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Fragen & Antworten

Antwort auf eine Frage: Was ist die Realität dessen, was derzeit um Aleppo und Syrien geschieht?

December 08, 2016
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Frage:

Die Türkei hat ihre Kontakte zu Russland bezüglich der syrischen Arena intensiviert, um die amerikanischen Verhandlungen über eine Beilegung wieder zu eröffnen. Die BBC berichtete am 02.12.2016: „Mevlüt Çavuşoğlu sagte, dass die Türkei sich mit Russland berät... um eine Lösung für die Syrien-Krise zu finden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erörterte die syrische Angelegenheit telefonisch mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin mindestens dreimal in der vergangenen Woche, während Çavuşoğlu den russischen Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag in der Türkei traf, um dasselbe Thema zu besprechen.“ Trotz all dessen setzt Russland seine brutalen Angriffe auf Aleppo fort und legte sogar am 05.12.2016 im Sicherheitsrat ein Veto gegen einen Gesetzentwurf ein, der die Einstellung der militärischen Handlungen in Aleppo für einige Tage vorsah. Was treibt die Türkei trotz der russischen Brutalität zu diesen Gesprächen? Und was ist die Realität dessen, was derzeit um Aleppo und Syrien geschieht? Möge Allah Sie mit Gutem belohnen.

Antwort:

Um die Antwort zu verdeutlichen, untersuchen wir folgende Punkte:

Erstens: Seit mehr als zwei Monaten erwecken die USA den Anschein, als würden sie die Situation gegenüber Russland verschärfen. Dies geschah vor dem Hintergrund heftiger europäischer Kritik an Russland aufgrund der extremen Brutalität seiner Luftangriffe auf Aleppo sowie der starken Ablehnung der amerikanischen Rolle im syrischen Landesinneren. Letztere erreichte ihren Höhepunkt, als kämpfende Fraktionen die Teilnahme an der türkischen Operation „Schild des Euphrat“ verweigerten, da sich amerikanische Spezialeinheiten unter ihnen befanden. Daraufhin erkannten die USA, dass eine noch gewaltsamere Militärkampagne zur Unterwerfung der Syrer und der Revolutionäre eine notwendige Bedingung ist, die der Rückkehr zu Verhandlungen vorausgehen muss, damit diese Aussicht auf Erfolg haben könnten. Seitdem haben die USA ihre Pläne in mehrere Richtungen gelenkt:

  1. Russland dazu zu drängen, die Entsendung noch tödlicherer Militäreinheiten zu beschleunigen. So traf am 01.11.2016 der einzige russische Flugzeugträger „Kusnezow“ mit seiner Kampfgruppe, insbesondere dem Raketenkreuzer, vor der syrischen Küste ein und begann sofort mit Aufklärungsmissionen über syrischen Zielen, insbesondere über Aleppo. Dies kommt zu den bereits vorhandenen russischen Flugzeugen und Ausrüstungen in Syrien, speziell auf dem Stützpunkt Hmeimim, hinzu.

  2. Die Heranziehung weiterer Truppen des Iran und seiner Anhänger, insbesondere in der Region Aleppo.

  3. Das „Einfrieren“ der meisten anderen Fronten in Syrien durch Saudi-Arabien, die Türkei und andere Staaten. Diese Länder nutzen ihren Einfluss, gestützt auf Dollarzahlungen, auf die kämpfenden syrischen Fraktionen aus. Dies führte zu einer alarmierenden Zunahme von Waffenruhen, „Versöhnungen“ und den Szenen von Bussen, die Revolutionäre und ihre Familien nach Idlib transportierten. All dies geschah, um dem Regime den Weg zu ebnen, Verstärkung von den beruhigten Fronten nach Aleppo zu schicken. Hinzu kommt das Bestreben dieser Länder, Zwietracht innerhalb von Aleppo selbst zu säen, was zu Zusammenstößen zwischen den belagerten Revolutionären führte – die Gott sei Dank eingedämmt werden konnten.

  4. Hinzu kommt die Fortsetzung von Erdoğans Kampagne „Schild des Euphrat“ und sein Versuch, weitere der Türkei loyale Fraktionen in die Schlacht um al-Bab nach Dscharabulus zu ziehen. All dies dient dazu, die eigentliche Front in Aleppo zu schwächen, auf die man setzte, um die erstickende Belagerung der Stadt zu durchbrechen und ihr zu Hilfe zu eilen. (Feldberichte gaben an, dass der Verlust von einem Drittel des Territoriums der bewaffneten syrischen Opposition im Osten Aleppos auf den Abzug einer großen Anzahl von Kämpfern von den Fronten in Aleppo zurückzuführen ist, um die türkischen Streitkräfte in ihren Kämpfen gegen den IS und kurdische Gruppen im Rahmen der Operation „Schild des Euphrat“ zu unterstützen. Der Direktor der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, erklärte gegenüber Sky News Arabia am Montag, dass „türkische Befehle an loyale Kämpfer innerhalb der Freien Syrischen Armee ergingen, sich den Truppen anzuschließen, die im Rahmen der Operation Schild des Euphrat gegen den IS kämpfen“. Ankara hatte die Operation vor einem Monat gegen den IS und die Kurden gestartet, da es deren Kontrolle über Grenzgebiete befürchtet. Abdel Rahman erklärte weiter, dass die türkische Intervention der entscheidende Faktor und ein wichtiger Grund für die Niederlage der Opposition sei, da ihr nahestehende Fraktionen der Freien Syrischen Armee für eigene Kämpfe abgezogen wurden, was dazu führte, dass die Fronten, die der syrischen Armee und ihren Verbündeten gegenüberstehen sollten, leer von Oppositionskämpfern waren.) (Sky News Arabia, 28.11.2016).

Zweitens: So entstand ein realer und massiver Druck auf die Revolutionäre von Aleppo, indem viele befreite Viertel zurückerobert wurden. Die Revolutionäre wurden auf engstem Raum zusammengedrängt, während die heftigen Bombardierungen und die Drohung mit dem Sturm auf die restlichen Viertel anhielten. Angesichts internationaler Rufe nach einem Waffenstillstand sahen die USA die Gelegenheit für gekommen, den politischen Pfad zur Lösung in Syrien wiederzubeleben – in einem neuen Klima, das Eile erfordert und keinen Aufschub duldet. Dies verdeutlichen folgende Fakten:

  1. Die USA sind sich bewusst, dass die Einnahme wichtiger Viertel im Osten Aleppos nicht das Ende der syrischen Revolution bedeutet. Die Liquidierung der Revolutionäre in allen Regionen Syriens ist ein unerreichbarer Traum. Sie erkennen, dass die langen Jahre der Revolution in Syrien ein gefährliches islamisches Klima geschaffen haben. Daher beeilen sie sich, dieses Klima zu zerschlagen, wobei Politik und Hinterzimmer-Deals wirksamer sind als die Militärmaschinerie, die den Widerstand nur weiter anheizt. Da die USA die Hoffnung aufgegeben haben, dass Töten und Zerstören allein das Volk in Syrien unterwerfen können, lauern sie seit Jahren auf Gelegenheiten für eine politische Lösung gemäß ihren Plänen.

  2. Die derzeitige Obama-Regierung wird das Weiße Haus am 20.01.2017 verlassen. Sie träumt immer noch davon, es mit einem Erfolg zu verlassen, der dieser Regierung zugerechnet werden kann. Daher erklärte Russland nach dem Einmarsch der syrischen Armee in Viertel von Aleppo, dass Außenminister Kerry fieberhaft einen Deal für Aleppo anstrebt. Russia Today berichtete am 28.11.2016: „Juri Uschakow, Berater des russischen Präsidenten, sagte am Montag, den 28. November: ‚Wenn Sie nach Kerrys Bemühungen fragen, so sind diese sehr intensiv.‘ Er fügte hinzu: ‚Wir können diese Bemühungen angesichts der beispiellosen Intensität der Telefonkontakte zwischen dem US-Außenminister und dem russischen Außenminister als außerordentlich bezeichnen, wobei der Fokus vor allem auf einem Thema liegt: Syrien‘.“

  3. Die Beauftragung der Türkei durch die USA und deren Vorbereitung auf eine prominente politische Rolle in ihrem Namen. Dies ging so weit, dass es den Anschein erweckte, das Duo Russland-Türkei trete an die Stelle des Duos Kerry-Lawrow. Dies erklärt die intensiven Kontakte der Türkei nach der Einnahme der Viertel im Osten Aleppos sowie die fieberhafte Zunahme der Treffen türkischer Beamter mit ihren russischen Amtskollegen und die Besuche türkischer Beamter im Libanon und im Iran. Diese türkischen Besuche und Treffen waren wie folgt auffällig und intensiv:

    a) „Der iranische Präsident Hassan Rohani erörterte heute, Samstag, den 26.11.2016, in Teheran mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu die Syrien-Krise und andere regionale Dossiers sowie die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtete, dass der türkische Außenminister seine Konsultationen in Teheran mit seinem iranischen Amtskollegen Mohammad Javad Zarif fortsetzen wird...“ (Al-Jazeera Net, 26.11.2016).

    b) Die Agentur Anadolu meldete ihrerseits: „Çavuşoğlu, der Außenminister der Türkei, besprach mit Riad Hidschab die Notwendigkeit eines sofortigen Waffenstillstands und der Lieferung humanitärer Hilfe nach Aleppo sowie die Bemühungen um eine politische Lösung des Konflikts im Land.“ (Al-Jazeera Net, 30.11.2016).

    c) Lawrows Besuch in der Türkei am 30.11.2016: „Der russische Außenminister Sergej Lawrow gab bekannt, dass die russisch-türkischen Vereinbarungen über Syrien auf militärischer, diplomatischer und politischer Ebene in der Umsetzung begriffen sind...“ (Russia Today, 01.12.2016). Lawrow fügte hinzu: „Russland und die Türkei werden die Gespräche fortsetzen, um so schnell wie möglich eine Lösung für die Syrien-Krise zu erreichen...“ (Al-Jazeera Net, 01.12.2016).

    d) Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte „die syrische Angelegenheit telefonisch mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin mindestens dreimal in der vergangenen Woche erörtert...“ (BBC, 02.12.2016).

    e) „Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu sagte auf einer Pressekonferenz in der türkischen Stadt Alanya an der Seite seines russischen Amtskollegen Sergej Lawrow: ‚Wir sind uns einig über die Notwendigkeit eines Waffenstillstands, um die Tragödie zu beenden‘.“ (BBC Arabic, 01.12.2016). Er sagte zudem, dass die Türkei sich mit Russland und dem Iran, den Verbündeten Assads, sowie mit Syrien und dem Libanon berät, um eine Lösung für die Syrien-Krise zu finden. (BBC, 02.12.2016).

    f) Sputnik zitierte Samir Naschar, Mitglied der Oppositionskoalition, am Donnerstag, den 1. Dezember: „Seit drei Tagen finden Treffen durch türkische Bemühungen statt, wobei große Geheimhaltung herrschte. Die Fraktionen, die zusammenkamen, sind jene, auf die die Türkei einen gewissen Einfluss ausüben kann. Diese Treffen führten jedoch zu keinen greifbaren Ergebnissen.“ (Russia Today, 01.12.2016). Die Zeitung Financial Times berichtete am Donnerstag, den 1. Dezember, dass eine Reihe von Führern der syrischen Opposition „geheime Gespräche mit russischen Beamten unter türkischer Schirmherrschaft führen, um die anhaltenden Kämpfe in der Stadt Aleppo zu beenden. Die Zeitung fügte hinzu, dass vier Mitglieder der Opposition im Norden Syriens ihr mitgeteilt hätten, dass die Türkei Gespräche mit russischen Beamten in der Hauptstadt Ankara vermittelt.“ (BBC Arabic, 01.12.2016). „Die Bewegung Ahrar al-Scham führt im Namen der ‚Islamischen Front‘ Verhandlungen mit russischen Beamten, um einen Waffenstillstand in Aleppo zu erreichen. Demnach sollen Kämpfer der Dschabhat Fath al-Scham über die Castello-Straße abziehen und Wege zur Evakuierung von Verwundeten und Kranken aus den östlichen Vierteln unter Aufsicht eines UN-Teams geöffnet werden. Quellen von Al-Modon deuten darauf hin, dass der Abzug von Fath al-Scham aus Aleppo nach einem türkischen Plan erfolgen wird, wonach Ankara später die Versorgung der belagerten Viertel übernehmen wird.“ (Al-Modon, 03.12.2016).

    g) Was die Zustimmung der USA zu diesen türkischen Bewegungen betrifft, so zeigte sich diese in der Begrüßung dieser Verhandlungen durch das US-Außenministerium. Mark Toner, der Sprecher des Ministeriums, sagte in einem Pressebriefing am Donnerstag, den 1. Dezember: „Wir haben Berichte gesehen, wonach Russland mit den syrischen Revolutionären verhandelt... Unsere Reaktion ist, dass wir bereit sind, alle ernsthaften Bemühungen zu begrüßen, die darauf abzielen, das Leid des syrischen Volkes zu lindern, insbesondere in Aleppo.“ (Russia Today, 01.12.2016). Die USA stehen hinter dem, was geschieht, zumal sie mit Russland über den Verlauf der Verhandlungen und die Beilegung übereinstimmen. Der russische Außenminister enthüllte am Samstag, den 3. Dezember, dass sein US-Amtskollege John Kerry ihm Vorschläge für eine Beilegung in Aleppo übergeben habe, die „mit den Positionen übereinstimmen, an denen Russland festhält“. (Russia Today, 03.12.2016). Lawrow sagte auf einer Pressekonferenz, dass Russland und die Vereinigten Staaten Gespräche über den Rückzug in Genf beginnen würden. Er erklärte, Kerry habe „Vorschläge bezüglich der Wege und des Zeitpunkts des Rückzugs gesandt“. (Dar al-Hayat, 05.12.2016). Er bestätigte, dass die russische Seite bereit war, die Konsultationen ab Montag, dem 5. Dezember, zu beginnen, Washington jedoch um eine kurze Verschiebung des Expertentreffens gebeten habe. Aus all dem wird deutlich, dass die jüngsten türkischen Bewegungen und ihre Intensität eine zu große Bedeutung haben, als dass die Türkei allein dahinterstehen könnte. Es ist gewiss, dass die USA die Türkei Schritt für Schritt dazu drängen... und sie sind es, die diese Verhandlungen mit Russland gemäß ihren Vorschlägen führen, während die Obama-Regierung die verbleibenden Tage sorgfältig zählt, in der Hoffnung, in den wenigen verbleibenden Wochen ihrer Amtszeit einen Erfolg erzielen zu können, und sei es nur in Aleppo allein.

Drittens: Was die Erfolgschancen der USA betrifft, die kämpfenden Fraktionen an den Verhandlungstisch zu bringen und den politischen Prozess in Syrien wiederzubeleben, so wird dies durch folgende Tatsachen bestimmt:

  1. Im Landesinneren Syriens wächst die Ablehnung friedlicher Lösungen. Die Syrer sind sich der Verschwörung der arabischen Staaten und der Türkei gegen sie, zusammen mit den USA und Russland, gewiss geworden. Es ist unmissverständlich klar geworden, dass diese Staaten gegen die syrische Revolution stehen. Dieser Druck aus dem Inneren zwingt die Fraktionen, ihren Kurs zu korrigieren, nachdem viele von ihnen durch externe Loyalitäten und schmutzige finanzielle Unterstützung korrumpiert wurden. Dies zeigte sich in den „Versöhnungen“, Waffenruhen, dem Einfrieren von Fronten und der Einhaltung der „roten Linien“ sowie der Anweisungen der Koordinationsräume „MOC“ und „MOM“. Die Volkserhebung in Syrien, die Druck auf die Fraktionen ausübt, ging der jüngsten Kampagne des Regimes und seiner Verbündeten auf den Osten Aleppos voraus. Jetzt ist diese Erhebung gewachsen; sie bezeichnet die nachgebenden Fraktionen als verräterisch und fordert, ihre Führer abzusetzen. Angesichts dieses grausamen militärischen Angriffs haben die Fraktionen innerhalb Aleppos die Initiative ergriffen, sich selbst aufzulösen und die „Aleppo-Armee“ (Dschaisch Halab) zu gründen, um eine geschlossene Kraft zu bilden. Dies ist ein guter Schritt, der hoffentlich dazu führt, sich angesichts der drohenden Gefahr von externen Loyalitäten loszusagen. Samir Naschar erklärte das Ausbleiben von Ergebnissen bei den Verhandlungen in der Türkei damit, dass die grundlegende Entscheidung bei den belagerten Gruppen in Aleppo liege: „Diese Treffen führten zu keinen greifbaren Ergebnissen, weil die Belagerten in der Stadt Aleppo nun unabhängig von ihren Führungen außerhalb der Stadt entscheiden.“ (Russia Today, 01.12.2016). Diese bewaffneten Gruppen im Inneren Aleppos schenkten den außerhalb stattfindenden verräterischen Verhandlungen und den brutalen Drohungen zur Kapitulation keine Beachtung. Ein Vertreter der Opposition sagte laut Reuters am Samstag, dass die Führer der Kämpfer den Osten Aleppos nicht den Regierungstruppen übergeben werden. (Al-Hurra, 03.12.2016).

  2. So ist das Volk, das erwachte und das Juwel der Revolution „Aleppo“ in höchster Gefahr vorfand, nicht zur Kapitulation oder zur Zustimmung zu politischen Lösungen übergegangen. Vielmehr drängt es mit noch größerer Wucht darauf, den Kurs der Fraktionen zu korrigieren, die den arabischen Staaten und der Türkei gegenüber loyal sind – jene Fraktionen, für die die finanzielle Unterstützung zu einer massiven Bremse wurde, die sie an der Fortführung der Revolution hindert. So trennt sich das Schlechte vom Guten. Das Schlechte beugte sich den Herren in der Türkei, Saudi-Arabien und anderswo und eilte zu dem politischen Prozess, der sich den USA und ihren Verbündeten unterwirft, und fiel in den Graben der Verschwörer gegen die Revolution. Das Gute jedoch blieb aufrichtig in seinem Entschluss und beugte sich niemandem außer Allah (t). Dieses Gute wird mit Allahs Erlaubnis dafür sorgen, dass die Verschwörung, welche die USA mit dem Iran, Russland, der Türkei und den arabischen Staaten zusammengezogen haben, zu Staub zerfällt.

Dieser brutale Angriff und die legendäre Standhaftigkeit des Widerstands in Aleppo haben nicht nur das lokale Schlechte entlarvt, sondern auch jedes regionale Schlechte, insbesondere das iranische, saudische und türkische. Der Iran beteiligt sich an den brutalen Mordtaten, die nur von den russischen Morden nach amerikanischen Plänen übertroffen werden. Saudi-Arabien trägt mit dem schmutzigen Geld bei, mit dem es einige Fraktionen füttert, um sie an den verräterischen Verhandlungen zu beteiligen. Die Türkei wiederum hat Täuschung als Waffe gewählt, um die amerikanischen Pläne umzusetzen. Sie erhob ihre Stimme und tönte, sie werde Aleppo nicht im Stich lassen, nur um sie dann vor den Augen der Welt preiszugeben. Nicht nur das: Sogar ihr in der Region Aleppo begrabenes Denkmal (das Grabmal von Suleiman Schah) schützte sie nicht und verlegte es von dort in ein fernes Gebiet! Dann steigerte sie ihre Rhetorik, sie werde kein „zweites Hama“ zulassen, doch es folgte ein zweites und ein drittes, ohne dass sie einen Finger rührte! Als sie angesichts dieser Positionen von Scham gepackt wurde, versuchte sie kürzlich, die Stimme erneut zu erheben. Erdoğan erklärte, dass mit dem „Schild des Euphrat“ der „Abgang Assads“ beabsichtigt sei. Am Dienstag, den 29. November, sagte er: „...und wir sind mit der Freien Syrischen Armee in Syrien einmarschiert... Warum sind wir einmarschiert? Wir sind einmarschiert, um der Herrschaft des Tyrannen Assad ein Ende zu setzen, der die Syrer mit Staatsterror terrorisiert. Unser Einmarsch geschah aus keinem anderen Grund.“ (Russia Today, 29.11.2016). Doch bevor der Widerhall seiner Stimme verhallte, ruderte er zurück, um Russland zu gefallen, das Aleppo Tag und Nacht bombardiert! Er sagte daraufhin beim Treffen der Dorfvorsteher, dass die Operation „Schild des Euphrat“ auf keine bestimmte Person oder ein Land abzielt, sondern auf Terrororganisationen. (TRT Arabisch, 01.12.2016). Russland war sich bewusst, dass Erdoğans Aussage über Assads Abgang bedeutungslos war, woraufhin Lawrow am 1. Dezember kommentierte: „Moskau verlässt sich im praktischen Bereich auf die Vereinbarungen, die zwischen den Präsidenten beider Länder getroffen wurden und die umgesetzt werden, und nicht auf einseitige Erklärungen, die oft abgegeben werden.“ (Russia Today, 01.12.2016). Heute, am 07.12.2016, erklärte Yildirim während seines Besuchs in Moskau in einem Interview mit der russischen Agentur Interfax klar, dass die Operation „Schild des Euphrat“ nicht mit den Ereignissen im Zentrum von Aleppo zusammenhängt und nichts mit einem Regimewechsel in Syrien zu tun hat. (Al-Khaleej Online, 07.12.2016).

Viertens: Somit koordinieren die USA in vollem Umfang mit Russland bei dessen brutalen Angriffen. Sie stehen hinter dem „Schild des Euphrat“, dessen Ziele unter anderem darin bestehen, Fraktionen von der Aleppo-Front abzuziehen und so diese Front zu schwächen. Sie stehen ebenso hinter der Schirmherrschaft für die Verhandlungen ihrer suspekten Fraktionen mit Russland sowie hinter den Truppenkonzentrationen des Iran und seiner Anhänger. Zudem stehen die USA hinter der Verweigerung wirksamer Waffen für die Opposition. Daran ändert auch nichts, was die Medien heute am 07.12.2016 verbreiteten, wonach das US-Repräsentantenhaus einen Gesetzentwurf verabschiedete, der es der Regierung des gewählten Präsidenten Donald Trump ermöglicht, Boden-Luft-Raketen zur Flugabwehr an Oppositionsfraktionen in Syrien zu senden. Die Washington Post berichtete jedoch, dass der Entwurf Einschränkungen für den Transfer dieser Waffen enthält. (Al-Arabiya, 07.12.2016). Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem Aleppo bereits fast vollständig zerstört ist. Die Umsetzung ist zweifelhaft, und selbst wenn sie erfolgt, wird es sich um „entwaffnete Waffen“ handeln! Sie dürfen nur mit Erlaubnis der Feinde des Islam und der Muslime eingesetzt werden. Kann man von Dornen Trauben erwarten?! Zudem wurde dieser Gesetzentwurf verabschiedet, um nicht jetzt, sondern in der Ära Trumps umgesetzt zu werden, der bereits vor seinem Amtsantritt angekündigt hat, der Opposition die Waffen zu verweigern! Es ist Täuschung über Täuschung und eine gewaltige Verleumdung...

Trotz alledem wird Aleppo, egal wie viel Zerstörung es trifft, wieder auferstehen. Das Land Scham im Allgemeinen und das stolze Aleppo im Besonderen werden ein vergifteter Dolch im Rachen der USA, Russlands und ihrer Anhänger bleiben. Sie werden ihre Ruhe stören und sie durch ihre eigenen Verbrechen vernichten. Sie werden sich nicht an einem vermeintlichen Sieg erfreuen können; denn ein Land erst nach seiner Zerstörung betreten zu können, ist ein eingebildeter Sieg... Einen Kämpfer erst nach seinem Märtyrertod bezwingen zu können, ist der Sieg eines Besiegten... Zerstörerische Raketen, Fassbomben und ganze Armeen gegen Hunderte oder wenige Tausende zusammenzuziehen und ihnen dennoch nur mit Bombern und Kriegsschiffen gegenübertreten zu können, ist der Sieg eines Feiglings, der vor der Begegnung mit wahren Männern zittert. Ein solcher Sieg ist zum Scheitern verurteilt...

Die USA, Russland, die Allianzen und ihre Anhänger wollen mit ihren brutalen Verbrechen die Geschichte ihrer Vorgänger – der Kreuzfahrer und der Mongolen – wiederholen, die ähnliche Gräuel im Irak und im Land Scham verübten. Doch diese haben nicht aus dem Schicksal jener gelernt. Die Muslime haben sie aus ihren Ländern vertrieben und sind neu auferstanden. Die Ehre des Islam und der Muslime kehrte zurück, ihr Kalifat wurde stark, sie eroberten die Stadt des Herakleios, die zur Stadt des Islam „Istanbul“ wurde, sie näherten sich Moskau und klopften an die Tore Wiens. Die Tage ändern sich, und wer wartet, dem ist das Morgen nah.

وَسَيَعْلَمُ الَّذِينَ ظَلَمُوا أَيَّ مُنْقَلَبٍ يَنْقَلِبُونَ

„Und diejenigen, die Unrecht tun, werden bald erfahren, zu was für einem Ort der Rückkehr sie zurückkehren werden.“ (Sure asch-Schu'ara' [26]:227)

Mittwoch, den 08. Rabi' al-Awwal 1438 n. H. 07.12.2016 n. Chr.

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