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Antwort auf eine Frage: Über das Einfrieren von Embryonen und die Bestimmung des Geschlechts des Neugeborenen

June 15, 2009
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Antwort auf eine Frage

Über das Einfrieren von Embryonen und die Bestimmung des Geschlechts des Neugeborenen

Frage:

Es gibt wissenschaftliche Forschungen, die heutzutage offen verbreitet werden, nachdem sie zuvor eher zurückhaltend diskutiert wurden, nämlich das „Einfrieren von Embryonen“ und die „Bestimmung des Geschlechts des Neugeborenen“. In den westlichen Ländern sind sie zu einer gängigen Praxis geworden und sind nun auch in die muslimischen Länder übergeschwappt. Dabei blieb es nicht nur bei wissenschaftlicher Forschung, sondern es ging darüber hinaus, dass einige Muslime begannen, diese Verfahren in Anspruch zu nehmen. Wie lautet das islamrechtliche Urteil (hukm shar'i) zu diesen beiden Angelegenheiten? Möge Allah es Ihnen mit Gutem vergelten.

Antwort:

Bevor wir die Frage beantworten, halten wir fest, dass Allah (der Gepriesene und Erhabene) den Menschen erschaffen und ihn gelehrt hat, was er nicht wusste. Er hat im Universum, im Menschen und im Leben bestimmte Eigenschaften, Maßstäbe und Strukturen geschaffen, die dem Menschen Möglichkeiten eröffnen, von den Biowissenschaften zu profitieren und dieses Wissen zum Nutzen der Menschen einzusetzen. Allah, der Gepriesene, lobte das nützliche Wissen und die nützlichen Gelehrten, da sie am ehesten in der Lage sind, an Allah zu glauben und aus den Geheimnissen des Universums, des Menschen und des Lebens, die sie beobachten, auf die Größe, Weisheit und Macht des Schöpfers zu schließen. So sagte Er:

إِنَّمَا يَخْشَى اللَّهَ مِنْ عِبَادِهِ الْعُلَمَاءُ

„Wahrlich, nur die Wissenden unter Seinen Dienern fürchten Allah.“ (Sure Fatir [35]:28)

Und der Gesandte Allahs (s.a.w.) sagte:

... إِنَّ الْعُلَمَاءَ هُمْ وَرَثَةُ الْأَنْبِيَاءِ إِنَّ الْأَنْبِيَاءَ لَمْ يُوَرِّثُوا دِينَارًا وَلَا دِرْهَمًا إِنَّمَا وَرَّثُوا الْعِلْمَ فَمَنْ أَخَذَهُ أَخَذَ بِحَظٍّ وَافِرٍ

„... wahrlich, die Gelehrten sind die Erben der Propheten. Die Propheten haben weder Dinar noch Dirham hinterlassen, sondern sie haben Wissen hinterlassen. Wer es also nimmt, der hat einen gewaltigen Anteil erlangt.“ (Überliefert von Ibn Majah über Abu ad-Darda)

Jedoch haben der Schaitan und seine Anhänger sowie die Übeltäter das Wissen für Schaden und Verderben missbraucht, um das menschliche Leben zu entstellen und es von seinem natürlichen, geraden Weg abzubringen. So wurden diese Wissenschaften für Zwecke eingesetzt, für die sie nicht bestimmt waren. Es kam zum Klonen, zum Einfrieren von Spermien, Eizellen und schließlich Embryonen, die in fremde Gebärmütter eingepflanzt wurden. Es kam zur Sezierung von Toten und zum Verkauf ihrer Organe, ja sogar zur Entführung und Tötung Lebender, um mit menschlichen Organen Handel zu treiben. Es wurden sogenannte wissenschaftliche Experimente an Embryonen durchgeführt, sie wurden eingefroren, das Leben des Fötus wurde manipuliert und seine Organe wurden entnommen – mal unter dem Vorwand der Medizin, mal unter dem Vorwand der Wissenschaft!

Allah, der Gepriesene, sagt:

وَلَقَدْ كَرَّمْنَا بَنِي آَدَمَ

„Und wahrlich, Wir haben die Kinder Adams geehrt.“ (Sure al-Isra [17]:70)

Ursprünglich sollte die Wissenschaft von dieser Würde ausgehen, die Allah dem Menschen verliehen und durch die Er ihn vor vielen Seiner Geschöpfe ausgezeichnet hat, um das Glück der Menschen zu fördern und ihr physisches und geistiges Leben zu verbessern. Doch jene böswilligen Wissenschaftler gingen dazu über, den Menschen zu entstellen, ihn unter das Niveau von Tieren herabzusetzen und ihn zum Versuchsfeld für alles Schädliche und Üble zu machen.

Davon ausgehend sagen wir:

Das islamrechtliche Urteil zu den in der Frage genannten Themen lautet wie folgt:

Erstens: Das Einfrieren von Embryonen.

Es gibt bestimmte Krankheitszustände bei Ehepaaren, die eine natürliche Befruchtung der Eizelle durch das Sperma des Ehemannes verhindern, wie etwa ein Verschluss des Muttermundes, eine Schwäche in der Beweglichkeit der Spermien oder andere den Fachleuten bekannte Ursachen. So gelang es einigen Wissenschaftlern, die Eizelle außerhalb der Gebärmutter in einem Reagenzglas unter geeigneten Bedingungen zu befruchten. Dabei erhält die Frau Medikamente wie Clomid, die bewirken, dass sie mehrere Eizellen gleichzeitig produziert. Der Facharzt führt dann zum Zeitpunkt des Eisprungs eine Laparoskopie durch, um eine Gruppe von Eizellen aus dem Eierstock abzusaugen. Jede Eizelle wird dann in eine Petri Dish in einer speziellen Flüssigkeit gelegt und mit den Spermien des Ehemannes befruchtet.

Nachdem die Befruchtung im Reagenzglas erfolgt ist, wird die befruchtete Eizelle (eine oder mehrere) in die Gebärmutter der Ehefrau zurückgeführt. Wenn Allah die Erschaffung aus dieser befruchteten Eizelle bestimmt hat, nistet sie sich in der Gebärmutter ein und wächst zu einer nutfa (Spermatropfen), dann zu einer mudgha (Embryo/Fleischklumpen) heran. Wenn Allah die Erschaffung aus dieser Eizelle nicht bestimmt hat, stirbt sie ab und vergeht.

Da viele Fälle scheitern (die Misserfolgsrate kann bis zu 90 % betragen) und das Ehepaar unbedingt eine Schwangerschaft wünscht, wiederholen sie den Vorgang. Dies ist für die Frau sehr belastend, da sie meist verschiedene Medikamente erhält, um die Eierstöcke zur Produktion mehrerer Eizellen anzuregen, da die Befruchtung im Reagenzglas nicht garantiert ist. Man regt die Eierstöcke zur Produktion von mehr als einer Eizelle an, damit, falls diese nicht befruchtet wird, jene befruchtet wird. Die befruchteten Eizellen werden dann in die Gebärmutter zurückgepflanzt. Manchmal werden mehrere befruchtete Eizellen eingesetzt, damit, falls eine stirbt, die andere Erfolg hat.

Die befruchteten Eizellen werden mit einem speziellen Gerät in die Gebärmutter eingepflanzt. Üblicherweise werden drei Eizellen eingepflanzt, um den Erfolg einer einzigen zu gewährleisten. Eine Anzahl an befruchteten Eizellen bleibt übrig und wird nicht eingepflanzt. Diese werden für eine spätere Phase aufbewahrt, falls die ersten Eizellen nicht erfolgreich waren. Das heißt, wenn der Versuch fehlschlägt, müssen sie die Frau nicht erneut der belastenden Prozedur unterziehen, sondern nehmen von den überschüssigen befruchteten Eizellen und pflanzen sie ein. So wird jedes Mal, wenn ein Versuch scheitert, eine weitere Eizelle genommen, ohne die Frau erneut mit Medikamenten zu belasten.

Das Scheitern der ersten eingepflanzten Eizelle zeigt sich jedoch nicht sofort, sondern wird oft erst nach Stunden oder Tagen entdeckt. In dieser Zeit würden die restlichen überschüssigen befruchteten Eizellen sterben, wenn sie nicht bei geeigneten Temperaturen und Bedingungen eingefroren würden. Daher werden die überschüssigen Eizellen in flüssigem Stickstoff eingefroren, um für eine Einpflanzung bereit zu sein, falls der erste Versuch fehlschlägt.

So entstand die Idee des Einfrierens von Embryonen, ursprünglich um sie bei einem Misserfolg des ersten Versuchs in die Gebärmutter der Mutter zurückzuführen, ohne sie erneut medizinisch belasten zu müssen.

Später wurden diese Embryonen jedoch zu einer Handelsware, insbesondere in den ungläubigen Ländern des Westens. Sie bleiben oft über Jahre eingefroren, werden nicht an die Mutter zurückgegeben, sondern an andere Paare oder sogar an alleinstehende Frauen verkauft. Es entstanden regelrechte Banken zur Lagerung gefrorener Embryonen. Manchmal werden Embryonen vertauscht, wie kürzlich in den Nachrichten berichtet wurde, und einer Frau wird nach dem Scheitern ihres Versuchs eine „fremde“ befruchtete Eizelle eingesetzt. Auf diese Weise vermischen sich die Abstammungslinien (ansab) und das menschliche Leben wird entstellt.

Wie bereits erwähnt, beschränkt sich das Einfrieren nicht nur auf befruchtete Eizellen, sondern es werden auch unbefruchtete Eizellen und Spermien eingefroren und an Interessenten verkauft. Dabei wird damit geworben, dass diese Eizellen oder Spermien von besonderen Personen stammen und Ähnliches.

Dies ist kurz zusammengefasst die Realität der gefrorenen Embryonen. Dieses Thema hat in der Forschung viele Details, aber die Gesamtrealität ist so, wie wir sie dargelegt haben.

Basierend darauf lautet das islamrechtliche Urteil wie folgt:

  1. Der Rückgriff von Ehepaaren auf die künstliche Befruchtung (IVF) als medizinische Behandlung, wenn eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg nicht möglich ist, ist erlaubt, da es sich um eine Heilbehandlung (tadawi) handelt. Der Gesandte Allahs (s.a.w.) hat die Heilbehandlung angeordnet. Abu Dawud überlieferte von Usamah bin Scharik, dass der Gesandte Allahs (s.a.w.) sagte:

تَدَاوَوْا فَإِنَّ اللَّهَ عَزَّ وَجَلَّ لَمْ يَضَعْ دَاءً إِلَّا وَضَعَ لَهُ دَوَاءً غَيْرَ دَاءٍ وَاحِدٍ الْهَرَمُ

„Heilt euch, denn Allah, der Mächtige und Majestätische, hat keine Krankheit erschaffen, ohne für sie ein Heilmittel geschaffen zu haben, außer einer einzigen: dem Alter (dem Tod).“

Dies ist jedoch an zwei Bedingungen geknüpft:

Erstens: Dass die Befruchtung im Reagenzglas aus dem Samen und der Eizelle eines Paares erfolgt, das durch einen gültigen Ehevertrag miteinander verbunden ist. Ruwaifi' ibn Thabit al-Ansari berichtete, dass der Gesandte Allahs (s.a.w.) sagte:

لَا يَحِلُّ لِامْرِئٍ يُؤْمِنُ بِاللَّهِ وَالْيَوْمِ الْآخِرِ أَنْ يَسْقِيَ مَاءَهُ زَرْعَ غَيْرِهِ

„Es ist einem Mann, der an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, nicht erlaubt, sein Wasser auf das Feld eines anderen zu gießen.“ (Überliefert von Ahmad) Es ist also nicht erlaubt, die Eizelle irgendeiner Frau mit etwas anderem als dem Samen ihres Ehemannes zu befruchten.

Zweitens: Dass dies, also die Befruchtung im Reagenzglas und die Übertragung in die Gebärmutter, zu Lebzeiten des Ehemannes geschieht und nicht nach seinem Tod, wie es im Westen praktiziert wird. Dort sieht man kein Hindernis darin, die gefrorene befruchtete Eizelle zu jedem beliebigen Zeitpunkt in die Gebärmutter der Mutter zu übertragen, egal ob der Ehemann noch lebt oder bereits verstorben ist. Dies ist im Islam nicht erlaubt. Denn eine Schwangerschaft ohne einen zum Zeitpunkt des Beginns der Schwangerschaft lebenden Ehemann ist verboten (haram) und wird bestraft. Eine Schwangerschaft ohne Ehemann gilt als Indiz für Unzucht (zina). Jede Frau, die schwanger wird und keinen Ehemann hat, begeht eine Sünde und eine gewaltige Tat des Verbotenen. Dies gründet auf Überlieferungen von Umar und Ali (r.a.), gegen deren Aussage kein Widerspruch der Sahaba bekannt ist, obwohl dies eine Angelegenheit ist, der man widersprochen hätte, wenn sie nicht festgestanden hätte; somit liegt ein Konsens (ijma') vor.

Die Schwangerschaft ohne Ehemann ist ein Indiz für Unzucht. Sie zieht die feste Strafe (hadd) nach sich, wenn sie das Ergebnis von Geschlechtsverkehr war, und eine schwere Ermessensstrafe (ta'zir), wenn die Schwangerschaft ohne Geschlechtsverkehr zustande kam, d. h. durch das Einsetzen einer im Reagenzglas befruchteten Eizelle in die Gebärmutter nach dem Tod des Ehemannes.

Somit ist die Befruchtung außerhalb der Gebärmutter und die anschließende Übertragung in die Gebärmutter der Mutter erlaubt, sofern sie vom Ehemann für die Ehefrau und zu Lebzeiten des Ehemannes erfolgt. Das sogenannte „Retortenbaby“ ist unter den genannten Bedingungen also erlaubt.

  1. Was das Einfrieren der überschüssigen befruchteten Eizelle(n) betrifft, um den Erfolg des ersten Versuchs abzuwarten, damit sie bei einem Misserfolg erneut eingepflanzt werden kann:

Wenn diese gefrorenen befruchteten Eizellen („gefrorenen Embryonen“) mit Sicherheit von der Mutter stammten und nicht mit anderen vermischt würden, wäre ihre erneute Einpflanzung unter den beiden genannten Bedingungen erlaubt.

Jedoch machen die Berichte über die Vermischung gefrorener Embryonen das Einfrieren und die Rückgabe an die Mutter im Falle eines Misserfolgs unzulässig, und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Die Aufmerksamkeit gilt normalerweise der ersten befruchteten Eizelle, deren Befruchtung im Reagenzglas gelingt und die dann in die Gebärmutter eingepflanzt wird; sie wird sorgfältig überwacht.
  2. Die anderen überschüssigen befruchteten Eizellen, die eingefroren werden, werden nicht mit derselben Sorgfalt überwacht und erst beachtet, wenn der erste Versuch fehlschlägt. Wie erwähnt, zeigt sich der Misserfolg nicht sofort, sondern erst nach einiger Zeit. Während dieser Zeit befinden sich die überschüssigen Eizellen im Gefrierzustand.
  3. Es gibt Berichte über die Vermischung gefrorener Embryonen, was die Vermischung der Abstammung durch das Einfrieren von Embryonen zu einer realen Gefahr macht.
  4. Im Falle eines Erfolgs des ersten Versuchs müssten die restlichen gefrorenen Embryonen vernichtet werden. Dass diese Vernichtung tatsächlich stattfindet, bleibt jedoch ungewiss, während ihre Nicht-Vernichtung wahrscheinlich ist, insbesondere angesichts der Berichte über den Handel mit gefrorenen Embryonen.

Da die Scharia-Regel besagt „Das Mittel zum Haram ist haram“ und die überwiegende Wahrscheinlichkeit (ghalabat ad-dhann) in der Regel ausreicht, und da die Vermischung gefrorener Embryonen – ob aus Versehen oder absichtlich zu kommerziellen Zwecken – zur Vermischung der Abstammung führt, ist dies verboten. Der Islam hat die Bewahrung und den Schutz der Abstammung zur Pflicht gemacht. Ibn Majah überlieferte über Ibn Abbas, dass der Gesandte Allahs (s.a.w.) sagte:

من انتسب إلى غير أبيه، أو تولى غير مواليه، فعليه لعنة الله والملائكة والناس أجمعين

„Wer sich jemand anderem als seinem Vater zuschreibt oder sich anderen als seinen Schutzherren anschließt, auf dem liegt der Fluch Allahs, der Engel und aller Menschen.“ Und ad-Darimi überlieferte über Abu Hurairah, dass er den Gesandten Allahs (s.a.w.) sagen hörte, als der Vers über die Selbstverwünschung (mula'ana) herabgesandt wurde:

أَيَّمَا امْرَأَةٍ أَدْخَلَتْ عَلَى قَوْمٍ نَسَبًا لَيْسَ مِنْهُمْ فَلَيْسَتْ مِنَ اللَّهِ فِي شَيْءٍ، وَلَمْ يُدْخِلْهَا اللَّهُ جَنَّتَهُ

„Jede Frau, die einer Sippe eine Abstammung unterschiebt, die nicht zu ihnen gehört, hat mit Allah nichts mehr zu tun, und Allah wird sie nicht in Sein Paradies eintreten lassen.“

Demnach ist dieses Mittel, d. h. das Einfrieren überschüssiger Embryonen, verboten. Die befruchteten Eizellen, die über jene hinausgehen, die beim ersten Mal in die Gebärmutter zurückgeführt wurden, müssen sofort vernichtet werden, ohne sie vorsorglich für den Fall eines Misserfolgs einzufrieren. Sollte der erste Versuch fehlschlagen, muss die Ehefrau erneut behandelt werden, um eine neue befruchtete Eizelle zu gewinnen, wie es beim ersten Mal der Fall war. Die Belastung für die Frau ist kein Grund, Embryonen einzufrieren, was zur Vermischung der Abstammung und somit zum Verbotenen führt.

Man könnte einwenden, dass die Scharia-Regel die überwiegende Wahrscheinlichkeit einer Vermischung der Embryonen erfordert, während hier nur eine einfache Vermutung vorliegt, besonders wenn die behandelnde Stelle vertrauenswürdig ist und das Einfrieren sicher durchführt sowie die überschüssigen Embryonen nach Erfolg vernichtet. Warum also das Einfrieren verbieten, das der Frau die erneute Belastung erspart?

Die Antwort darauf: Es ist richtig, dass für die Regel die überwiegende Wahrscheinlichkeit erforderlich ist. Wenn die behandelnde Stelle absolut sicher wäre, läge diese Wahrscheinlichkeit nicht vor. Ja, wenn eine absolute Gewissheit bestünde, dass keine Vermischung stattfindet, wäre es erlaubt, unter der Bedingung, dass der Rest bei Erfolg vernichtet wird. Aber diese Angelegenheit ist äußerst sensibel, und die Berichte lassen die Gewissheit in zwei Phasen erschüttern:

Erstens: In dem Zeitraum, in dem der erste Versuch auf Erfolg und Schwangerschaft geprüft wird. In dieser Zeit stehen die überschüssigen gefrorenen Embryonen nicht im Fokus der Aufmerksamkeit, da man sich auf den Erfolg des ersten Versuchs konzentriert.

Zweitens: Bei Erfolg des ersten oder zweiten Versuchs müssen die restlichen Embryonen vernichtet werden. Diese Vernichtung entzieht sich jedoch meist der Kontrolle und Aufmerksamkeit der Eltern. Wenn die Frau schwanger ist, kümmert es weder sie noch ihren Ehemann, die überschüssigen Embryonen zu verfolgen. Sie begnügen sich vielleicht mit einer Frage und man sagt ihnen, sie seien vernichtet worden...

Wie kann da Gewissheit herrschen, während Nachrichten über den Handel mit gefrorenen Embryonen kursieren?!

Selbst wenn keine überwiegende Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Haram gemäß der genannten Regel vorläge, so ist es doch eine zweifelhafte Angelegenheit (riba). At-Tirmidhi überlieferte von al-Hasan bin Ali (r.a.), dass er sagte: Ich habe vom Gesandten Allahs (s.a.w.) behalten:

دَعْ مَا يَرِيبُكَ إِلَى مَا لَا يَرِيبُكَ

„Lass das, was in dir Zweifel weckt, zugunsten dessen, was in dir keine Zweifel weckt.“

Zusammenfassung:

Es ist erlaubt, die Eizelle der Frau mit dem Sperma ihres Ehemannes außerhalb der Gebärmutter in einem „Reagenzglas“ zu befruchten, um eine Schwangerschaft zu ermöglichen, solange dies auf natürlichem Wege nicht möglich ist.

Nachdem die befruchtete Eizelle entnommen und in die Gebärmutter eingesetzt wurde, müssen die anderen befruchteten Eizellen im Reagenzglas vernichtet werden.

Wenn der erste Versuch mit Allahs Erlaubnis gelingt, sollen die Eheleute Allah danken. Wenn er nicht gelingt, können sie es erneut versuchen und eine neue Befruchtung im Reagenzglas durchführen, ohne dass sie dazu übergehen, überschüssige befruchtete Eizellen vom ersten Versuch einzufrieren.

All dies ist erlaubt, sofern die Eizelle und der Samen von einem Ehepaar stammen, das durch einen gültigen islamischen Ehevertrag verbunden ist, und dies zu Lebzeiten des Ehemannes geschieht.

Zweitens: Die Bestimmung des Geschlechts des Neugeborenen:

Seit jeher haben Menschen versucht, das Geschlecht des Kindes zu wählen und das Unerwünschte mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu beseitigen.

  • In der Zeit der Unwissenheit (jahiliyyah) wollten sie Söhne, die sie bei Raubzügen unterstützten und die Abstammung bewahrten. So begingen sie den Mädchenmord (wa'd), d. h., sie begruben Mädchen lebendig:

وَإِذَا الْمَوْءُودَةُ سُئِلَتْ * بِأَيِّ ذَنْبٍ قُتِلَتْ

„Und wenn das lebendig begrabene Mädchen gefragt wird: Für welche Sünde wurde sie getötet?“ (Sure at-Takwir [81]:8-9)

  • Als andere Mittel verfügbar wurden, wie die Ultraschalluntersuchung, trieben sie den Fötus ab, wenn das Geschlecht unerwünscht war.

  • Später, als fortschrittliche Techniken zur Überwachung der Bedingungen in der Gebärmutter entwickelt wurden, stellte man fest, dass ein saures Milieu für weibliche Spermien und ein basisches (alkalisches) Milieu für männliche Spermien förderlicher ist. Also griffen sie zu Mitteln, um das basische Milieu in der Gebärmutter vor dem Geschlechtsverkehr durch eine alkalische Scheidenspülung zu fördern, in der Annahme, dies helfe den männlichen Spermien. Eine saure Spülung wurde durchgeführt, um die weiblichen Spermien zu begünstigen.

  • Dann begannen sie mit Forschungen über Diäten, die ein basisches oder saures Milieu im Körper der Frau fördern. Sie sahen, dass die Ernährung das Geschlecht des Fötus in zweierlei Hinsicht beeinflusst:

Erstens: Sie verändert den Säuregrad im Gebärmutterhals und in der Scheide. Kalium und Natrium machen das Milieu basisch, was die Chance auf einen Jungen erhöht. Magnesium und Kalzium machen es sauer, was die Chance auf ein Mädchen erhöht.

Zweitens: Sie verändert die Eizellwand, um die Empfänglichkeit der Eizelle für männliche oder weibliche Spermien zu erhöhen.

So empfahlen sie Ehepaaren, insbesondere der Frau, die einen Jungen wünscht, Nahrungsmittel zu essen, die das basische Milieu fördern, wie eine salzreiche Diät, viel Fleisch, Verzicht auf Milchprodukte, viele Gewürze, Obst und Medikamente, die Kalium enthalten. Um ein Mädchen zu bekommen, empfahlen sie Nahrungsmittel, die das saure Milieu fördern, wie Milchprodukte, wenig Salz, Verzicht auf Fleisch (besonders gesalzenes), Verzicht auf Obst und Gewürze sowie kalziumhaltige Medikamente.

  • Eine weitere Methode beruht auf der Beobachtung, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Jungen höher ist, wenn der Eisprung kurz vor oder während des Verkehrs stattfindet (die Eizelle also bereits da ist, wenn das Sperma kommt). Findet der Verkehr deutlich vor dem Eisprung statt, ist die Wahrscheinlichkeit für ein Mädchen höher. So wurde das Timing des Verkehrs und der Coitus interruptus (al-azl) an bestimmten Tagen als Mittel zur Geschlechtswahl eingesetzt.

Dies erfordert eine genaue Beobachtung des Eisprungs. Wer einen Jungen will, vermeidet den Verkehr vor dem Eisprung und vollzieht ihn genau zum Zeitpunkt des Eisprungs. Wer ein Mädchen will, vollzieht den Verkehr vor dem Eisprung und vermeidet ihn kurz danach.

Möglicherweise ist dies das, worauf die Sunna hindeutet. Der Gesandte Allahs (s.a.w.) sagte in einem von al-Buchari überlieferten Hadith:

وَأَمَّا الْوَلَدُ فَإِذَا سَبَقَ مَاءُ الرَّجُلِ مَاءَ الْمَرْأَةِ نَزَعَ الْوَلَدَ وَإِذَا سَبَقَ مَاءُ الْمَرْأَةِ مَاءَ الرَّجُلِ نَزَعَتْ الْوَلَدَ

„Was das Kind betrifft: Wenn das Wasser des Mannes dem Wasser der Frau zuvorkommt, ähnelt das Kind ihm (dem Vater), und wenn das Wasser der Frau dem Wasser des Mannes zuvorkommt, ähnelt es ihr (der Mutter).“

Dies wird verdeutlicht durch eine Überlieferung bei Muslim über Thauban, dem Diener des Gesandten Allahs (s.a.w.), in der ein jüdischer Gelehrter den Propheten fragte und dieser antwortete:

فإذا اجتمعا، "أي ماء الرجل وماء المرأة"، فَعَلَا مَنِيُّ الرَّجُلِ مَنِيَّ الْمَرْأَةِ أَذْكَرَا بِإِذْنِ اللَّهِ وَإِذَا عَلَا مَنِيُّ الْمَرْأَةِ مَنِيَّ الرَّجُلِ آنَثَا بِإِذْنِ اللَّهِ

„Wenn sie beide zusammenkommen (das Wasser des Mannes und das Wasser der Frau) und der Same des Mannes den der Frau übersteigt, wird es mit Allahs Erlaubnis ein Knabe. Wenn der Same der Frau den des Mannes übersteigt, wird es mit Allahs Erlaubnis ein Mädchen.“ Das Übersteigen bedeutet hier, dass das eine über das andere kommt, was nur möglich ist, wenn das andere bereits vorhanden ist. In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit für einen Jungen mit Allahs Erlaubnis größer, und umgekehrt für ein Mädchen.

  • Schließlich gelangten sie zu einer wissenschaftlichen Methode, die sie als technisch fortschrittlicher bezeichnen: die selektive Befruchtung. Dabei werden Spermien im Reagenzglas getrennt, um das weibliche X-Chromosom vom männlichen Y-Chromosom zu isolieren. Dies erfordert medizinisch-technische Eingriffe.

Wissenschaftler fanden heraus, dass Spermien Chromosomen vom Typ YX tragen (Y ist der männliche Teil, X der weibliche Teil) und die Eizelle Chromosomen vom Typ XX trägt. Wenn ein Y-Spermium die Eizelle befruchtet, entsteht ein YX-Embryo (männlich). Wenn ein X-Spermium befruchtet, entsteht ein XX-Embryo (weiblich). Daher trennen sie das Y-Spermium vom X-Spermium und befruchten die Eizelle im Reagenzglas gezielt mit dem gewünschten Teil.

Es gibt eine ähnliche Methode, bei der mehrere Eizellen im Reagenzglas befruchtet und dann untersucht werden. Ein XX-Embryo ist weiblich, ein XY-Embryo männlich. Je nach Wunsch wird dann der entsprechende Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt. Beide Methoden verfolgen denselben Zweck: Die eine prüft das Sperma vor der Befruchtung, die andere prüft die befruchteten Eizellen (Embryonen).

Dies sind die wesentlichen Versuche der Menschen zur Geschlechtswahl von der Antike bis heute.

Nach der Untersuchung der Realität (tahqiq al-manat) legen wir das islamrechtliche Urteil wie folgt dar:

A. Die Tötung eines ungeliebten Neugeborenen ist verboten (haram), da es vorsätzlicher Mord an einer Seele ist. Die Strafe im Jenseits ist das ewige Höllenfeuer:

وَمَنْ يَقْتُلْ مُؤْمِنًا مُتَعَمِّدًا فَجَزَاؤُهُ جَهَنَّمُ خَالِدًا فِيهَا وَغَضِبَ اللَّهُ عَلَيْهِ وَلَعَنَهُ وَأَعَدَّ لَهُ عَذَابًا عَظِيمًا

„Und wer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, dessen Lohn ist Gehenna, darin ewig zu weilen. Allah grollt ihm und verflucht ihn und bereitet ihm eine gewaltige Strafe.“ (Sure an-Nisa [4]:93) In der diesseitigen Welt steht darauf die Wiedervergeltung (qisas), d. h. die Todesstrafe, sofern die Hinterbliebenen nicht verzeihen oder Blutgeld (diya) akzeptieren.

B. Die Tötung des Fötus im Mutterleib, wenn die Eltern erfahren, dass er das „falsche“ Geschlecht hat, ist ebenfalls verboten und zieht eine Strafe nach sich. Al-Buchari und Muslim überlieferten über Abu Hurairah:

اقْتَتَلَتْ امْرَأَتَانِ مِنْ هُذَيْلٍ فَرَمَتْ إِحْدَاهُمَا الْأُخْرَى بِحَجَرٍ فقتلتها وَمَا فِي بَطْنِهَا فَاخْتَصَمُوا إِلَى رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَضَى رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَنَّ دِيَةَ جَنِينِهَا غُرَّةٌ عَبْدٌ أَوْ وَلِيدَةٌ...

„Zwei Frauen vom Stamm Hudhail gerieten in Streit. Die eine warf einen Stein nach der anderen und tötete sie und das, was in ihrem Leib war. Sie brachten den Fall vor den Gesandten Allahs (s.a.w.), und er entschied, dass das Blutgeld für den Fötus ein Sklave oder eine Sklavin (ghurra) sei...“

C. Der Coitus interruptus (al-azl), sei es durch zeitweilig unterlassenen Verkehr an bestimmten Tagen oder durch Samenerguss außerhalb an jenen Tagen, sowie die Ernährung mit bestimmten Lebensmitteln oder alkalische/saure Scheidenspülungen sind erlaubt (mubah).

Zum azl gibt es einen Hadith bei al-Buchari über Abu Sa'id al-Chudri:

... فَأَرَدْنَا أَنْ نَعْزِلَ وَقُلْنَا نَعْزِلُ وَرَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ بَيْنَ أَظْهُرِنَا قَبْلَ أَنْ نَسْأَلَهُ فَسَأَلْنَاهُ عَنْ ذَلِكَ فَقَالَ مَا عَلَيْكُمْ أَنْ لَا تَفْعَلُوا مَا مِنْ نَسَمَةٍ كَائِنَةٍ إِلَى يَوْمِ الْقِيَامَةِ إِلَّا وَهِيَ كَائِنَةٌ

„... wir wollten den azl praktizieren und fragten uns, ob wir das tun dürften, während der Gesandte Allahs (s.a.w.) unter uns weilte, bevor wir ihn fragten. Dann fragten wir ihn, und er sagte: ‚Es schadet euch nicht, wenn ihr es tut; denn es gibt keine Seele, die bis zum Jüngsten Tag entstehen soll, ohne dass sie entstehen wird.‘“ Muslim überlieferte Ähnliches.

Was die Ernährung und die Spülung betrifft, so fallen sie unter die allgemeinen Belege für Essen, Trinken und Waschen.

D. Das Trennen der männlichen von den weiblichen Spermien und die anschließende Befruchtung oder das Trennen männlicher von weiblichen Embryonen, um das gewünschte Geschlecht in die Gebärmutter einzupflanzen, ist nicht erlaubt. Denn diese Verfahren sind keine Heilbehandlung (tadawi), d. h., sie sind keine Therapie für eine Frau, die nicht schwanger werden kann. Mit anderen Worten: Es ist keine Behandlung für die Unfähigkeit, die Eizelle der Ehefrau mit dem Sperma des Mannes auf natürlichem Weg zu befruchten, wobei man zur Medizin greift, um die Befruchtung im Reagenzglas durchzuführen. Es ist vielmehr etwas anderes, das die Trennung der Geschlechtsanteile betrifft, und keine Therapie für Unfruchtbarkeit.

Da diese Verfahren zwangsläufig mit der Enthüllung der Scham (awrah) einhergehen – denn die Entnahme der Eizellen und das Einpflanzen erfordern dies – und die Enthüllung der Scham verboten ist, ist dies unzulässig. Dieses Verbot darf nur für eine medizinische Heilbehandlung aufgehoben werden. Da diese Verfahren jedoch keine Heilbehandlung für eine Krankheit sind, bleiben sie verboten.

Zum Schluss muss eine wichtige Tatsache erwähnt werden, die mit der Aqida verknüpft ist und von der der Islam eines Menschen abhängt: Diese Verfahren und Maßnahmen bedeuten keinesfalls, dass der Mensch schöpfen kann. Vielmehr beobachtet er Eigenschaften und Merkmale, die Allah (der Gepriesene) in den männlichen und weiblichen Besonderheiten und in der Art der Befruchtung angelegt hat. Er analysiert, was er sieht, und führt Experimente durch. Er nutzt bestimmte Nahrungsmittel, schafft bestimmte Milieus, trennt Spermienanteile und führt Befruchtungen durch... All dies bringt keine Schöpfung hervor, sondern bedarf der Macht des Schöpfers. Wenn Allah daraus ein lebendes Wesen bestimmt hat, so wird es sein. Wenn Er daraus ein totes Wesen bestimmt hat, so wird es sein. Und wenn Er daraus gar keine Schöpfung bestimmt hat, so wird sie nicht sein, ungeachtet aller Experimente.

Was Allah zu erschaffen bestimmt hat, das wird sein, und was Er nicht bestimmt hat, das wird nicht sein.

Dass Allah allein der Schöpfer ist und dass Er allein es ist, der Männliches und Weibliches erschafft, ist durch definitive Belege (adilla qat'iyya) bewiesen, darunter:

ذَلِكُمُ اللَّهُ رَبُّكُمْ لَا إِلَهَ إِلَّا هُوَ خَالِقُ كُلِّ شَيْءٍ فَاعْبُدُوهُ وَهُوَ عَلَى كُلِّ شَيْءٍ وَكِيلٌ

„Dies ist Allah, euer Herr; es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Schöpfer aller Dinge. So dient Ihm; und Er ist der Hüter über alle Dinge.“ (Sure al-An'am [6]:102)

إِنَّ رَبَّكَ هُوَ الْخَلَّاقُ الْعَلِيمُ

„Gewiss, dein Herr ist der Allschöpfer und Allwissende.“ (Sure al-Hijr [15]:86)

أَفَمَنْ يَخْلُقُ كَمَنْ لَا يَخْلُقُ أَفَلَا تَذَكَّرُونَ

„Ist denn derjenige, der erschafft, wie derjenige, der nicht erschafft? Bedenkt ihr denn nicht?“ (Sure an-Nahl [16]:17)

هَذَا خَلْقُ اللَّهِ فَأَرُونِي مَاذَا خَلَقَ الَّذِينَ مِنْ دُونِهِ بَلِ الظَّالِمُونَ فِي ضَلَالٍ مُبِينٍ

„Dies ist Allahs Schöpfung; zeigt mir nun, was andere außer Ihm erschaffen haben. Nein, vielmehr befinden sich die Ungerechten in deutlichem Irrtum.“ (Sure Luqman [31]:11)

يَا أَيُّهَا النَّاسُ ضُرِبَ مَثَلٌ فَاسْتَمِعُوا لَهُ إِنَّ الَّذِينَ تَدْعُونَ مِنْ دُونِ اللَّهِ لَنْ يَخْلُقُوا ذُبَابًا وَلَوِ اجْتَمَعُوا لَهُ وَإِنْ يَسْلُبْهُمُ الذُّبَابُ شَيْئًا لَا يَسْتَنْقِذُوهُ مِنْهُ ضَعُفَ الطَّالِبُ وَالْمَطْلُوبُ

„O ihr Menschen, ein Gleichnis ist geprägt worden, so hört darauf: Gewiss, diejenigen, die ihr anstatt Allahs anruft, werden niemals eine Fliege erschaffen, auch wenn sie sich dafür zusammenfänden. Und wenn die Fliege ihnen etwas raubte, könnten sie es ihr nicht entreißen. Schwach sind der Suchende und der Gesuchte.“ (Sure al-Hajj [22]:73)

يَا أَيُّهَا النَّاسُ إِنْ كُنْتُمْ فِي رَيْبٍ مِنَ الْبَعْثِ فَإِنَّا خَلَقْنَاكُمْ مِنْ تُرَابٍ * ثُمَّ مِنْ نُطْفَةٍ ثُمَّ مِنْ عَلَقَةٍ ثُمَّ مِنْ مُضْغَةٍ مُخَلَّقَةٍ وَغَيْرِ مُخَلَّقَةٍ لِنُبَيِّنَ لَكُمْ وَنُقِرُّ فِي الْأَرْحَامِ مَا نَشَاءُ إِلَى أَجَلٍ مُسَمًّى ثُمَّ نُخْرِجُكُمْ طِفْلًا ...

„O ihr Menschen, wenn ihr über die Auferweckung im Zweifel seid, so haben Wir euch doch aus Staub erschaffen, hierauf aus einem Samentropfen, hierauf aus einem Anhängsel, hierauf aus einem Klumpen Fleisch, gestaltet und ungestaltet, um (es) euch klarzumachen. Und Wir lassen in den Gebärmüttern ruhen, was Wir wollen, bis zu einer festgesetzten Frist. Hierauf lassen Wir euch als kleine Kinder herauskommen...“ (Sure al-Hajj [22]:5)

وَلَقَدْ خَلَقْنَا الْإِنْسَانَ مِنْ سُلَالَةٍ مِنْ طِينٍ * ثُمَّ جَعَلْنَاهُ نُطْفَةً فِي قَرَارٍ مَكِينٍ * ثُمَّ خَلَقْنَا النُّطْفَةَ عَلَقَةً فَخَلَقْنَا الْعَلَقَةَ مُضْغَةً فَخَلَقْنَا الْمُضْغَةَ عِظَامًا فَكَسَوْنَا الْعِظَامَ لَحْمًا ثُمَّ أَنْشَأْنَاهُ خَلْقًا آَخَرَ فَتَبَارَكَ اللَّهُ أَحْسَنُ الْخَالِقِينَ

„Und wahrlich, Wir haben den Menschen aus einem Auszug aus Lehm erschaffen. Hierauf machten Wir ihn zu einem Samentropfen in einem festen Aufenthaltsort. Hierauf machten Wir den Samentropfen zu einem Anhängsel, hierauf das Anhängsel zu einem Fleischklumpen, hierauf den Fleischklumpen zu Knochen, hierauf bekleideten Wir die Knochen mit Fleisch. Hierauf ließen Wir ihn als eine weitere Schöpfung entstehen. Segensreich ist Allah, der beste Schöpfer.“ (Sure al-Mu'minun [23]:12-14)

لِلَّهِ مُلْكُ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ يَخْلُقُ مَا يَشَاءُ يَهَبُ لِمَنْ يَشَاءُ إِنَاثًا وَيَهَبُ لِمَنْ يَشَاءُ الذُّكُورَ * أَوْ يُزَوِّجُهُمْ ذُكْرَانًا وَإِنَاثًا وَيَجْعَلُ مَنْ يَشَاءُ عَقِيمًا إِنَّهُ عَلِيمٌ قَدِيرٌ

„Allah gehört die Herrschaft über die Himmel und die Erde. Er erschafft, was Er will. Er schenkt, wem Er will, weibliche (Kinder), und Er schenkt, wem Er will, männliche (Kinder). Oder Er paart sie, männliche und weibliche. Und Er macht, wen Er will, unfruchtbar. Gewiss, Er ist Allwissend und Allmächtig.“ (Sure asch-Schura [42]:49-50)

يَا أَيُّهَا الْإِنْسَانُ مَا غَرَّكَ بِرَبِّكَ الْكَرِيمِ * الَّذِي خَلَقَكَ فَسَوَّاكَ فَعَدَلَكَ * فِي أَيِّ صُورَةٍ مَا شَاءَ رَكَّبَكَ

„O Mensch, was hat dich hinsichtlich deines edelmütigen Herrn getäuscht, Der dich erschaffen und hernach geformt und in eine rechte Gestalt gebracht hat? In jener Form, die Er wollte, hat Er dich zusammengefügt.“ (Sure al-Infitar [82]:6-8)

هُوَ الَّذِي يُصَوِّرُكُمْ فِي الْأَرْحَامِ كَيْفَ يَشَاءُ لَا إِلَهَ إِلَّا هُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ

„Er ist es, Der euch in den Gebärmüttern gestaltet, wie Er will. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Allmächtigen und Allweisen.“ (Sure Ali 'Imran [3]:6)

Daher muss man dies gut begreifen, damit der Muslim nicht abirrt oder in die Irre geht – davor bewahre uns Allah.

Allah hat die Wissenschaften in dieses Universum gelegt und dem Menschen gelehrt, was er nicht wusste. Er gab ihm die Eigenschaft des Verstandes, des Denkens und des Nachsinnens, damit die Gläubigen an Glauben zunehmen und die Ungläubigen in dieser Welt in Schande stürzen und im Jenseits eine schmerzliche Strafe erleiden.

Unser abschließendes Bittgebet lautet: Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten.

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