Gesandte Allahs (s.a.w.) mit dieser Ruqyah behandelte:

«أَذْهِبْ الْبَاسَ رَبَّ النَّاسِ بِيَدِكَ الشِّفَاءُ لاَ كَاشِفَ لَهُ إِلاَّ أَنْتَ»

„Nimm das Leiden fort, o Herr der Menschen, in Deiner Hand ist die Heilung, niemand kann es lindern außer Dir.“ Oder ähnliche Bittgebete aus dem Koran oder der Sunna.

Was die Zuflucht zu jenen betrifft, die behaupten, eine materielle Beziehung zu den Dschinn zu haben, um Kranke zu heilen, so ist dies Betrug und Täuschung durch jene Scharlatane, die einfache Menschen hereinlegen, um sie auszubeuten und ihr Geld unrechtmäßig zu verschlingen.

  1. Was die Interpretation des Verses betrifft, in dem „die Berührung“ (al-mass) vorkommt, so meinen Sie wohl den Vers 275 aus der Sure al-Baqarah:

الَّذِينَ يَأْكُلُونَ الرِّبَا لَا يَقُومُونَ إِلَّا كَمَا يَقُومُ الَّذِي يَتَخَبَّطُهُ الشَّيْطَانُ مِنَ الْمَسِّ ذَلِكَ بِأَنَّهُمْ قَالُوا إِنَّمَا الْبَيْعُ مِثْلُ الرِّبَا وَأَحَلَّ اللَّهُ الْبَيْعَ وَحَرَّمَ الرِّبَا

„Diejenigen, die Zins verschlingen, werden nicht anders aufstehen als jemand, den der Satan durch Berührung schlägt und wahnsinnig macht. Dies (wird sein), weil sie sagen: ‚Verkaufen ist das Gleiche wie Zinsnehmen.‘ Doch Allah hat das Verkaufen erlaubt und das Zinsnehmen verboten.“ (Sure al-Baqarah [2]: 275). Hierzu folgende Erläuterung:

  1. Allah hat ein Gleichnis für denjenigen angeführt, der Zins (riba) verschlingt, wie für jemanden, der unter Epilepsie leidet; er steht auf und fällt hin, schwankt in seinem Gang, beim Stehen und Sitzen. Der Wahnsinn hat ihn völlig ergriffen. Dies deshalb, weil er den Zins dem Handel gleichstellt, während Allah den Zins verboten und den Handel erlaubt hat.

﴿الَّذِينَ يَأْكُلُونَ الرِّبَا﴾ das heißt, sie nehmen ihn an, und es umfasst jede Art der Nutzung davon. Der Ausdruck ﴿يأكلون﴾ wurde im Edlen Koran verwendet, um Tadel auszudrücken:

إِنَّ الَّذِينَ يَأْكُلُونَ أَمْوَالَ الْيَتَامَى ظُلْمًا إِنَّمَا يَأْكُلُونَ فِي بُطُونِهِمْ نَارًا

„Diejenigen, die das Vermögen der Waisen ungerecht verschlingen, verzehren in ihren Bäuchen nur Feuer...“ (Sure an-Nisa [4]: 10)

يَتَمَتَّعُونَ وَيَأْكُلُونَ كَمَا تَأْكُلُ الْأَنْعَامُ وَالنَّارُ مَثْوًى لَهُمْ

„... sie genießen und essen, wie das Vieh isst, und das Feuer wird ihr Aufenthaltsort sein.“ (Sure Muhammad [47]: 12), und so ist es auch hier.

﴿لَا يَقُومُونَ﴾ das heißt am Tage der Auferstehung.

﴿إِلَّا كَمَا يَقُومُ الَّذِي يَتَخَبَّطُهُ الشَّيْطَانُ﴾ das heißt, sie werden aus ihren Gräbern auferweckt und stehen so auf, wie der taumelnde Epileptiker – d.h. der Wahnsinnige – in der Welt aufsteht. Das ist eine Schande für sie an jenem Tag und ein Indiz für das entschiedene Verbot des Zinses, dessen Verbot in diesen Versen wiederholt bekräftigt wurde.

﴿مِنَ الْمَسِّ﴾ das heißt der Wahnsinn (al-junun). Es heißt: مُسَّ الرجل فهو ممسوس, wenn er wahnsinnig wird. Das Schlagen (al-khabt) ist ein unkontrolliertes Schlagen, wie das ziellose Umherschlagen in der Dunkelheit.

Es gibt Überlieferungen zur Interpretation von ﴿إِلَّا كَمَا يَقُومُ الَّذِي يَتَخَبَّطُهُ الشَّيْطَانُ مِنَ الْمَسِّ﴾. Die vorzuziehende Meinung davon ist, dass der Satan einen größeren Einfluss auf den Menschen durch seine Einflüsterungen gewinnt, wenn dieser vom Wahnsinn befallen ist. Er spiegelt ihm viele Dinge vor, die den Wahnsinnigen zum Taumeln bringen.

Was die Aussage betrifft, dass der Satan es ist, der ihn niederschlägt oder zum Wahnsinn führt, so drückt der Vers dies nicht aus. Allah, der Erhabene, sagte nicht „يتخبطه الشيطان بالمس“ (der Satan schlägt ihn mit dem Wahnsinn), was bedeuten würde, dass der Satan ihn wahnsinnig macht. Sondern der Vers lautet: ﴿يَتَخَبَّطُهُ الشَّيْطَانُ مِنَ الْمَسِّ﴾, das heißt, der Satan lässt ihn aufgrund seines Wahnsinns taumeln. Somit geht der Wahnsinn dem Taumeln durch den Satan voraus.

Dies ist für mich die vorzuziehende Interpretation des Verses. Das Gleichnis der Zinsfresser ist wie das desjenigen, den der Satan aufgrund der „Berührung“ (des Wahnsinns) zum Taumeln bringt. Das bedeutet, dass der Wahnsinn dem Taumeln durch den Satan vorausgeht; die Person wird aus irgendeinem Grund wahnsinnig, und dann bringt der Satan sie durch seine Einflüsterungen und Einbildungen zum Taumeln.

Der Satan hat die Person also nicht niedergeworfen, d.h. er hat sie nicht wahnsinnig gemacht. Sonst hätte der edle Vers gelautet: „الذي يتخبطه الشيطان بالمس“, wobei das Ba für die Verknüpfung stehen würde (d.h. mit Wahnsinn). Dieses Gleichnis ist eine schreckliche bildliche Darstellung der Schwere des Verbrechens der Zinsfresser...

Ihr Bruder Ata bin Khalil Abu al-Rashtah

Link zur Antwort auf der Facebook-Seite des Ameers

Link zur Antwort auf der Webseite des Ameers

Link zur Antwort auf der Google Plus Seite des Ameers

Share Article

Share this article with your network