Frage:
In jüngster Zeit haben die Spannungen in den Beziehungen zwischen Algerien und Marokko zugenommen. Algerien erhob Anschuldigungen gegen Marokko im Zusammenhang mit dem Entfachen von Waldbränden und der Unterstützung separatistischer Bewegungen, woraufhin es die diplomatischen Beziehungen abbrach und die Grenzen schloss. Zudem verkündete Algerien, den Vertrag über die Erdgaslieferungen nach Spanien über Marokko nicht zu verlängern, und beschuldigte das Land der Tötung dreier Algerier. Was sind die Gründe für diese eskalierenden Spannungen, obwohl beide Regime derselben Seite, nämlich Großbritannien, loyal ergeben sind? Was ist von dieser Eskalation zu erwarten? Könnten die Dinge bis hin zu einem Krieg eskalieren oder wird wieder Ruhe einkehren? Vielen Dank.
Antwort:
Um diese Fragen zu beantworten, wollen wir die Beziehungen zwischen Algerien und Marokko genauer betrachten:
Allah hat das Land des Maghreb im ersten Jahrhundert nach der Hidschra mit dem Islam gesegnet. Seine edlen Bewohner traten freiwillig in den Islam ein, trugen seine Fahne und führten den Dschihad auf Seinem Weg. Ihre Länder wurden zu Provinzen innerhalb des Kalifatsstaates. Die Kolonialisten besetzten sie, als sie die Schwäche des Kalifatsstaates spürten. Die Franzosen besetzten Algerien im Jahr 1830 n. Chr. und erklärten es zu einem Teil Frankreichs, woraufhin sich das Volk erhob und den kolonialen Besatzern Widerstand leistete. Die Kolonialmächte wandten alle Arten von Brutalität und Unterdrückung an und töteten Millionen von Algeriern in dem Versuch, sie zu französisieren und von ihrer islamischen Identität loszureißen. Doch sie erreichten nichts Gutes und verließen das Land im Jahr 1962 n. Chr. beschämt und gedemütigt. Die Mudschaheddin erhielten dabei die Unterstützung der Menschen in Marokko. Was Marokko betrifft, so erlegten die Franzosen dem Land ihre Kontrolle unter dem Namen des französischen Protektyratsvertrags von 1912 n. Chr. bis 1956 n. Chr. auf, und es wurde ein monarchisches System nach westlichem Vorbild mit Bindung an den Kolonialisten errichtet.
Nach dem Abzug der französischen Kolonialmacht aus Algerien band sich dessen Präsident Ahmed Ben Bella an Amerika, das ihn über das ägyptische Regime unter Nasser unterstützte. Dieser leistete den Revolutionären Hilfe, um die Ausbreitung des amerikanischen Einflusses in Algerien zu sichern. So ersetzte ein Kolonialist den anderen. Im Jahr 1963 n. Chr. kam es zu Zusammenstößen zwischen Algerien und Marokko, die als „Sandkrieg“ bekannt wurden. Vordergründig handelte es sich um einen Grenzstreit, doch in Wirklichkeit war es Teil des kolonialen Machtkampfes, da das algerische Regime unter Ben Bella Amerika folgte, während Marokko seit der Machtübernahme von Hassan II. im Jahr 1961 n. Chr. Großbritannien unterstand. So kämpfen die Agenten im Auftrag der Kolonialmächte, denen sie folgen, gegeneinander, ohne sich vor Allah, Seinem Gesandten oder den Gläubigen zu schämen.
Großbritannien jedoch inszenierte über das Marokko von Hassan II. einen Putsch und brachte seinen Agenten Houari Boumedienne an die Macht, wodurch der amerikanische Agent Ahmed Ben Bella im Jahr 1965 n. Chr. gestürzt wurde. Daraufhin wurden die Beziehungen zwischen Algerien und Marokko gut. Nachdem Großbritannien die Abhängigkeit Algeriens durch die Machtübernahme Boumediennes sichergestellt hatte – wie es auch in Marokko der Fall war –, unterzeichneten beide Länder in zwei Etappen in den Jahren 1969 und 1972 einen Vertrag zur Grenzmarkierung und zur guten Nachbarschaft. Damit endete der Grenzstreit zwischen ihnen, und sie bekräftigten die Aufrechterhaltung des nationalen Nationalstaates, wie ihn der Kolonialist gewollt hatte. Doch im Jahr 1976 brach Marokko die Beziehungen zu Algerien ab, aus Protest gegen die Anerkennung der Polisario-Front durch Algerien. Die Gründung der Polisario wurde von Amerika initiiert. Obwohl das algerische Regime ebenso wie das marokkanische Großbritannien folgte, wollte Großbritannien, dass Algerien die Polisario aufnimmt, um sie unter Kontrolle zu halten und sie in Lagern auf kleinem Raum einzuschließen. Damit sollte verhindert werden, dass sie im Auftrag Amerikas einen Staat in der marokkanischen Sahara errichtet, um so die britischen Agenten in Marokko zu schützen und den eigenen Einfluss dort zu wahren.
Im Jahr 1989 n. Chr. wurde die Gründung der Arabischen Maghreb-Union zwischen Marokko, Algerien und Tunesien verkündet. Einer ihrer Punkte war die „Wahrung der Unabhängigkeit jedes Mitgliedsstaates“. Als Vorbereitung auf dieses Abkommen wurden 1988 die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen und die Normalisierung zwischen dem algerischen und dem marokkanischen Regime bekannt gegeben. Marokko stimmte zu, dass Algerien die Polisario-Front weiterhin beherbergt, um den gewünschten Zweck dieser Beherbergung zu erfüllen: die Verhinderung der Gründung eines Staates in der Westsahara durch Amerika und die Verhinderung des Sturzes des Regimes in Marokko. Großbritannien war jedoch nicht in der Lage, sein Projekt der Maghreb-Union oder andere Projekte umzusetzen, da der amerikanische Einfluss in der Region zunahm und Amerika seine internationale Vorherrschaft nutzte, um britische Projekte zu behindern.
Ende 1991 n. Chr. fanden in Algerien Wahlen statt, die den Menschen die Möglichkeit gaben, ihre Meinung und ihre Verbundenheit zu ihrer Religion sowie ihren Wunsch, nach dem Islam regiert zu werden, zum Ausdruck zu bringen. Die Islamische Heilsfront (FIS) gewann etwa 82 % der Stimmen. Die säkularen Militärführer, insbesondere jene, die von der französischen Kultur geprägt waren, putschten Anfang 1992 n. Chr. gegen Präsident Chadli Bendjedid, der der Front die Teilnahme an den Wahlen erlaubt hatte, und zwangen ihn zum Rücktritt. Die Putschisten begannen Massaker gegen das algerische Volk zu verüben, das den Putsch ablehnte und dem das Recht geraubt wurde, sein Land gemäß seiner Religion zu regieren. Die Loyalität des algerischen Regimes drohte zu Frankreich zu wechseln, hätte Großbritannien dies nicht ausgenutzt. Es gelang Großbritannien, seinen Agenten Abdelaziz Bouteflika 1999 n. Chr. als Präsidenten zurückzubringen, unter der Bedingung, dass die bisherigen Putschisten ihre Positionen behalten und nicht vor Gericht gestellt würden. So geschah es; Algerien kehrte in den Schoß Großbritanniens zurück. Bouteflika begann seine Amtszeit mit dem Bemühen um eine Normalisierung der Beziehungen zu Marokko. Er besuchte Marokko 1999 zur Beisetzung von Hassan II., und Mohammed VI., der neue König, folgte dem Weg seines Vaters in der Abhängigkeit von Großbritannien. Im Jahr 2005 zeigten sich Anzeichen für eine Verbesserung der Beziehungen. Beide Regime näherten sich im Dienste Großbritanniens an, wobei ihre Rollen in Schwankungen verliefen, die Großbritannien primär zu seinem eigenen Vorteil steuerte.
Diese Situation hielt an, bis in beiden Ländern sensible interne Umstände eintraten, die die wahre Natur der Herrscher offenbarten. Dies machte es erforderlich, externe Probleme zwischen ihnen zu inszenieren, um die Menschen abzulenken und ihren Blick von diesen internen Bedingungen abzulenken. So wurde dieser Streit und diese hitzige Spannung künstlich herbeigeführt. Bei genauer Betrachtung dieser Umstände zeigt sich folgendes:
a) Die Lage in Algerien hat sich nicht beruhigt, sondern ist seit dem Ausbruch der Hirak-Bewegung im Jahr 2019 instabil geblieben. Obwohl neue Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattfanden und die Verfassung geändert wurde, blieb die interne Spannung in Algerien heiß und bildete eine ständige Druckquelle für das neue Regime. Daher benötigte das Regime die Inszenierung externer Spannungen, insbesondere mit Marokko, um die Aufmerksamkeit der Menschen von internen auf externe Belange zu lenken. Dies geschah einerseits, und andererseits versucht Algerien durch die Eskalation mit Marokko, einen Teil seines regionalen Status zurückzugewinnen, der aufgrund der instabilen internen Lage gesunken war.
b) Was Marokko betrifft, so sind seine internen Bedingungen noch drängender. Es galt, die Marokkaner durch die Verwicklung in externe Probleme von der Normalisierung der Beziehungen zum Gebilde der Juden abzulenken, welches auf der Besetzung des gesegneten Landes Palästina beruht. Diese Beziehungen nahmen einen Charakter der Freundschaft und Unterwürfigkeit gegenüber dem Gebilde der Juden an, die die erbittertsten Feinde Allahs, Seines Gesandten und der Gläubigen sind. Das marokkanische Regime ging bei der Stärkung seiner Beziehungen zum Gebilde der Juden in allen Bereichen zu weit. Das Verteidigungsministerium des Gebildes der Juden erklärte: („Gantz, der jüdische Verteidigungsminister, und der marokkanische beigeordnete Minister beim Regierungschef, zuständig für die nationale Verteidigung, Abdellatif Loudiyi, haben eine Verteidigungs-Absichtserklärung unterzeichnet... Das Abkommen bietet einen soliden Rahmen, der die Verteidigungsbeziehungen zwischen den beiden Ländern formalisiert und eine Grundlage für jede zukünftige Zusammenarbeit schafft... Das Abkommen wird es den Verteidigungsinstitutionen beider Länder ermöglichen, eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Geheimdienst, industrielle Kooperation, militärische Ausbildung und mehr zu genießen...“. Die Nachrichtenseite Times of Israel meldete: „Es ist das erste Abkommen dieser Art überhaupt zwischen Israel und einem arabischen Staat...“ Anadolu, 24.11.2021). Das marokkanische Regime rechtfertigt diese Demütigung damit, dass sie im Gegenzug für die Anerkennung der marokkanischen Autonomie für die Westsahara durch das Amerika von Trump erfolgte: („Ich habe heute eine Proklamation unterzeichnet, mit der die marokkanische Souveränität über die Westsahara anerkannt wird. Marokkos ernsthafter und realistischer Autononmie-Vorschlag ist die einzige Grundlage für eine gerechte und dauerhafte Lösung für dauerhaften Frieden und Wohlstand!“ As-Sahifa, 10.12.2020). Dies ist ein hinfälliges Argument und eine Entschuldigung, die schlimmer ist als die Tat selbst. Daher benötigte auch Marokko die Inszenierung externer Probleme, insbesondere mit Algerien, um von seiner Erniedrigung gegenüber dem Gebilde der Juden abzulenken.
So begannen sich die Ereignisse ohne festes Muster zuzuspitzen. Wichtig für beide Regime ist nur, dass die Aufmerksamkeit von der internen Lage und den Sünden und Verbrechen abgelenkt wird, die sie durch ihre Agententätigkeit für den ungläubigen westlichen Kolonialismus begehen. Eine Durchsicht einiger dieser Ereignisse zeigt Folgendes:
- Das algerische Außenministerium bestellte den marokkanischen Botschafter ein, um dagegen zu protestieren, dass der marokkanische Konsul in der algerischen Stadt Oran Algerien im Mai 2020 als feindliches Land bezeichnete. Der Konsul wurde zur Persona non grata erklärt.
- Am 13.11.2020 vertrieb die marokkanische Armee in der Grenzregion Guerguerat eine Gruppe saharauischer Demonstranten, die den Durchgang von Reisenden über diesen Grenzposten nach Mauretanien blockiert hatten. Später forderte Algerien den Rückzug der marokkanischen Truppen.
- Am 15.07.2021 forderte der marokkanische Botschafter bei den Vereinten Nationen die Unabhängigkeit des Volkes der Kabylei in Algerien. Algerien rief daraufhin seinen Botschafter aus Marokko zu Konsultationen zurück. Am 23.07.2021 behauptete Algerien, Marokko setze die jüdische Spionagesoftware Pegasus gegen seine Beamten ein, was Marokko bestritt.
- Seit der Bildung der neuen algerischen Regierung unter Ayman Benabderrahmane Ende Juli 2021 zeigte die algerische Außenpolitik eine Eskalationshaltung gegenüber Marokko. Während der Bewältigung der Waldbrandkrise wurde Marokko beschuldigt, in die Brände im Norden des Landes verwickelt zu sein und zwei separatistische Organisationen zu unterstützen, die laut Algerien die Brände gelegt hatten.
- Der Außenminister des Gebildes der Juden besuchte Marokko und beschuldigte von dort aus am 11.08.2021 Algerien der Aufhetzung gegen sein Gebilde und der Annäherung an den Iran, was die Spannungen weiter verschärfte.
- Am 24.08.2021 verkündete der algerische Außenminister Ramtane Lamamra den Abbruch der Beziehungen zu Marokko. Er sagte: („Es ist historisch erwiesen, dass das Königreich Marokko nie aufgehört hat, unfreundliche, feindselige und niederträchtige Akte gegen unser Land zu begehen, und zwar seit der Unabhängigkeit Algeriens 1962“... France Presse, 24.08.2021). Am 22.09.2021 schloss Algerien seinen Luftraum für alle marokkanischen Militär- und Zivilflugzeuge.
- Die algerische Nachrichtenagentur meldete am 31.10.2021: („Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune ordnete das Staatsunternehmen Sonatrach an, die Geschäftsbeziehung mit Marokko einzustellen und den Vertrag über die Durchleitung von Erdgas nach Spanien über Marokko, der am 31. Oktober 2021 um Mitternacht ausläuft, nicht zu verlängern“. Er begründete dies mit „den aggressiven Praktiken des Königreichs Marokko gegenüber Algerien“).
- Unmittelbar nach der algerischen Ankündigung erklärte das marokkanische nationale Amt für Elektrizität und Trinkwasser: („Die Entscheidung der algerischen Behörden, das Abkommen über die Maghreb-Europa-Gasleitung nicht zu verlängern, wird derzeit nur geringe Auswirkungen auf die Leistung des nationalen Stromsystems haben... Marokko prüft andere Optionen für nachhaltige Alternativen auf mittlere und lange Sicht“... BBC, 31.10.2021).
- Das algerische Präsidialamt beschuldigte Marokko am 03.11.2021 der Tötung dreier algerischer Lkw-Fahrer durch den Beschuss von Handels-Lkw auf der Route zwischen der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott und der Stadt Ouargla im Süden Algeriens. („Algerien erklärte heute, Mittwoch, den 3. November 2021, dass drei seiner Bürger bei einem marokkanischen Beschuss an der Grenze zwischen der Westsahara und Mauretanien getötet wurden. Algerien drohte damit, dass die Tötung dieser Menschen 'nicht ungestraft bleiben wird'“ – Deutsche Welle, 03.11.2021). France Presse berichtete, (dass sie am vergangenen Montag, den 01.11.2021, getötet wurden, während Marokko dies dementierte – France Presse, 03.11.2021).
Wer diese Ereignisse und ihre verkündeten Folgen genau betrachtet, sieht, dass weit schwerwiegendere Dinge zwischen Staaten passieren, die durch Verhandlungen gelöst werden, ohne die Beziehungen abzubrechen oder Lkw, Flugzeuge und sogar den Gasdurchgang zu stoppen! Es sei denn, das Ziel ist die Inszenierung eines Problems, um von internen Verbrechen abzulenken. Dies gilt umso mehr, als beide Regime demselben Kolonialisten folgen, nämlich Großbritannien, der sie dazu drängt, verschiedene Rollen für seine Interessen zu spielen. Trotz dieser Differenzen waren ihre Positionen in Bezug auf die regionalen Angelegenheiten in Nordafrika einheitlich, sei es in Bezug auf Libyen oder Tunesien. Es zeigten sich keine Differenzen in diesen regionalen Fragen. Sie streiten hier und stimmen dort überein, gemäß den Rollen, die ihnen von Großbritannien diktiert werden, wie es auch bei anderen Agenten der Fall ist. Zum Beispiel sind Katar und die Emirate Großbritannien gegenüber loyal, doch es weist jedem von ihnen eine Rolle zu. Manchmal erfordern seine Interessen ihre Versöhnung, sodass sie in einer Sache gemeinsam vorgehen, und manchmal erfordern sie ihre Entfremdung, wobei jeder sich an die Seite eines anderen amerikanischen Agenten stellt. Ebenso werden die Rollen zwischen Marokko und Algerien verteilt: Ihre Übereinstimmung im Sinne Großbritanniens zeigt sich in der libyschen und tunesischen Angelegenheit, während sie jetzt im Streit erscheinen.
Was zu erwarten ist: Der Ausbruch eines heißen Krieges zwischen ihnen ist derzeit unwahrscheinlich, da die Gründe für die Spannung an sich keine zwingenden Kriegsgründe sind. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass es für kurze Zeit zu Scharmützeln kommt, um das Gesicht des algerischen Präsidenten zu wahren, der zur Tötung der drei Algerier sagte: „Dieser Vorfall wird nicht ungestraft bleiben“. Dies gilt, sofern beide Seiten nicht zu Verhandlungen und Verständigungen nach britischer Art (Kompromisslösung) greifen, um zur ursprünglichen Ruhe zurückzukehren. Dies wird jedoch erst geschehen, wenn beide Seiten das Gefühl haben, dass ihre internen Probleme – die Normalisierung Marokkos mit dem Gebilde der Juden und die Proteste der Menschen gegen das neue algerische Regime – die Menschen in beiden Ländern nicht mehr aufwühlen. Das heißt, wenn der Grund wegfällt, für den die Regime die Eskalation inszeniert haben.
Abschließend ist es schmerzlich zu sehen, dass alle bestehenden Regime in der islamischen Welt Rollen in Abhängigkeit von den Kolonialmächten spielen. Diese weisen ihnen Aufgaben zu, wie es ihre kolonialen Interessen erfordern, und arbeiten daran, die Trennung der Muslime zu festigen und ihre Einheit in einem einzigen Staat zu verhindern, der den Islam auf sie anwendet, so wie sie es vor der Ära des Kolonialismus waren. Diese Situation macht es für die Muslime zur Pflicht, an der Wiederherstellung der Verbundenheit zwischen ihnen und an ihrer Vereinigung in einem einzigen Staat zu arbeiten, dem Rechtgeleiteten Kalifat, das sie nach ihrer edlen Religion regiert. Dann gäbe es weder Zwietracht noch Streit unter ihnen, sondern sie wären so, wie der Mächtige und Ehrwürdige sagte:
إِنَّمَا الْمُؤْمِنُونَ إِخْوَةٌ
„Die Gläubigen sind doch Brüder.“ (Sure al-Hujurat [49]: 10)
Und wie Muslim von an-Nu'man ibn Baschir überlieferte, der sagte: Der Gesandte Allahs (s) sprach:
مَثَلُ الْمُؤْمِنِينَ فِي تَوَادِّهِمْ وَتَرَاحُمِهِمْ وَتَعَاطُفِهِمْ مَثَلُ الْجَسَدِ إِذَا اشْتَكَى مِنْهُ عُضْوٌ تَدَاعَى لَهُ سَائِرُ الْجَسَدِ بِالسَّهَرِ وَالْحُمَّى
„Das Gleichnis der Gläubigen in ihrer gegenseitigen Liebe, Barmherzigkeit und Zuneigung ist wie das Gleichnis eines Körpers: Wenn ein Körperteil leidet, antwortet ihm der Rest des Körpers mit Schlaflosigkeit und Fieber.“ (Muslim)
14. Dschumada al-Ula 1443 n. H. 18.12.2021 n. Chr.