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Fragen & Antworten

Antwort auf eine Frage: Der Erneuerer des Zeitalters, der ehrenwerte Gelehrte Taqi al-Din al-Nabhani

May 17, 2023
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Antwortserie des ehrenwerten Gelehrten Ata Bin Khalil Abu al-Rashta, Emir von Hizb ut-Tahrir, auf die Fragen der Besucher seiner Facebook-Seite „Fiqhi“

Antwort auf eine Frage

An Mohammad Mohammad

Frage:

As-Salamu Alaikum Wa Rahmatullahi Wa Barakatuhu,

ich bitte Allah, dass Er durch deine Hände bald den Sieg gewährt; wahrlich, Er ist der Beschützer und dazu fähig. Meine Frage bezieht sich auf das Konzept der Erneuerung (Tajdid), das im Hadith des Gesandten Allahs ﷺ erwähnt wurde: „Wahrlich, Allah sendet dieser Ummah am Ende jedes Jahrhunderts jemanden, der ihr ihren Deen erneuert“, oder wie er ﷺ es ausdrückte. Wenn der Erneuerer dieses Zeitalters der ehrenwerte Gelehrte Taqi al-Din al-Nabhani ist, endete dann die Erneuerung mit seinem Tod (möge Allah ihm gnädig sein), oder besteht sie durch die Existenz der Partei, die seine Idee trägt, fort? Möge Allah dich segnen und dir den besten Lohn geben.

Antwort:

Wa Alaikum As-Salam Wa Rahmatullahi Wa Barakatuhu,

Erstens: Der Hadith, nach dem du fragst, ist jener, den Abu Dawud in seinen Sunan und andere von Abu Huraira über den Gesandten Allahs ﷺ überliefert haben:

إِنَّ اللَّهَ يَبْعَثُ لِهَذِهِ الْأُمَّةِ عَلَى رَأْسِ كُلِّ مِائَةِ سَنَةٍ مَنْ يُجَدِّدُ لَهَا دِينَهَا

„Wahrlich, Allah sendet dieser Ummah am Ende jedes Jahrhunderts jemanden, der ihr ihren Deen erneuert.“

Dieser Hadith muss im Rahmen der im Koran und in der Sunna festgelegten scharia-rechtlichen Konzepte verstanden werden. Hier ist einiges dazu:

  1. Mit der Offenbarung der Worte des Erhabenen:

الْيَوْمَ أَكْمَلْتُ لَكُمْ دِينَكُمْ وَأَتْمَمْتُ عَلَيْكُمْ نِعْمَتِي وَرَضِيتُ لَكُمُ الْإِسْلَامَ دِينًا

„Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und den Islam für euch als Religion gewählt.“ (Sure al-Ma'ida [5]:3)

Damit war der Deen vervollständigt, die Gnade vollendet und die Angelegenheit gefestigt. Kurz darauf endete die Offenbarung mit dem Tod des Propheten ﷺ. Daher ist der Deen in sich selbst, als Offenbarung von Allah, dem Gepriesenen, mit dem Abschluss der Offenbarung vollendet. Es gibt keinen Spielraum für Hinzufügung oder Weglassung. Er ist seit dem Zeitpunkt, als der Gesandte ﷺ die Verkündung abschloss, unverändert bestehend, bis Allah die Erde und alles, was auf ihr ist, erbt. Dies ist eine feste Tatsache im Bewusstsein der Muslime und gehört zu den unumstößlichen islamischen Wahrheiten.

  1. Daher kann mit dem Wortlaut des edlen Hadith „wer ihr ihren Deen erneuert“ nicht die Erneuerung des Deen selbst gemeint sein, indem man ihm etwas hinzufügt, etwas davon wegnimmt, das Allgemeine spezifiziert oder das Absolute einschränkt usw. Denn mit dem Ende der Offenbarung wurde die Tür für Ergänzungen, Aufhebungen (Naskh), Spezifizierungen oder Einschränkungen geschlossen. Scharia-rechtlich ist dies nur durch Offenbarung möglich, da der Deen in seiner Essenz die Offenbarung ist, also das, was dem Propheten ﷺ offenbart wurde. Da es unmöglich ist, dass die Erneuerung den Deen an sich betrifft, muss sich die Erneuerung auf andere Dinge beziehen.

  2. Der Islam ist ein Mabdā’ (eine Ideologie), das heißt eine Aqidah (Glaubensfundament), aus der ein System hervorgeht. Der Islam besteht aus einer Gesamtheit von Gedanken (Afkār) und Rechtsregeln (Ahkām), die alle aus dem Koran, der Sunna und dem, worauf beide verwiesen haben – dem Konsens der Prophetengefährten (Idschma’ as-Sahaba) und dem Analogieschluss (Qiyas) – abgeleitet sind. Da eine Erneuerung der islamischen Gedanken und Regeln an sich scharia-rechtlich nicht vorstellbar ist, muss die Erneuerung in einer Angelegenheit liegen, die mit ihnen zusammenhängt, also das Verständnis und die Anwendung betrifft. Bei genauer Betrachtung zeigt sich, dass es zwei grundlegende Aspekte gibt, die die islamischen Gedanken und Regeln betreffen: den Aspekt des Verständnisses und den Aspekt der Anwendung. Das bedeutet den menschlichen Faktor in Bezug auf den Islam. Die Muslime sind es, die den Islam verstehen und anwenden. Dabei können sich in ihr Verständnis und ihre Anwendung Trübungen, Verwechslungen, Mängel oder Fehlleistungen einschleichen. Das Verständnis einiger Muslime kann gestört sein, sodass sie dem Islam hinzufügen, was nicht zu ihm gehört, während sie glauben, es gehöre dazu, oder sie lassen etwas vom Islam weg, ohne es zu beachten, obwohl es zum Deen gehört.

  3. So können im Verständnis der Muslime vom Islam und in ihrer Anwendung Dinge auftreten, die nicht mit dem Islam im Einklang stehen, wie zum Beispiel: a) Etwas zum Islam zu erklären, was nicht dazu gehört, oder etwas vom Islam wegzulassen, obwohl es dazu gehört; darunter fallen die Bida’ (unzulässige Neuerungen). b) Trübung oder Unklarheit im Verständnis des Islam als Mabdā’ und Lebensordnung oder im Verständnis einiger seiner Gedanken und Regeln. c) Fehlerhafte Anwendung des Islam auf individueller, kollektiver oder staatlicher Ebene (durch den Herrscher) oder die Vermischung des Islam mit anderem in der Anwendung.

  4. Damit das Verständnis des Deen oder seine Anwendung wieder so wird, wie es gemäß der Offenbarung sein sollte – also damit das Verständnis der Muslime und ihre Anwendung wieder den islamischen Gedanken und Regeln entsprechen, ohne Trübung, Mangel, Hinzufügung oder Fehler –, setzt Allah der Erhabene am Ende jedes Jahrhunderts jemanden unter den Muslimen ein, der an der Erneuerung des Deen arbeitet. Dies bedeutet, den Deen wieder in den Zustand der Reinheit, Klarheit und korrekten Anwendung zu versetzen, wie er ursprünglich war, ungetrübt von Fehlern oder Vermischungen. Er führt das Verständnis oder die Anwendung des Deen in den ursprünglichen Zustand zur Zeit der Entsendung des Propheten ﷺ zurück. Er entfernt das, was sich fälschlicherweise an ihn geheftet hat, hebt hervor, was von seinen Gedanken und Regeln verborgen blieb, klärt auf, was im Verständnis getrübt war, und arbeitet an seiner vollständigen Anwendung, falls er zu den Regierenden gehört. Die Wahl des Wortes „erneuert“ (yujaddidu) zur Beschreibung dessen, was geschieht, ist bedeutungsvoll, da es nicht bedeutet, etwas völlig Neues zu bringen, sondern eine Sache wieder neu zu machen (tasyir ash-shay’ jadidan), also sie in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen. Sprachlexika erklären die Bedeutung von jaddada wie folgt: Al-Qamus al-Muhit: (جَدَّ يَجِدُّ، فهو جَدِيدٌ. وأَجَدَّهُ وجَدَّدَهُ واسْتَجَدَّهُ: صَيَّرَهُ جديداً فتَجَدَّدَ). As-Sihah fi al-Lugha: (وتجدَّدَ الشيء: صار جَديداً. وأَجَدَّهُ، واسْتَجَدَّهُ، وجَدَّدَهُ، أي صيَّره جديداً). Lisan al-Arab: (وأَجَدَّه وجَدَّده واسْتَجَدَّه أَي صَيَّرَهُ جديداً). Dieser Begriff (yujaddidu) im edlen Hadith gibt also präzise die korrekte Bedeutung wieder, nämlich den Islam in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuführen, und bedeutet keineswegs, den Deen zu ändern oder auszutauschen.

  5. Gelehrte haben über die im Hadith gemeinte Bedeutung der Erneuerung gesprochen. Ich zitiere einiges davon:

– In Awn al-Ma'bud heißt es:

[(مَنْ يُجَدِّد): Objekt von „sendet“ (لَهَا): d. h. dieser Ummah (دِينهَا): d. h. er erklärt die Sunna im Unterschied zur Bid'ah, mehrt das Wissen, unterstützt dessen Leute, bricht die Leute der Bid'ah und demütigt sie. Sie sagten: Er muss ein Gelehrter in den offenbaren und verborgenen Religionswissenschaften sein. Dies sagte al-Munawi in Fath al-Qadir, dem Kommentar zu al-Dschami' al-Saghir. Al-Alqami sagte in seinem Kommentar: Die Bedeutung der Erneuerung ist die Wiederbelebung dessen, was von der Arbeit nach Buch und Sunna in Vergessenheit geraten ist, und das Gebieten gemäß beiden...]

[Du hast aus dem Vorangegangenen erfahren, dass mit Erneuerung die Wiederbelebung dessen gemeint ist, was von der Arbeit nach Buch und Sunna in Vergessenheit geraten ist, das Gebieten gemäß beiden und das Abtöten dessen, was an Bida’ und Neuerungen erschienen ist. In Madschalis al-Abrar heißt es: Die Erneuerung des Deen für die Ummah bedeutet die Wiederbelebung dessen, was von der Arbeit nach Buch und Sunna in Vergessenheit geraten ist... Dieser Erneuerer wird nur durch die überwiegende Meinung (Ghalabat az-Zann) der Gelehrten seiner Zeit erkannt, aufgrund der Anzeichen seiner Umstände und des Nutzens seines Wissens. Denn der Erneuerer des Deen muss ein Gelehrter in den offenbaren und verborgenen Religionswissenschaften sein, die Sunna stützen, die Bid'ah unterdrücken, und sein Wissen muss die Leute seiner Zeit erreichen. Die Erneuerung findet am Ende jedes Jahrhunderts statt, weil dann meist die Gelehrten dahingeschieden sind, die Sunan in Vergessenheit geraten und Bida’ erscheinen... Dann bringt Allah jemanden aus der Schöpfung als Ersatz für die Vorfahren, entweder einen Einzelnen oder Mehrere. Ende. Al-Qari sagte in al-Mirqat: d. h. er erklärt die Sunna im Unterschied zur Bid'ah, mehrt das Wissen, stärkt dessen Leute, unterdrückt die Bid'ah und bricht ihre Anhänger. Ende.]

[Es wurde deutlich, dass der Erneuerer nur jemand sein kann, der ein Gelehrter der Religionswissenschaften ist und dessen Entschlossenheit und Bestreben Tag und Nacht darauf ausgerichtet sind, die Sunan wiederzubeleben, sie zu verbreiten, ihre Anhänger zu unterstützen und die Bida’ und Neuerungen abzutöten, sie auszulöschen und ihre Anhänger durch die Zunge, das Verfassen von Büchern, das Lehren oder anderes zu brechen. Wer nicht so ist, ist keinesfalls ein Erneuerer, selbst wenn er ein bekannter Gelehrter unter den Menschen ist, zu dem sie zurückkehren...]

– In Mishkat al-Masabih mit dem Kommentar Mir'at al-Mafatih heißt es:

[... (wer erneuert) Objekt von „sendet“ (ihr), d. h. dieser Ummah (ihren Deen). Gemeint ist mit der Erneuerung des Deen für die Ummah die Wiederbelebung dessen, was von der Arbeit nach Buch und Sunna in Vergessenheit geraten ist, das Gebieten gemäß beiden, das Abtöten von Bida’ und Neuerungen und das Brechen ihrer Anhänger durch die Zunge, das Verfassen von Büchern, das Lehren oder anderes. Dieser Erneuerer wird nur durch die überwiegende Meinung der Gelehrten seiner Zeit erkannt... denn der Erneuerer des Deen muss ein Gelehrter in den offenbaren und verborgenen Religionswissenschaften sein, die Sunna unterstützen und die Bid'ah unterdrücken...]

Zweitens: In Bezug auf die Erneuerer im Allgemeinen und den Erneuerer des 14. Jahrhunderts nach der Hidschra haben wir am 23. Juni 2013 eine Frage wie folgt beantwortet:

[Frage:

As-Salamu Alaikum Wa Rahmatullahi Wa Barakatuhu,

möge Allah dich segnen, o unser Scheich, und den Sieg durch deine Hände beschleunigen...

Zu den bekannten authentischen Hadithen gehört, was der ehrenwerte Gefährte Abu Huraira (r) vom Gesandten Allahs ﷺ überlieferte: „Wahrlich, Allah sendet dieser Ummah am Ende jedes Jahrhunderts jemanden, der ihr ihren Deen erneuert.“ Überliefert bei Abu Dawud (Nr. 4291).

Die Frage ist: Was ist die Bedeutung des Hadith? Bedeutet das Wort „wer“ (man) im Hadith, dass der Erneuerer eine Einzelperson oder eine Gruppe ist? Und kann man sie in den vergangenen Jahrhunderten eingrenzen?

Antwort:

Wa Alaikum As-Salam Wa Rahmatullahi Wa Barakatuhu,

Ja, der Hadith ist authentisch (sahih), und er enthält fünf Fragestellungen:

  1. Ab welchem Datum beginnen die hundert Jahre?
  2. Bedeutet „Ende (Ra’s) jedes Jahrhunderts“ den Anfang, die Mitte oder das Ende?
  3. Bedeutet das Wort „wer“ (man) eine Person oder eine Gruppe?
  4. Gibt es Überlieferungen über die Aufzählung der Erneuerer in den vergangenen Jahrhunderten?
  5. Können wir wissen, wer der Erneuerer im 14. Jahrhundert war, das am 30. Dhu al-Hidschdscha 1399 n. H. endete?

Ich werde versuchen, das für mich Überwiegende in diesen Fragen zu nennen:

  1. Ab welchem Datum beginnen die hundert Jahre? Al-Munawi sagte: „Es gibt Uneinigkeit über den Beginn des Jahrhunderts, ob man es ab der Geburt des Propheten, der Entsendung, der Hidschra oder dem Tod zählt...“ Das für mich Überwiegende ist, dass es ab der Hidschra zählt. Sie ist das Ereignis, durch das der Islam und die Muslime mit der Gründung seines Staates zu Macht gelangten. Deshalb wählten die Sahaba unter Umar die Hidschra als Beginn der Zeitrechnung. Daher bevorzuge ich es, die Jahrhunderte nach der Hidschra-Zeitrechnung zu zählen.

  2. Was das „Ende des Jahrhunderts“ (Ra’s al-Mi’ah) betrifft, so ist das Überwiegende, dass damit das Ende gemeint ist. Das heißt, der Erneuerer ist gegen Ende des Jahrhunderts ein bekannter, gottesfürchtiger und reiner Gelehrter, und sein Tod tritt gegen Ende ein. Die Gründe dafür sind: a) Es ist durch authentische Berichte belegt, dass sie Umar bin Abdul Aziz am Ende des ersten Jahrhunderts zählten; er starb im Jahr 101 n. H. im Alter von vierzig Jahren. Und sie zählten asch-Schafi'i am Ende des zweiten Jahrhunderts; er starb 204 n. H. im Alter von vierundfünfzig Jahren. Würde man „Ende jedes Jahrhunderts“ als den Anfang interpretieren, wäre Umar bin Abdul Aziz nicht der Erneuerer des ersten Jahrhunderts (geboren 61 n. H.) und asch-Schafi'i nicht der Erneuerer des zweiten (geboren 150 n. H.). b) Der Beweis dafür, dass Umar bin Abdul Aziz der Erneuerer des ersten und asch-Schafi'i der des zweiten Jahrhunderts ist, ist ihre Berühmtheit unter den Gelehrten der Ummah. Imam Ahmad bin Hanbel sagte: „Allah setzt am Ende jedes Jahrhunderts jemanden ein, der die Menschen ihren Deen lehrt. Umar bin Abdul Aziz war am Ende des ersten, und ich hoffe, dass asch-Schafi'i am Ende des zweiten ist.“ c) Man könnte sagen, dass „Ra’s“ (Kopf/Spitze) einer Sache in der Sprache den Anfang bedeutet. Wie können wir also behaupten, dass es das Ende ist? Die Antwort ist, dass „Ra’s“ in der Sprache sowohl den Anfang als auch das Ende bedeuten kann. Im Tadsch al-Arus heißt es: „Ra’s einer Sache ist ihr Rand (Taraf), und es wurde gesagt: ihr Ende.“ Basierend darauf bevorzuge ich die Meinung, dass „am Ende jedes Jahrhunderts“ (Ra’s kulli mi’ati sana) im Hadith die Endphase jedes Jahrhunderts meint.

  3. Ob „wer“ (man) eine Person oder eine Gruppe bedeutet: Im Hadith heißt es „wer ihr ihren Deen erneuert“. Das Verb steht im Singular (yujaddidu). Obwohl „man“ auch eine Pluralbedeutung haben kann, bevorzuge ich hier die Bedeutung als Einzelperson aufgrund des Singularverbs. Es gibt jedoch Gelehrte, die es als Gruppe interpretieren, was jedoch die schwächere Meinung ist. Das für mich Überwiegende ist, dass „man“ auf eine Einzelperson hindeutet, also einen gottesfürchtigen, reinen Gelehrten.

  1. Was die Aufzählung der Namen der Erneuerer betrifft, so gibt es dazu Berichte, der bekannteste ist das Lehrgedicht (Urdjuza) von as-Suyuṭī, in dem er bis zum neunten Jahrhundert aufzählt: „Am Ende des ersten war Umar, der Kalif der Gerechtigkeit... Asch-Schafi'i war beim zweiten... Der fünfte war der Gelehrte al-Ghazali... Der siebte... Ibn Daqiq al-Id... Dies ist das neunte Jahrhundert... und ich hoffe, dass ich der Erneuerer darin bin...“

  2. Können wir wissen, wer der Erneuerer im 14. Jahrhundert (bis 1399 n. H.) war? Mir fiel auf, was bei angesehenen Gelehrten bekannt ist, dass das „Ende des Jahres“ seine Endphase ist. Umar bin Abdul Aziz starb 101 n. H. am Ende des ersten, asch-Schafi'i starb 204 n. H. am Ende des zweiten... Jeder von ihnen wurde während des Jahrhunderts geboren, wurde gegen dessen Ende berühmt und starb gegen dessen Ende. Basierend darauf halte ich es für überwiegend wahrscheinlich, dass der Gelehrte Scheich Taqi al-Din al-Nabhani (möge Allah ihm gnädig sein) der Erneuerer am Ende des 14. Jahrhunderts ist. Er wurde 1332 n. H. geboren und wurde gegen Ende dieses 14. Jahrhunderts berühmt, besonders als er Hizb ut-Tahrir im Dschumada al-Thani des Jahres 1372 n. H. gründete. Er starb gegen Ende des Jahrhunderts im Jahr 1398 n. H. Sein Ruf an die Muslime zur lebenswichtigen Angelegenheit (al-Qadiyyah al-Masiriyyah) – der Wiederaufnahme der islamischen Lebensweise durch die Errichtung des rechtgeleiteten Kalifats (al-Khilafah ar-Rashida) – hatte eine enorme Wirkung auf ihr Leben und ihr Bemühen, sodass das Kalifat heute zu einer allgemeinen Forderung der Muslime geworden ist. Möge Allah Abu Ibrahim gnädig sein und seinen Bruder Abu Yusuf nach ihm, und möge Er sie mit den Propheten, den Wahrhaftigen, den Märtyrern und den Rechtschaffenen versammeln.

Dies ist das, was ich bevorzuge, o mein Bruder Abu Mu’min, und Allah weiß es am besten.] Ende der vorangegangenen Antwort.

Drittens: Was nun deine Frage betrifft: „Wenn der Erneuerer dieses Zeitalters der ehrenwerte Gelehrte Taqi al-Din al-Nabhani ist, endete dann die Erneuerung mit seinem Tod oder besteht sie durch die Existenz der Partei fort?“, so lautet die Antwort darauf: Der Prozess der Erneuerung gemäß unserer obigen Erläuterung wird von einer Einzelperson (einem gottesfürchtigen, reinen Gelehrten) durchgeführt. Mit seinem Tod endet das Thema der Erneuerung als Akt, aber das bedeutet nicht das Ende der Wirkung der Erneuerung. Vielmehr bleibt die Wirkung der Erneuerung für die Muslime und die kommenden Generationen bestehen, bis im Laufe der Zeit erneut ein Mangel im Verständnis oder in der Anwendung auftritt. Dann sendet Allah, der Gepriesene, am Ende des darauffolgenden Jahrhunderts erneut jemanden, der der Ummah ihren Deen erneuert. Gemäß dem Hadith sendet Allah am Ende jedes Jahrhunderts einen Erneuerer, also am Ende des 15. Jahrhunderts in der oben erläuterten Weise, so Allah will. Allah weiß am besten, wer das sein wird.

Dies ist das, was ich in dieser Angelegenheit für überwiegend halte, und Allah ist Allwissend und Allweise.

Euer Bruder Ata Bin Khalil Abu al-Rashta

  1. Schawwal 1444 n. H. 16.05.2023 n. Chr.

Link zur Antwort auf der Facebook-Seite des Emirs: https://www.facebook.com/HT.AtaabuAlrashtah/posts/796832885337416

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