Antwort auf eine Frage
Frage:
Auf der Webseite von Russia Today wurde am 26.05.2017 unter Berufung auf Reuters berichtet, dass der US-Senat über die Ablehnung des von Trump mit Saudi-Arabien abgeschlossenen Geschäfts im Wert von 460 Milliarden Dollar abstimmen wolle: („Mitglieder des US-Senats haben einen Vorschlag zur Ablehnung des Rüstungsgeschäfts vorgelegt, das Präsident Donald Trump mit Saudi-Arabien abgeschlossen hat, um den Senat zu einer Abstimmung darüber zu zwingen...“) (Russia Today, 26.05.2017, unter Berufung auf Reuters). Wie ist das zu verstehen, wenn man bedenkt, dass Amerika von einem solchen Geschäft nicht einmal zu träumen wagte, zumal die US-Wirtschaft in einer Krise steckt? Was ist der Grund für die Ablehnung durch den Kongress? Im Übrigen hatte Trumps Besuch in Saudi-Arabien ein breites Echo; er traf sich mit den Golfstaaten und einer Vielzahl von Staatschefs und reiste anschließend in das besetzte Palästina. Bedeutet dies, dass er ein politisches Projekt in Bezug auf die Palästina-Frage verfolgt? Möge Allah euch segnen.
Antwort:
Der Vorschlag des Kongresses ist als politisches Geplänkel (Munakafah) zu werten und wird höchstwahrscheinlich keinen Einfluss auf das Geschäft haben; vielmehr könnte er es sogar noch verbessern! Das Geschäft belebt die US-Wirtschaft durch die Aktivierung von Fabriken und schafft weitreichende Arbeitsplätze – ein Ziel, das alle US-Parteien anstreben. Um das Bild hinsichtlich der Ablehnung oder des Versuchs der Ablehnung durch den Kongress zu verdeutlichen, betrachten wir die folgenden Punkte:
Der US-Präsident Trump traf am 20.05.2017 in Riad, der Hauptstadt der Saud-Sippe, unter großem medialen Rummel in den USA selbst und in den arabischsprachigen Kanälen ein. Diese beschrieben den Besuch als versöhnlich gegenüber der islamischen Welt und betonten, dass seine Treffen mit den Saudis von einer Herzlichkeit geprägt waren, die sein Vorgänger Barack Obama vermissen ließ. Er überhäufte Saudi-Arabien, seinen König und seine Führer mit Lobesworten und Bewunderung, wie man sie von keinem früheren US-Präsidenten gehört hatte. Er begann seinen Besuch mit einem Gipfeltreffen mit dem saudischen König Salman, gefolgt von einem weiteren Gipfel am nächsten Tag, dem 21.05.2017, mit den Königen und Emiren der sechs Golfstaaten. Am selben Tag hielt er ein Gipfeltreffen mit den Führern von 55 islamischen Ländern ab, das eher einem Vortrag Trumps vor ihnen glich. Zudem gab es bilaterale Treffen zwischen ihm und einigen Führern dieser Länder. Es wurde vereinbart, ein globales Zentrum zur Bekämpfung „extremistischen“ Gedankenguts mit Sitz in Riad zu gründen, im Rahmen der engen Partnerschaft zwischen diesen Ländern und den USA zur Bekämpfung von „Extremismus und Terrorismus“, wie es in der Abschlusserklärung des Gipfels, der „Erklärung von Riad“, heißt. Somit gibt Saudi-Arabien Geld aus, um das zu bekämpfen, was der Westen „Terrorismus“ nennt und was Trump heute als „radikalen islamischen Terrorismus“ bezeichnet. Die „Erklärung von Riad“ enthielt auch die Absichtserklärung zur Gründung der „Strategischen Nahost-Allianz in Riad“. In der Erklärung hieß es, dass „eine Reihe von Ländern daran teilnehmen wird, um zur Verwirklichung von Frieden und Sicherheit in der Region und der Welt beizutragen“, und dass „die Gründung und Beteiligung im Jahr 2018 abgeschlossen sein wird“.
Trotz dieser Treffen und der Bedeutung dieses Zentrums und dieser Allianz war der ausschlaggebende Punkt für Trump das Wirtschaftsgeschäft mit Saudi-Arabien. Dies liegt daran, dass die US-Wirtschaft nach einer Reihe von Krisen und Schocks auf dem Prüfstand steht, obwohl sie weiterhin die weltweit führende Wirtschaft ist. Die Bewältigung der astronomischen Verschuldung und die Förderung des Wirtschaftswachstums sind für Amerika von existenzieller Bedeutung, insbesondere angesichts des stetigen Aufstiegs der chinesischen Wirtschaft. Daher stehen Wirtschaftsfragen ganz oben auf der Prioritätenliste der US-Präsidenten und sind ein immer stärkerer Antrieb in ihrer Außenwirtschaftspolitik. Trump gewann die Präsidentschaftswahlen Ende 2016 mit Slogans, die fast ausschließlich ökonomisch waren: Arbeitsplätze für Amerikaner schaffen, die US-Wirtschaft wiederbeleben, indem US-Unternehmen zur Rückkehr nach Amerika bewegt werden, und die Länder der Welt dazu zu bringen, „Tribute“ (Atawat) für den US-Schutz zu zahlen. Was die Republikanische Partei dazu bewog, seine Nominierung zu akzeptieren, war seine Erfahrung als Kapitalist in profitablen Geschäften; er ist ein Mann der Geschäftsabschlüsse. Als er begann, diese Politik umzusetzen, forderte er von Deutschland während Merkels Besuch in Washington am 17.03.2017 Milliardenzahlungen – sogar rückwirkend – anstelle des US-Schutzes für Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Von Südkorea forderte er am 28.04.2017 eine Milliarde Dollar für die Stationierung der US-Raketenabwehrsysteme THAAD, die die US-Armee nach den nordkoreanischen Raketentests und den daraus resultierenden Spannungen dort aufgestellt hatte. Deutschland lehnte es kategorisch ab, Amerika finanziell für die US-Militärpräsenz verpflichtet zu sein, ebenso wie Südkorea die Kosten für das US-System THAAD ablehnte. Dieser US-Trend, internationale „Schutzgelder“ einzutreiben, ist in vielen Teilen der Welt gescheitert, war jedoch in Saudi-Arabien und den Golfstaaten ein glänzender Erfolg, was sich in den astronomischen Geschäften widerspiegelte, die Trump mit Saudi-Arabien unterzeichnete.
Das bedeutet, dass der Erfolg der US-Politik in Richtung „Schutzgelder“ in Saudi-Arabien begann. Amerika schloss Rüstungsgeschäfte ab, die die größten in der Geschichte sind. Al Jazeera Net Mubasher berichtete am 20.05.2017: „Der saudische König Salman bin Abdulaziz und der US-Präsident Donald Trump unterzeichneten am Samstag in der saudischen Hauptstadt Riad eine Reihe von Kooperationsabkommen. Das Weiße Haus gab die Unterzeichnung von Militärkooperationsabkommen mit Riad im Wert von 460 Milliarden Dollar bekannt. Der saudische Handelsminister Majid al-Qasabi erklärte, sein Land habe 23 der größten US-Unternehmen Investitionslizenzen in Saudi-Arabien erteilt. Die Korrespondentin von Al Jazeera in Riad berichtete, dass Saudi-Arabien und die Vereinigten Staaten Verteidigungsabkommen im Wert von 460 Milliarden Dollar unterzeichnet haben, wovon 110 Milliarden Dollar auf frühere Militärgeschäfte entfallen, bei denen Washington Waffen sofort an die saudische Seite liefern wird, zusätzlich zu Verteidigungskooperationsabkommen im Wert von 350 Milliarden Dollar über zehn Jahre.“
Die schiere Größe dieser Geschäfte ließ die wichtigsten US-Börsenindizes – Dow Jones, Standard & Poor’s und Nasdaq – deutlich steigen, angesichts der utopischen Summen, die Saudi-Arabien der US-Wirtschaft zur Verfügung stellt und die Arbeitsplätze für Amerikaner sichern, wie Trump es im Wahlkampf versprochen hatte. Wenn man diese Geschäfte betrachtet, stellt man fest, dass Saudi-Arabien über zehn Jahre hinweg jedes Jahr einen großen Teil der Staatseinnahmen in die US-Waffenfabriken pumpt. (Die tatsächlichen Einnahmen Saudi-Arabiens beliefen sich 2016 auf 528 Milliarden Rial – etwa 140 Milliarden Dollar) (Al Arabiya Net, 22.12.2016). Damit hat die Trump-Administration ihre finanzielle Goldgrube bei der Saud-Sippe gefunden!
Was den Vorschlag des Kongresses betrifft, so handelt es sich dabei um politisches Geplänkel, das das Geschäft höchstwahrscheinlich nicht beeinflussen wird, es vielleicht sogar verbessert. Das Geschäft belebt die US-Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze, was alle Parteien anstreben. Aber wie gesagt, es ist politische Schikane; Trump beabsichtigte, seine zahlreichen Skandale im Zusammenhang mit seinen Kontakten zu Russland und die gegen seinen Schwiegersohn und Vertrauten erhobenen Klagen durch einen großen wirtschaftlichen Erfolg wie diese Geschäfte und durch einen großen politischen Akt wie die Versammlung dieser Herrscher zu überdecken. Und genau so kam es! Die breite Medienberichterstattung in Amerika über Trumps Besuch, seine Treffen und die großen Waffendeals sowie die Bilder der muslimischen Präsidenten und Könige, die herbeigeeilt waren, um Trumps Rede zu hören und Amerika den Gehorsam zu schwören, all das entlastet Präsident Trump und seine Regierung – wenn auch nur vorübergehend – von den Auswirkungen dieser Skandale. Er erscheint als jemand, der Erfolge vorweisen kann, und man spricht über seine Triumphe statt nur über Enthüllungen, Skandale und politische Schwäche. Dies ist in der aktuellen Situation für ihn von großer Bedeutung. Daraus lässt sich auch die eilige Organisation der Anwesenheit einer großen Zahl muslimischer Präsidenten und Könige in Riad zum Empfang des US-Präsidenten erklären – zum ersten Mal in dieser Größenordnung. „Saudi-Arabien unternimmt sichtbare Anstrengungen für das bevorstehende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und den Führern von etwa 55 Ländern, die nach Riad eingeladen wurden... Beobachter sehen, dass es Saudi-Arabien gelungen ist, die Aufmerksamkeit der Welt auf diesen Besuch zu lenken, indem es Staats- und Regierungschefs der arabischen und islamischen Welt zu einem Treffen versammelte, das das erste seiner Art ist...“ (Webseite der Deutschen Welle, 19.05.2017). Von daher rührte dieses politische Geplänkel einiger Kongressmitglieder, insbesondere der Demokraten...
Was die Herrscher am Golf betrifft, so will Amerika sie einbinden, obwohl es um deren Agentenschaft für die Briten weiß. Dies geschieht, indem man sie an US-Waffengeschäfte bindet und die US-Intervention in diesen Ländern unter dem Vorwand der „iranischen Gefahr“ verstärkt. Trump erwähnte in seiner Rede: „Katar, das das US-Zentralkommando beherbergt, ist ein entscheidender strategischer Partner. Unsere langjährige Partnerschaft mit Kuwait und Bahrain stärkt weiterhin die Sicherheit in der Region... Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich am Kampf um die Herzen und Seelen beteiligt und gemeinsam mit den Vereinigten Staaten ein Zentrum zur Bekämpfung der Verbreitung von Hass im Internet eröffnet. Bahrain arbeitet ebenfalls daran, die Rekrutierung und den Extremismus zu untergraben.“ (CNN Arabic, 21.05.2017).
„US-Präsident Donald Trump gab bekannt, dass die Vereinigten Staaten und Katar über ein neues US-Waffengeschäft beraten haben. Laut der Nachrichtenagentur Associated Press sagte der US-Präsident, er und der Emir von Katar hätten den Kauf von ‚vielen schönen militärischen Ausrüstungen‘ besprochen. Trump und Scheich Tamim, der Emir von Katar, trafen sich heute Morgen in Riad zu bilateralen Gesprächen am Rande des islamisch-amerikanischen Gipfels. Der US-Präsident sagte, dass ‚niemand bessere Waffen baut als Amerika‘ und wies darauf hin, dass das Geschäft ‚Arbeitsplätze für die Vereinigten Staaten schaffen und die Sicherheitskraft Katars erhöhen werde‘...“ (Dot Masr, 21.05.2017).
Amerikas Politik zur Begrenzung der iranischen Gefahr für die Länder der Region besteht darin, deren Herrschern süße Worte gegen den Iran einzuflüstern und sie in die Netze Amerikas zu locken – durch Waffengeschäfte, Militärbasen und Erleichterungen, alles finanziert durch den Golf, ohne dass Amerika einen einzigen tatsächlichen Schritt gegen den Iran unternimmt. Es verlässt sich nach wie vor auf den Iran gegen die Revolution in Syrien und verlässt sich auf ihn, wie schon unter Obama, um die Huthis im Jemen zu bewaffnen und seinen Einfluss im Irak und im Libanon nicht anzutasten. Präsident Trump erwähnte in seiner Rede in Riad die libanesische Hisbollah als eine terroristische Gruppe, lobte dann aber die libanesische Armee, die die Intervention der Hisbollah in Syrien vollständig deckt und gemeinsam mit ihr gegen die syrischen Revolutionäre im Grenzgebiet von Arsal kämpft!
Diese Herrscher, genau wie die Herrscher Saudi-Arabiens, trauen Amerika nicht zu, dass es den Iran nicht doch dazu anstiftet, ihre Thronen zu erschüttern. Man sieht sie den Wünschen Amerikas folgen, besonders wenn sie von ihm Worte gegen den Iran und seine Gefahr hören, selbst wenn diesen keine Taten folgen. Trump sagte in seiner Rede: „Vom Libanon über den Irak bis zum Jemen finanziert, bewaffnet und trainiert der Iran Terroristen, Milizen und andere extremistische Gruppen, die Zerstörung und Chaos in der Region verbreiten. Über Jahrzehnte hinweg hat der Iran die Feuer des sektiererischen Konflikts und des Terrorismus geschürt. Es ist eine Regierung, die offen über Massenmord spricht, die Zerstörung (Israels) und den Tod Amerikas schwört und vielen Führern und Nationen in diesem Saal den Ruin androht. Zu den destabilisierendsten Interventionen gehört das Eingreifen des Irans in Syrien. Assad hat mit Unterstützung des Irans unsagbare Verbrechen begangen...“ (CNN Arabic, 21.05.2017). Als ob Amerika dem Iran dies nicht befohlen hätte und als ob die Herrscher am Golf das nicht wüssten! Er rief zur Isolierung des Irans auf, doch kein einziger Schritt seitens Amerikas, um Druck auf den Iran auszuüben, wurde unternommen. Amerika hält am Atomabkommen mit dem Iran fest, trotz Trumps Geschrei dagegen während seines Wahlkampfs. All dies dient dazu, die Golfstaaten vor dem „iranischen Schreckgespenst“ zu ängstigen, um sie in die Netze Amerikas aus Waffengeschäften, Militärbasen und Erleichterungen zu locken – alles finanziert durch den Golf, wie wir bereits erwähnt haben.
Was die Frage nach einem politischen Projekt mit dem jüdischen Gebilde betrifft und dass Trump am 22.05.2017 nach Saudi-Arabien in das besetzte Palästina reiste, und die Frage, ob Trump ein Projekt für eine politische Lösung trägt, so lautet die Antwort darauf: Die Palästina-Frage ist heute für Amerika nicht dringlich, da die US-Regierung andere Prioritäten hat. Wir haben bereits in einer Antwort auf eine Frage am 12.05.2017 gesagt: [Angesichts der Explosion in der arabischen Region, insbesondere in Syrien, und der Spannungen zwischen Amerika und Nordkorea ist die Palästina-Frage für die derzeitige US-Regierung keine dringliche Priorität mehr. Daher hat Amerika es in dieser Angelegenheit nicht eilig... Es sondiert die Horizonte für Lösungen der Palästina-Frage, prüft die Möglichkeit zur Eröffnung von Verhandlungen zwischen den Arabern, insbesondere den Palästinensern, und dem jüdischen Gebilde und wartet ab. Bestätigt wird dies durch einen Bericht der BBC vom 11.03.2017: („Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte Nabil Abu Rudeineh, den Sprecher des palästinensischen Präsidenten, mit den Worten, Trump habe Abbas gesagt, er wolle erörtern, wie man zu Verhandlungen zurückkehren könne, und sein ‚Engagement für einen Friedensprozess, der zu einem echten Frieden führt‘, bekräftigt“). Er sagte auch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz im Weißen Haus mit Abbas: („Ich werde alles Notwendige tun... Ich möchte als Vermittler, Begleiter oder Schiedsrichter zwischen den beiden Seiten fungieren, und wir werden das schaffen...“) (Russia Today, 04.05.2017). Das heißt, Amerika legt derzeit keine spezifischen Pläne für eine Lösung in Palästina vor, bis es in Bezug auf Syrien und Nordkorea Fortschritte im Krieg oder in der Deeskalation erzielt hat. Trump hat nicht festgelegt, wie die Rückkehr zu Verhandlungen aussehen soll oder welche Art von Friedensprozess er will; er befindet sich vielmehr in einer Phase der Erkundung, Sondierung und des Gesprächs mit den Konfliktparteien in Palästina. Zudem möchte er, dass diese Parteien in direkten Treffen zusammenkommen, um sich auf Lösungen zu einigen, die sie wollen – oder vielmehr, die das jüdische Gebilde will! Daher fordern sie direkte Verhandlungen. (So traf sich die UN-Botschafterin der Vereinigten Staaten, Nikki Haley, am vergangenen Dienstag zum ersten Mal mit dem palästinensischen Vertreter Riyad Mansour. Später sagte sie in einem Tweet auf Twitter, dass die Palästinenser die Israelis „in direkten Verhandlungen treffen sollten, anstatt sich an die Vereinten Nationen zu wenden, um Ergebnisse zu erzielen...“) (BBC, 11.03.2017)].
Abschließend ist es eine schwerwiegende Angelegenheit, dass Amerika, das aufgrund seiner korrupten Werte und seiner verrotteten Zivilisation von innen heraus zerfressen wird, eine solche Bedeutung in den Ländern der Muslime hat, dort schaltet und waltet und dass diejenigen, die sich als Herrscher betrachten, darum wetteifern, seinen Interessen zu dienen! Dann deutet es ihnen mit dem Finger oder nur mit einem Blick, und schon eilen fünfundfünfzig Ruwaibidhah herbei und wetteifern darum, einem Kriminellen, der tief in Verbrechen gegen den Islam und die Muslime verstrickt ist, Loyalität und Gehorsam zu schwören. Es ist schmerzlich, dass der Reichtum der Muslime die US-Wirtschaft stützt, ihr Leben belebt und ihre Arbeitslosigkeit bekämpft, damit sie sich daran bereichern, während sich die Arbeitslosigkeit in den Ländern der Muslime ausbreitet! Die Agenten rauben diesen Reichtum von seinen rechtmäßigen Besitzern – er ist nach dem Gesetz Allahs öffentliches Eigentum der Muslime – und legen ihn dennoch in Trumps Hände, damit er sich für seine Massaker in den Ländern der Muslime stärken kann! Doch der Grund ist bekannt, wir haben ihn gesagt und wiederholen ihn: Es ist das Fehlen des Kalifen, des Imams, durch den man geschützt wird. Von Abu Huraira wird berichtet, dass der Prophet (s) sagte:
إِنَّمَا الْإِمَامُ جُنَّةٌ، يُقَاتَلُ مِنْ وَرَائِهِ، وَيُتَّقَى بِهِ
„Wahrlich, der Imam ist (nichts anderes als) ein Schild, hinter dem man kämpft und durch den man sich schützt.“ (Muslim)
Daher ist es die Pflicht eines jeden Muslims, der Allah und Seinen Gesandten liebt, dies zu seiner Schicksalsfrage zu machen: Ernsthafte und eifrige Arbeit in Aufrichtigkeit gegenüber Allah, dem Erhabenen, und in Wahrhaftigkeit gegenüber Seinem Gesandten (s), um das rechtgeleitete Kalifat zu errichten. Damit erfüllt sich die frohe Botschaft des edlen Gesandten nach dieser Zwangsherrschaft, wie es in dem authentischen Hadith heißt, den Ahmad und at-Tayalisi überlieferten (Wortlaut von at-Tayalisi): Hudhaifa sagte: Der Gesandte Allahs (s) sagte:
ثُمَّ تَكُونُ جَبْرِيَّةً، فَتَكُونُ مَا شَاءَ اللَّهُ أَنْ تَكُونَ، ثُمَّ يَرْفَعُهَا إِذَا شَاءَ أَنْ يَرْفَعَهَا، ثُمَّ تَكُونُ خِلَافَةٌ عَلَى مِنْهَاجِ النُّبُوَّةِ
„...dann wird es eine Zwangsherrschaft geben, und sie wird so lange andauern, wie Allah es will. Dann wird Er sie aufheben, wenn Er es will. Hierauf wird ein Kalifat gemäß der Methode des Prophetentums entstehen.“
Dann werden die Muslime zu Macht gelangen und die kolonialistischen Kuffar werden erniedrigt und aus den Ländern der Muslime in ihre Heimat zurückgedrängt – sofern ihnen überhaupt eine Heimat bleibt.
- Ramadan 1438 n. H. 27.05.2017 n. Chr.