Beantwortung einer Frage
Die Realität der Spannungen zwischen den USA und dem Iran in der Region
Frage: Völlig überraschend kündigten die USA Gefahren für ihre Truppen und Interessen im Golf an, die vom Iran und ihm nahestehenden Gruppen ausgehen würden. Daraufhin erhöhten sie die Alarmbereitschaft und entsandten einen Flugzeugträger sowie Kriegsschiffe, ja sogar ein Lazarettschiff, was auf eine bevorstehende Konfrontation im Golf hindeutet. Dies fiel zeitlich mit der Beendigung der Ausnahmeregelungen für Länder zusammen, die iranisches Öl importieren, mit dem Ziel, die iranischen Ölexporte auf Null zu senken. Der Iran wiederum drohte mit der Sperrung der Straße von Hormus für Ölexporte der Golfstaaten. Die Spannungen beherrschen weiterhin die Lage in der Region! Steht die Region vor einem von den USA provozierten Krieg? Oder ist etwas anderes beabsichtigt? Möge Allah es Ihnen mit Gutem vergelten.
Antwort: Um das Bild zu verdeutlichen, betrachten wir die folgenden Punkte:
1- Ja, es gibt eine erhebliche Zunahme der Spannungen in der Region, darunter die erwähnte Entsendung von US-Flottenverbänden, einschließlich des Flugzeugträgers Abraham Lincoln, dem größten seiner Art mit 90 Kampfflugzeugen an Bord. Zudem entsandten die USA eine Staffel B-52-Bomber auf ihre Stützpunkte in der Golfregion, erhöhten die Alarmbereitschaft ihrer Truppen und evakuierten nicht unbedingt benötigtes Personal aus ihrer Botschaft in Bagdad. Auffällig ist, dass all dies schnell geschah und von Drohungen gegen den Iran begleitet wurde. („Die Vereinigten Staaten haben einen Flugzeugträger in den Nahen Osten entsandt, um dem Iran eine ‚klare und unmissverständliche Botschaft‘ zu übermitteln. Der nationale Sicherheitsberater John Bolton sagte, sein Land handle ‚als Reaktion auf eine Reihe von eskalierenden und beunruhigenden Indikatoren und Warnungen‘. Die Entsendung des Kriegsschiffs in den Golf erfolgt nach Berichten über einen möglichen Angriff auf US-Streitkräfte, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten US-Beamten berichtete... Bolton sagte in einer Erklärung, dass die ‚Vereinigten Staaten den Flugzeugträger (Abraham Lincoln) und eine Bomberstaffel in das Zentralkommando entsenden, um dem iranischen Regime eine klare Botschaft zu senden, dass jedem Angriff auf US-Interessen oder unsere Verbündeten mit unerbittlicher Härte begegnet wird‘.“ BBC, 06.05.2019). Tatsächlich passierte der Flugzeugträger am 09.05.2019 den Sueskanal und erreichte am 14.05.2019 das Arabische Meer. Medien berichteten, dass die USA („120.000 Soldaten in die Region schicken wollen, was US-Präsident Trump dementierte, obwohl der amtierende Verteidigungsminister Patrick Shanahan Trump den Plan vorgelegt hatte... RT 14.05.2019 unter Berufung auf die New York Times“). All dies geschah vor dem Hintergrund potenzieller iranischer Drohungen („Der Sender CNN meldete unter Berufung auf seine Quellen am 7. Mai, dass die US-Behörden Geheimdienstinformationen erhalten hätten, wonach der Iran beabsichtige, ballistische Kurzstreckenraketen auf seinen kleinen Schiffen im Golf zu stationieren.“ RT 14.05.2019).
2- Was die US-Spannungspolitik über bloße Erklärungen hinaus verschärfte, waren die Vorfälle mit vier Handelsschiffen nahe dem emiratischen Hafen von Fudschaira und der Angriff auf wichtige saudische Ölanlagen:
a- („Vier Handelsschiffe wurden nahe der Hoheitsgewässer der VAE Ziel von Sabotageakten, ohne dass es zu Opfern kam, wie das emiratische Außenministerium am Sonntag bestätigte. Diese Entwicklungen finden statt, während der Druck der USA auf den Iran zunimmt, dessen Präsident Hassan Rohani zuvor einräumte, dass sein Land tatsächlich vor einer schwierigen Lage stehe.“ Middle East Online, 12.05.2019).
b- („Die jemenitische Ansar-Allah-Gruppe gab am Dienstag bekannt, Angriffe mit Drohnen auf lebenswichtige saudische Einrichtungen durchgeführt zu haben... Der Sender Al-Masirah zitierte eine militärische Quelle, die bestätigte, dass ‚7 Drohnen Angriffe auf lebenswichtige saudische Einrichtungen durchgeführt haben‘. Die Quelle wies darauf hin, dass ‚diese umfassende Militäroperation eine Reaktion auf die Fortsetzung der Aggression und der Blockade gegen unser Volk ist‘, und fügte hinzu, dass ‚Ansar-Allah bereit ist, weitere qualitative und schmerzhafte Schläge auszuführen, falls die Aggression und die ungerechte Blockade anhalten‘.“ Sputnik, 14.05.2019). Durch diese beiden Vorfälle bekamen die US-Warnungen vor drohenden Gefahren im Golf ein starkes Gewicht, und die US-Eskalation unterschied sich von ähnlichen Fällen in der Vergangenheit.
3- Trotz all dieser Spannungen in der Golfregion, die darauf hindeuten, dass ein Krieg vor der Tür steht, vermitteln die Erklärungen beider Seiten – der USA und des Irans – ein anderes Bild, nämlich dass ein Krieg unwahrscheinlich ist! Zu diesen Erklärungen gehören:
- („Trump sagte am Donnerstag im Weißen Haus auf die Frage, ob die USA beabsichtigen, einen Krieg gegen den Iran zu führen: ‚Ich hoffe nicht‘.“ RT 16.05.2019).
- (Reuters, 16.05.2019: „Die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sagte am Donnerstag, dass die Trump-Regierung kein Mandat vom Kongress für einen Krieg gegen den Iran habe, inmitten der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten. Pelosi sagte vor Journalisten, dass die republikanische Regierung hochrangige Abgeordnete der sogenannten ‚Achtergruppe‘ in einer geschlossenen Sitzung über den Iran informieren werde.“).
- (Reuters, 16.05.2019: „Die New York Times berichtete am Donnerstag unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsbeamte, dass Präsident Donald Trump dem amtierenden Verteidigungsminister Patrick Shanahan mitgeteilt habe, dass er keinen Krieg mit dem Iran führen wolle. Die Zeitung schrieb, der Präsident habe diesen Kommentar am Mittwochmorgen gegenüber Shanahan geäußert.“).
- („Der iranische Revolutionsführer Ali Chamenei sagte, es werde keinen Krieg mit den Vereinigten Staaten geben. In Erklärungen, die in Staatsmedien und auf seinem Twitter-Account veröffentlicht wurden, sagte Ayatollah Ali Chamenei: ‚Wir streben keinen Krieg an, und sie tun es auch nicht‘.“ BBC 14.05.2019).
- („Der amtierende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan erklärte auf einer Pressekonferenz, dass das Ziel der US-Regierung bei der Verstärkung ihrer Militärpräsenz im Arabischen Golf darin bestehe, ‚den Iran abzuschrecken und nicht einen Krieg gegen ihn zu führen. Wir stehen nicht davor, in den Krieg zu ziehen‘.“ France 24, 22.05.2019).
Diese US-amerikanischen und iranischen Erklärungen deuten darauf hin, dass die Medienberichte über einen bevorstehenden großen Krieg zwischen den USA und dem Iran mit Skepsis zu betrachten sind. Am deutlichsten sind die Beruhigungen des iranischen Führers an sein Volk, dass weder der Iran noch die Amerikaner den Krieg anstreben. Das bedeutet, dass ein Krieg zur Zerstörung des Irans oder der US-Schiffe im Golf laut diesen Erklärungen unwahrscheinlich ist. Im äußersten Fall könnten begrenzte militärische Aktionen stattfinden, um für beide Seiten das Gesicht zu wahren. Die Erklärungen der US-Verantwortlichen wiederholen stetig, dass sie keinen Regimewechsel wollen... Der nationale Sicherheitsberater John Bolton sagte: („Unsere Politik zielt nicht darauf ab, das Regime im Iran zu ändern, sondern das Regime dazu zu bringen, sein Verhalten zu ändern.“ Ad-Dustour, 03.10.2018).
4- Was sind also die Gründe für diese Eskalation und Spannung in der Region? Bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass es drei Gründe gibt:
Erster Grund: Die globalen Ölmärkte. Die USA unterscheiden sich heute in der Ölfrage von der Situation vor einem Jahrzehnt, da die Technologie zur Schieferölgewinnung erfolgreich war und den Export ihres Öls ermöglichte, obwohl sie immer noch Öl importieren. Der chinesische Weg zur Verringerung des Handelsdefizits mit den USA bestand darin, die Importe von US-Öl zu erhöhen. Gleichzeitig importieren die USA weiterhin billiges Öl von den wohlfeilen Herrschern der Golfstaaten, insbesondere Saudi-Arabiens, dessen Ölgelder sich in den USA ansammeln, ohne dass es sie abheben kann, selbst im Bedarfsfall. So verschuldet sich das Land, während es seine Staatsfonds nicht anrührt, von denen nur die USA profitieren. Angesichts dieser Realität wird der US-Druck auf den Iran und der Stopp seiner Ölexporte den weltweiten Ölpreis in die Höhe treiben, wovon die USA profitieren, da ein höherer Ölpreis den Produktionskosten von Schieferöl entgegenkommt. Die Internationale Energieagentur spricht von einer Verschärfung der „Unsicherheit im Ausblick auf das Angebot“ und von der Fähigkeit der USA, den Rückgang der Exporte aus dem Iran und Venezuela auszugleichen („Die Internationale Energieagentur erklärte am Mittwoch, dass die Welt in diesem Jahr nur eine sehr geringe zusätzliche Menge Öl von der OPEC benötigen wird, da die Erholung der US-Produktion den Rückgang der Exporte aus dem Iran und Venezuela ausgleichen wird.“ Reuters 15.05.2019). Ebenso („teilte die US-Energieinformationsbehörde diese Woche mit, dass die US-Ölproduktion aus den sieben wichtigsten Schieferformationen im Juni auf ein neues Rekordniveau von 8,49 Millionen Barrel pro Tag steigen wird.“ Reuters 17.05.2019). Das heißt, die US-Ölfirmen pumpen mehr Öl aufgrund der Spannungspolitik im Golf, während die iranische Produktion durch Sanktionen zurückgedrängt wird.
Wichtiger noch: Die Ölpreise steigen durch die von den USA orchestrierte Spannung, die zur Sabotage von Öltankern und Anlagen führt („Die Öl-Futures stiegen am Mittwoch angesichts der Möglichkeit eskalierender Spannungen im Nahen Osten, die das weltweite Angebot beeinträchtigen könnten, was den unerwarteten Anstieg der US-Rohölvorräte überschattete. Die Brent-Futures stiegen um 53 Cent oder 0,7 Prozent auf 71,77 Dollar pro Barrel. Die US-Rohöl-Futures (WTI) schlossen bei 62,02 Dollar pro Barrel, ein Plus von 24 Cent oder 0,4 Prozent... Die Ölpreise erhielten Unterstützung, nachdem Saudi-Arabien am Dienstag mitgeteilt hatte, dass Sprengstoff-Drohnen zwei Öl-Pumpstationen getroffen hätten, zwei Tage nach Sabotageakten gegen Öltanker nahe den Vereinigten Arabischen Emiraten.“ Reuters 15.05.2019).
Damit wird klar, dass die USA durch ihre Spannungspolitik mit dem Iran von steigenden Ölpreisen profitieren und in der Lage sind, ihre Schieferölproduktion zu steigern. Je höher der Preis, desto mehr drängen US-Unternehmen auf die Förderung von Schieferöl, das in den USA in astronomischen Mengen vorhanden ist. Zweifellos betrachten die USA diese Spannungen als Vorteil für ihre Ölkonzerne, besonders angesichts der geschäftsorientierten Denkweise, die die Trump-Regierung dominiert.
Zweiter Grund: Die Unterzeichnung eines neuen Atomabkommens mit dem Iran, das den US-Unternehmen den Löwenanteil am iranischen Markt sichert.
Es ist für Beobachter offensichtlich, dass die USA ein offenes Spiel mit dem Iran spielen, um ein neues Atomabkommen zu unterzeichnen, das auch sein Raketenprogramm und seinen Einfluss in der Region umfasst. Bei dem Besuch des US-Außenministers im Irak berichtete eine Quelle, die mit den Details des Treffens vertraut war: („Was Pompeo Abdul-Mahdi tatsächlich sagte, war etwas ganz anderes. Der irakische Premierminister war überrascht über den Tonfall, den Pompeo anschlug. Pompeo bat Abdul-Mahdi, eine Botschaft nach Teheran zu übermitteln, wonach die Vereinigten Staaten nicht auf einen Krieg aus seien und Trump lediglich ein neues Atomabkommen wolle – ein Abkommen, das er sich selbst zuschreiben könne...“ Noon Post 15.05.2019 unter Berufung auf Middle East Eye). Der US-Präsident verbirgt dieses Ziel nicht („Der US-Präsident drückte seinen Wunsch aus, dass die iranische Führung ihn kontaktiere, um die eskalierende Krise zu lösen. Seine Regierung hinterlegte eine Telefonnummer bei den Schweizern, damit die Iraner ihn anrufen können, falls sie verhandeln wollen... Der Präsident fügte hinzu: ‚Was sie tun müssen, ist mich anzurufen und sich zusammenzusetzen, um einen Deal zu schließen, einen fairen Deal... Wir wollen dem Iran nicht schaden‘. Er fügte hinzu: ‚Ich möchte, dass sie stark und großartig sind und eine großartige Wirtschaft haben, aber sie müssen anrufen. Wenn sie es tun, sind wir bereit, mit ihnen zu verhandeln‘. Das Weiße Haus hinterließ eine Telefonnummer bei den Schweizern, die den Iran in seinen diplomatischen Beziehungen zu den USA vertreten, als Kontaktstelle für den Fall, dass Teheran mit Washington verhandeln möchte.“ CNN Arabic, 11.05.2019). Ebenso berichtete RT am 15.05.2019 über Trump: („Ich bin überzeugt, dass der Iran bald verhandeln will“). In diesem Zusammenhang enthüllte die den Reformern nahestehende iranische Website Entekhab am Dienstag die Ziele des Besuchs des omanischen Außenministers Yusuf bin Alawi in Teheran und berichtete am 21.05.2019: („Das Ziel dieses Besuchs ist die Vermittlung zwischen den USA und dem Iran sowie die Erörterung des Angriffs auf die US-Botschaft in Bagdad und anderer Entwicklungen in der Region...“). Die Website fügte hinzu, dass der omanische Minister bei seinem Überraschungsbesuch in Teheran eine Botschaft von US-Präsident Donald Trump überbrachte, ohne Details zu nennen.
Dritter Grund – und dies ist der wichtigste: Die Inszenierung eines US-arabischen Bündnisses gegen den Iran, unter Einbeziehung des Gebildes der Juden.
Die Betrachtung der US-Politikziele in der Region und der regionalen Positionen zeigt, dass der wichtigste Grund für die heutige US-Spannungspolitik darin liegt, dieses Bündnis aufzubauen und offiziell zu verkünden. Das heißt, der Konflikt in der Region soll weg von der Aggression des (israelischen) Besatzers des gesegneten Landes Palästina und der Pflicht, ihn zu bekämpfen, um Palästina in das Haus des Islam zurückzuführen, hin zu einem sektiererischen Konflikt mit dem Iran verschoben werden! Mit anderen Worten: die Integration des Gebildes der Juden in die Region... Dieses Ziel, das die USA und Großbritannien über Jahrzehnte nicht erreichen konnten, hoffen sie heute durch die verräterischen Herrscher zu verwirklichen, insbesondere am Golf, die sich zur Normalisierung mit dem Gebilde der Juden unter eben jenen US-Vorwänden wie der „Angst vor dem Iran“ drängen.
Dies zeigte sich deutlich in der Haltung des Gebildes der Juden: Angesichts der Spannungen im Golf sagte der Premierminister des Gebildes im Beisein des US-Botschafters Friedman: („Es gibt eine neue Blüte und Renaissance der Beziehungen zwischen uns und vielen unserer arabischen Nachbarn sowie vielen nicht-arabischen islamischen Staaten“. Netanjahu sagte: „Wir sind vereint im Wunsch, die iranische Aggression abzuwehren“. Er fügte hinzu: „Der Staat Israel und alle Länder der Region sowie alle Länder, die Frieden in der Welt wollen, müssen gemeinsam mit den Vereinigten Staaten gegen die iranische Aggression stehen“. Der israelische Premierminister betonte die Notwendigkeit, die Stärke Israels und „sein wichtiges Bündnis mit Amerika“ weiter zu festigen. RT 14.05.2019). Dass das Gebilde der Juden mit arabischen und vielleicht anderen (islamischen) Ländern an der Seite der USA steht, um die „iranische Aggression“ abzuwehren, verdeutlicht, dass es bei dem US-Spannungsplan um den Aufbau einer regionalen Allianz gegen den Iran unter US-Führung geht, an der das Gebilde der Juden teilnimmt. Die Spannungen, die feurigen Erklärungen und einige militärische Aktionen, wie sie in Fudschaira und bei Aramco stattfanden, sind eine Inszenierung für diese „regionale NATO“, und dieser Prozess hält an. Eine Vorstufe war das arabisch-amerikanische Treffen in Riad am Montag, den 06.04.2019, an dem Katar teilnahm, im Rahmen der Vorbereitungen für die „Middle East Strategic Alliance“ (MESA), medial bekannt als „Arabische NATO“. Die Agentur SPA berichtete: („Das Treffen fand statt unter hochrangiger Beteiligung Saudi-Arabiens, der USA, der VAE, Bahrains, Kuwaits, Omans, Katars und Jordaniens“. Es wurde erklärt, dass das Treffen „ein wichtiger Schritt im Rahmen der Schritte zur Gründung dieses Bündnisses ist, das darauf abzielt, Sicherheit und Stabilität in der Region und der Welt zu stärken“. RT 10.04.2019). Der Aufbau dieses Militärbündnisses läuft also auf Hochtouren. Die Freude des Gebildes der Juden über die Sicherheitskoordinierung mit arabischen und (islamischen) Ländern gegen den Iran bedeutet, dass es in diese US-Konsultationen mit jenen Herrschern eingebunden ist, jedoch ohne offizielle Ankündigung. Möglicherweise wird die Ankündigung verschoben, bis die USA ihren Friedensplan (Deal of the Century) bekannt geben, dessen wichtigster Punkt die Normalisierung der verräterischen Golf-Herrscher mit dem Gebilde der Juden ist.
Zusammenfassung:
1- Die Anspannung der Ereignisse und das Aufheizen der Stimmung sind kein Vorbote für einen umfassenden Krieg zwischen den USA und dem Iran. Vielmehr dienen sie höchstwahrscheinlich der Erreichung der drei oben genannten Ziele. Dies schließt jedoch nicht aus, dass es zu begrenzten, kurzen Schlägen kommen kann, um für beide Seiten das Gesicht zu wahren – als Ausweg aus der misslichen Lage, in die sie sich durch ihre hitzigen Bewegungen, Drohgebärden und Abschreckungsrhetorik manövriert haben!
2- Es ist schmerzlich, dass die USA ihre Ziele in ihren Erklärungen und Drohungen gar nicht verbergen, während die Herrscher in unseren Ländern, besonders in der Golfregion, die Arroganz und Vorherrschaft der USA rechtfertigen, als wären sie taub, stumm und blind und würden nichts verstehen. Damit verlieren sie ihr Diesseits und ihr Jenseits. Allah hat die Wahrheit gesprochen:
وَمَنْ كَانَ فِي هَذِهِ أَعْمَى فَهُوَ فِي الْآخِرَةِ أَعْمَى وَأَضَلُّ سَبِيلاً
„Und wer in diesem (Leben) blind ist, der wird (auch) im Jenseits blind sein und noch weiter vom Weg abirren.“ (Sure Al-Isra [17], Vers 72)
- Ramadan 1440 n. H.
24.05.2019 n. Chr.