Antwort auf eine Frage
Das Bündnis des pakistanischen Armeechefs mit Amerika und seine Loyalität zu ihm
Frage:
Der pakistanische Armeechef Asim Munir erklärte während seines Besuchs in Amerika: „Pakistan wünscht sich die Ausweitung des bilateralen Engagements mit den Vereinigten Staaten durch eine langfristige und multidimensionale Partnerschaft.“ Er betonte zudem, dass seine „Treffen mit der politischen und militärischen Führung während seines Besuchs in den USA äußerst positiv waren“ (Arabische Seite der pakistanischen Armee auf der Plattform X, 20.12.2023). Die Führung der pakistanischen Armee hatte am 11.12.2023 angekündigt, dass der Armeechef die Vereinigten Staaten zu seinem ersten offiziellen Besuch seit seinem Amtsantritt besuchen werde. Was ist mit der Ausweitung der Beteiligung Pakistans an einer „multidimensionalen Partnerschaft“ mit den Vereinigten Staaten gemeint? Und was bedeutet es, dass seine Treffen mit der politischen und militärischen Führung der USA positiv waren? Bedeutet dies ein tieferes Bündnis mit dem US-Kolonialisten, insbesondere in der Kaschmir- und Indien-Frage, gegenüber Afghanistan und auch zur Verhinderung der Unterstützung für die Menschen in Palästina angesichts der Aggression der Juden, um schließlich die Existenz des jüdischen Gebildes unter dem Namen der „Zwei-Staaten-Lösung“ zu akzeptieren? Vielen Dank.
Antwort:
Um die oben genannten Fragen zu beantworten, betrachten wir die folgenden Punkte:
- Die Ernennung von Asim Munir zum Armeechef wurde am 24.11.2022 bekannt gegeben. Er trat die Nachfolge von General Qamar Javed Bajwa an, auf dessen Empfehlung und mit Zustimmung des pro-amerikanischen Premierministers Shehbaz Sharif. Dies deutet darauf hin, dass Amerika seine Ernennung zum Armeechef wünschte und dass er den Forderungen der USA ebenso zustimmen würde, wie Bajwa ihnen zustimmte und mit ihnen kooperierte. Seine Ernennung erfolgte zu einer Zeit, als Pakistan unter einer Wirtschaftskrise litt. Er ist eine Person, die den Fluss von Geldern aus Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten garantieren kann, da er in Saudi-Arabien gedient hat und über gute Beziehungen verfügt. (Beobachter sehen, dass der Besuch des Armeechefs den Weg für dringend benötigte Finanzhilfen ebnen könnte... 05.01.2023 https://tribune.com.pk/).
Asim Munir war Teil des Militärregimes, das insgesamt von Amerika abhängig ist. Er stieg in sicherheitspolitischen und militärischen Positionen auf: Er war zwischen 2014 und 2016 Kommandeur der Nordregion der Armee, dann von 2016 bis 2018 Direktor des Militärgeheimdienstes (MI) und danach von 2018 bis 2019 Direktor des allgemeinen Geheimdienstes (ISI). Er kämpfte in den Stammesgebieten und ist somit eine der Säulen des pro-amerikanischen pakistanischen Regimes. Später wurde er durch eine Entscheidung des ehemaligen Premierministers Imran Khan ohne Angabe von Gründen von seinem Posten beim Geheimdienst entlassen, und Faiz Hameed wurde an seiner Stelle ernannt. Es kam zu einem Streit zwischen Imran Khan und der Armee über die Ernennung des Armeechefs, der Bajwa nach Ablauf seiner Amtszeit am 29.11.2022 nachfolgen sollte. Berichten zufolge lag Imran Khan im Streit mit Asim Munir, der Bajwa nahestand, und wollte Faiz Hameed, den Generaldirektor des Inlandsgeheimdienstes, ernennen, der als ihm nahestehend galt. Es scheint, dass Imran Khan versuchte, der Armee seinen Willen als Premierminister aufzuzwingen, um nicht unter der Vorherrschaft der Armee zu bleiben. Die Armee agiert jedoch als Vormund über die Herrschaft und erzwingt die von ihr gewünschte Politik. Aufgrund dieses Streits wurde Imran Khan im April 2022 abgesetzt, und anschließend wurden Klagen wegen Korruption und des Verrats von Staatsgeheimnissen gegen ihn erhoben. In einer Antwort auf eine Frage vom 05.05.2022 hieß es: „... Wie wir bereits sagten, hatte Imran Khan nicht erwartet, dass all seine Dienste für die Armee und die dahinterstehende USA ihm nichts nützen würden! Es war, als ob er nicht erkannt hätte, dass derjenige, der durch die Unterstützung der kolonialistischen Kuffar als deren Agent an die Macht kommt, für sie wie eine Schachfigur wird, die sie nach Belieben bewegen, ja sogar fallen lassen, wenn er ihre Interessen nicht kompromisslos erfüllt. Genau das geschah mit Imran Khan!“ So protestierte Amerika nicht gegen den Sturz von Imran Khan und stimmte ihm implizit zu, obwohl er ihr Agent war. Er, Bajwa und Hameed hatten der Annexion Kaschmirs durch Indien im Jahr 2019 zugestimmt, da sie zwei Wochen vor der Annexion die USA besuchten und deren Präsidenten Trump trafen. Sie unternahmen keine ernsthaften Schritte, um auf die Annexion zu reagieren, sondern stimmten ihr implizit zu, um Amerika gefällig zu sein und ihre Positionen sowie einige engstirnige Interessen zu wahren. Amerika unterstützte die Vorherrschaft der Armee über die Regierung und das Volk, weil deren Führung eng mit ihr verbunden ist und ihre kolonialen Interessen verwirklicht, im Gegensatz zum politischen Milieu, in dem es sowohl US-Agenten als auch britische Agenten gibt und die Loyalität der Herrschaft nicht garantiert ist, wenn sich die Agenten in diesem Milieu ändern.
Die arabische Seite der pakistanischen Armee auf der Plattform X erwähnte am 11.12.2023: „Der pakistanische Armeechef General Asim Munir ist zu einem offiziellen Besuch in die Vereinigten Staaten von Amerika abgereist. Er wird während seines Besuchs hochrangige Beamte und andere Funktionäre in den Vereinigten Staaten treffen. Dies ist sein erster Besuch seit seinem Amtsantritt.“ Ash-Shorouk News (Ägypten) zitierte am 11.12.2023 die pakistanische Zeitung The Express Tribune: „Dieser Besuch erfolgt nach dem Besuch hochrangiger US-Beamter in Pakistan in der vergangenen Woche. Eine hochrangige Beamtin der Biden-Regierung, die für Flüchtlingsfragen zuständig ist, absolvierte einen viertägigen Besuch in Islamabad. Dies war der erste in einer Reihe von Besuchen von US-Beamten inmitten der sich verschlechternden Beziehungen zwischen Pakistan und Afghanistan. Julieta Valls Noyes, Assistant Secretary of State für die Abteilung Bevölkerung, Flüchtlinge und Migration, blieb bis zum vergangenen Donnerstag, dem 07.12.2023, in der pakistanischen Hauptstadt.“ Am selben Tag wurde General Asim Munir mit den Worten zitiert, er unterstütze die Entscheidung seiner Regierung, illegale Ausländer abzuschieben, da sie die Sicherheit und Wirtschaft Pakistans beeinträchtigten, wobei er betonte, dass sie in Würde und gemäß den geltenden Gesetzen abgeschoben werden sollten. Hier zeigt sich das Ausmaß der Einmischung Amerikas in die inneren Angelegenheiten Pakistans, einschließlich der Flüchtlingsfrage. Es handelt sich um Afghanen, die aufgrund von Kriegen nach Pakistan geflohen sind und seit Jahren oder Jahrzehnten in ihrem zweiten Land leben. Sie sind keine Ausländer, denn die Länder der Muslime sind eins. Es ist Amerika, das daran arbeitet, die Differenzen zwischen den beiden muslimischen Ländern Pakistan und Afghanistan auszunutzen, um diese Konflikte zur Festigung seines Einflusses in der Region zu nutzen. So will Amerika die Beziehungen zwischen ihnen angespannt halten und ihre Einheit verhindern, damit Pakistan mit diesen Spannungen beschäftigt bleibt, anstatt sich dem Kampf gegen Indien zur Befreiung Kaschmirs zu widmen. Auf diese Weise sichert Indien seine Front gegenüber Pakistan ab, und die Modi-Regierung konzentriert ihre Bemühungen darauf, Amerika im Konflikt mit China zu dienen.
Die Seite Al-Ma'rifa zitierte am 15.12.2023 die pakistanische Seite Dawn: „Armeechef Asim Munir traf am 14.12.2023 mit US-Verteidigungsminister Lloyd Austin zusammen. Nach dem Treffen gab das Pentagon eine kurze Erklärung ab, in der es hieß, dass beide Seiten die jüngsten regionalen Sicherheitsentwicklungen und potenzielle Bereiche für eine bilaterale Verteidigungskooperation erörterten.“ Er traf auch General CQ Brown, den Vorsitzenden der Joint Chiefs of Staff. Die Seite erwähnte zudem: „Der Armeechef traf am 15.12.2023 US-Außenminister Blinken, seine Stellvertreterin für politische Angelegenheiten, Victoria Nuland, und den stellvertretenden Nationalen Sicherheitsberater Jonathan Finer.“ Ein Sprecher des US-Außenministeriums wurde mit den Worten zitiert: „Pakistan ist ein wichtiger Partner, und wir pflegen Kontakt zu einer breiten Palette von Gesprächspartnern innerhalb der pakistanischen Regierung... Wir freuen uns darauf, die Partnerschaft mit Pakistan im Bereich der regionalen Sicherheit und der Verteidigungskooperation fortzusetzen.“ Ein diplomatischer Sprecher sagte über das Treffen mit Blinken: „Sie erörterten die Gesamtheit der bilateralen Beziehungen und die regionale Lage.“ Der Sprecher des US-Außenministeriums antwortete auf eine Frage zum Treffen des pakistanischen Armeechefs und des Chefs des pakistanischen Geheimdienstes mit Antony Blinken: „Wir freuen uns auf die Partnerschaft mit ihnen in der regionalen Sicherheits- und Verteidigungskooperation“ (Website der US-Regierung, 18.12.2023).
All dies verdeutlicht das Ausmaß der militärischen, sicherheitspolitischen und sogar politischen Treffen des pakistanischen Armeechefs, als wäre er das Staatsoberhaupt! Es ist nicht auszuschließen, dass Amerika durch diese umfangreichen Treffen die Dinge in Pakistan neu ordnen will. Sie möchte sicherstellen, dass ihre Leute und deren Politik innerhalb Pakistans ihren Wünschen entsprechen, zumal die Wahlen in Pakistan (Februar 2024) näher rücken, sofern sie nicht verschoben werden. So sind diese Treffen, auch wenn sie oberflächlich unter dem Namen „Kooperation“ laufen, in Wahrheit ein Ausdruck der Loyalität gegenüber Amerika. Es ist höchst erstaunlich, dass Armeechef Asim Munir Frömmigkeit zur Schau stellt, sodass ihn einige sogar als „Mullah-General“ (d. h. als Scheich) bezeichnen! Dennoch verkündet er das Bündnis mit Amerika, folgt ihren Plänen, setzt ihre Ziele um und öffnet ihnen den Raum, ihren Einfluss in der Region unter dem Namen „Partnerschaft“ sowie „Sicherheits- und Verteidigungskooperation“ auszuweiten. Es ist, als ob er nicht begreift, dass wahre islamische Frömmigkeit ihm die Loyalität gegenüber Allah, dem Starken und Allmächtigen, und Seinem Gesandten ﷺ vorschreibt, und nicht gegenüber den Kuffar:
يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لَا تَتَّخِذُوا الْكَافِرِينَ أَوْلِيَاءَ مِنْ دُونِ الْمُؤْمِنِينَ أَتُرِيدُونَ أَنْ تَجْعَلُوا لِلَّهِ عَلَيْكُمْ سُلْطَاناً مُبِيناً
„O die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Ungläubigen zu Schutzherren anstelle der Gläubigen! Wollt ihr Allah etwa einen offenkundigen Beweis gegen euch selbst liefern?“ (Sure an-Nisā’ 4:144)
Frömmigkeit ist nicht bloß ein Name ohne Inhalt!
أَفَلَا يَعْقِلُونَ
„Begreifen sie denn nicht?“
- Die Seite Voice of Pakistan veröffentlichte am 19.12.2023: „Der Chef des Armeestabes, Generalleutnant Syed Asim Munir, besuchte das Hauptquartier des Central Command (CENTCOM) in Tampa Bay, Florida, und erörterte eine Reihe von Themen, darunter die militärischen Beziehungen und die regionale Sicherheit mit General Michael Kurilla, dem Kommandeur des US Central Command. Die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der pakistanischen Armee erklärte in einer Mitteilung, dass der pakistanische Stabschef das Hauptquartier des US CENTCOM besuchte und tiefgehende Gespräche mit General Michael Erik Kurilla führte. Während des Treffens tauschten beide Seiten detaillierte Ansichten über Themen von gemeinsamem Interesse aus, insbesondere über die Zusammenarbeit in regionalen Sicherheitsfragen. Der pakistanische Stabschef sagte, dass die Generäle beider Armeen Ansichten über Wege der gemeinsamen Ausbildung austauschten und die Notwendigkeit bekräftigten, die Ausbildungsinteraktionen zu verstärken... Während des Besuchs besichtigte der höchste pakistanische General auch das Joint Operations Center des US CENTCOM... Die Biden-geführte Regierung unterstützte Pakistan... und bezeichnete Pakistan als einen ‚Major Non-NATO Ally‘ (wichtigen Nicht-NATO-Verbündeten).“
Daraus wird die Bedeutung des Besuchs und die Wichtigkeit der Person des pakistanischen Armeechefs für die US-Regierung deutlich. Seine Treffen mit US-Beamten auf höchster Ebene und die Erörterung wichtiger Themen mit Fokus auf Sicherheits- und Verteidigungskooperation dienen dazu, Pakistan zur Speerspitze Amerikas in der Region zu machen, um die Bewegungen der Muslime gegen sie zu bekämpfen und ihren Einfluss zu wahren. Amerika begnügt sich nicht mit politischen Agenten, sondern setzt auf militärische Agenten unter dem Deckmantel des Umgangs mit einer „breiten Palette von Gesprächspartnern innerhalb der pakistanischen Regierung“. Sie betrachten Pakistan als wichtigen Partner, d. h. als wichtigen Diener ihrer Politik in der Region, zumal sie das Land bereits seit 2004 zum „Major Non-NATO Ally“ erklärt haben.
- Die arabische Seite der pakistanischen Armee auf der Plattform X meldete am 20.12.2023: „Armeechef General Asim Munir nahm an einem offenen Dialog mit Mitgliedern prominenter US-Denkfabriken und Medienvertretern teil. Dabei legte der Armeechef Pakistans Sichtweise zur regionalen Sicherheit, zum grenzüberschreitenden Terrorismus und zur Bedeutung der Aufrechterhaltung der strategischen Stabilität in Südasien dar.“ Der Armeechef sagte: „Pakistan ist ein Land von geopolitischer und geoökonomischer Bedeutung und möchte sich als Zentrum für Konnektivität und als Tor nach Zentralasien und darüber hinaus entwickeln.“ Er betonte, dass „Pakistan die Ausweitung des bilateralen Engagements mit den Vereinigten Staaten durch eine langfristige und multidimensionale Partnerschaft wünscht“. Er bekräftigte, dass seine „Treffen während seines Besuchs in den USA mit der politischen und militärischen Führung äußerst positiv waren“. Er hob hervor, dass „Pakistan seit Jahrzehnten als Bollwerk gegen den grenzüberschreitenden Terrorismus steht, um regionale Stabilität sowie den globalen Frieden und die Sicherheit zu gewährleisten“.
Er erklärte weiter: „Pakistan hat beispiellose Beiträge und Opfer in seinem fortwährenden Krieg gegen den Terrorismus erbracht. Der Kampf wird bis zum Ende fortgesetzt...“ Er betonte zudem die Notwendigkeit, die Kaschmir-Frage gemäß den Wünschen des Volkes von Kaschmir und den Resolutionen des UN-Sicherheitsrates zu lösen, und sagte: „Kaschmir ist ein internationaler Streitfall, und keine einseitige Maßnahme kann die Natur dieses Konflikts gegen den Willen von Millionen Bewohnern der Region ändern.“ Ebenso hob er die unmittelbare Notwendigkeit hervor, das Leiden in Gaza zu beenden, humanitäre Hilfe zu leisten und die Zwei-Staaten-Lösung umzusetzen, um dauerhaften Frieden in der Region zu erreichen.
- Hier konzentriert sich der pakistanische Armeechef auf seinen Wunsch, das Bündnis mit Amerika und seine Loyalität zu ihr unter dem Namen der „bilateralen Partnerschaft“ auszuweiten, die er langfristig und multidimensional, d. h. in allen Bereichen, gestalten will. Er möchte Pakistan zu einem Bollwerk für Amerika machen, um die Ummah und ihre Befreiungsbewegungen unter dem Vorwand der Bekämpfung des „grenzüberschreitenden Terrorismus“ zu bekämpfen – insbesondere zwischen Afghanistan und Pakistan sowie in anderen islamischen Ländern im Allgemeinen. Dabei sind beide Länder in Wahrheit ein einziges Land, das von den Kolonialisten, die diese Länder besetzt hielten, getrennt und mit Grenzen versehen wurde. Sie teilten sie in zerstrittene Staaten auf, damit sie schwach bleiben, zu nichts fähig sind und sie kontrollieren, kolonisieren und gegeneinander ausspielen können.
Was Kaschmir betrifft, so fiel der Besuch von General Munir in Washington mit der Bestätigung des indischen Obersten Gerichtshofs zur Eingliederung des von Indien kontrollierten Teils von Kaschmir in den indischen Staat zusammen. Al Jazeera Net berichtete am 14.12.2023: „Ein Justizrat bestehend aus fünf Richtern, darunter der Vorsitzende des Obersten Gerichtshofs Chandrachud, verkündete am 12. Dezember seine Entscheidung, den Beschluss der Zentralregierung zur Aufhebung der Autonomie Kaschmirs zu akzeptieren...“ Indien hätte diesen Beschluss nicht ohne die Zustimmung und Unterstützung Amerikas gefasst. Dennoch besucht der Armeechef die USA und vergisst oder ignoriert deren Unterstützung für Indien und ihre Feindseligkeit gegenüber Pakistan! Zudem betrachtet der Armeechef die Kaschmir-Frage als eine internationale Angelegenheit, die nach den ungerechten UN-Resolutionen gelöst werden solle, obwohl die Kaschmir-Frage eine islamische Angelegenheit ist. Es ist ein von Indien besetztes Land, das Pakistan befreien und dessen Volk im Widerstand gegen die Besatzung und die hinduistische Arroganz unterstützen müsste. Zumal Pakistan dazu fähig ist, da die kaschmirischen Dschihad-Bewegungen mit Unterstützung der pakistanischen Armee in der Schlacht von Kargil 1999 fast über Indien gesiegt hätten, wäre da nicht der Verrat des damaligen Premierministers Nawaz Sharif und des Armeechefs Pervez Musharraf gewesen, als Amerika ihnen befahl, diese Unterstützung zu stoppen, die pakistanischen Truppen abzuziehen und die kaschmirischen Bewegungen als terroristisch einzustufen.
Was die brutale Aggression der Juden gegen Gaza und die Zwei-Staaten-Lösung betrifft, über die er sagt: „...und die Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung zur Erreichung eines dauerhaften Friedens in der Region“, so ist Palästina gesegnetes Land... islamischer Boden, auf dem die Juden keine Herrschaft ausüben dürfen und wo eine Zwei-Staaten-Lösung keinen Platz hat. Es ist so, wie al-Faruq es eroberte, die rechtgeleiteten Kalifen es bewahrten, Salah ad-Din es befreite und Abdul Hamid es vor den Juden schützte... Palästina ist islamisches Land... es steht nicht zum Verkauf und akzeptiert keine Teilung zwischen seinen rechtmäßigen Bewohnern und denen, die es besetzt und sein Volk vertrieben haben... Seine Lösung ist nicht die Zwei-Staaten-Lösung, sondern das, was der Allmächtige, der Gewaltige, sprach – und Sein Wort ist die wahre Lösung:
وَاقْتُلُوهُمْ حَيْثُ ثَقِفْتُمُوهُمْ وَأَخْرِجُوهُمْ مِنْ حَيْثُ أَخْرَجُوكُمْ
„Und tötet sie, wo immer ihr auf sie trefft, und vertreibt sie von dort, von wo sie euch vertrieben haben.“ (Sure al-Baqara 2:191)
- Das Problem liegt in der Mentalität der Herrscher Pakistans und ihrer militärischen Führung sowie in ihrer falschen Denkweise. Sie haben sich zum Reittier Amerikas gemacht, obwohl sie über enorme Kapazitäten verfügen, um eine Großmacht zu werden, die Amerika herausfordert und verdrängt. Sie könnten ihre Angelegenheiten und Probleme selbst gemäß den Konzepten und Maßstäben ihrer Religion lösen, die der Gesandte Allahs ﷺ als Offenbarung vom Starken und Allmächtigen brachte. Er rettete die Araber aus den Konflikten der Dschahilliyah untereinander und machte sie durch den Islam zur besten Gemeinschaft, die für die Menschen hervorgebracht wurde... Sie eroberten das Land Persien und beseitigten das Perserreich, das damals eine Großmacht war... Sie eroberten Konstantinopel, die Hauptstadt der Römer, die ebenfalls eine Großmacht war... Der Islam und die Muslime wurden durch den Staat des Islam geehrt, der die Welt mit Gerechtigkeit erleuchtete, woraufhin die Wahrheit siegte und das Falsche schwand – wahrlich, das Falsche ist dazu bestimmt, zu schwinden... Dies ist es, wozu Hizb-ut-Tahrir euch aufruft: es durch die Errichtung des Staates des Islam zu verwirklichen, des Kalifats gemäß der Methode des Prophetentums, wie Allah, der Erhabene, versprochen hat:
وَعَدَ اللهُ الَّذِينَ آمَنُوا مِنْكُمْ وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ لَيَسْتَخْلِفَنَّهُمْ فِي الْأَرْضِ كَمَا اسْتَخْلَفَ الَّذِينَ مِنْ قَبْلِهِمْ
„Verheißen hat Allah denjenigen von euch, die glauben und rechtschaffene Werke tun, dass Er sie ganz gewiss als Nachfolger auf der Erde einsetzen wird, so wie Er diejenigen vor ihnen als Nachfolger einsetzte.“ (Sure an-Nūr 24:55)
Und wie es Sein Gesandter ﷺ verkündet hat:
«ثُمَّ تَكُونُ مُلْكاً جَبْرِيَّةً فَتَكُونُ مَا شَاءَ اللهُ أَنْ تَكُونَ ثُمَّ يَرْفَعُهَا إِذَا شَاءَ أَنْ يَرْفَعَهَا ثُمَّ تَكُونُ خِلَافَةً عَلَى مِنْهَاجِ النُّبُوَّةِ ثُمَّ سَكَتُ»
„...Hierauf wird es ein Zwangsherrschertum geben. Es wird so lange andauern, wie Allah es will. Dann wird Er es aufheben, wenn Er es aufzuheben wünscht. Hierauf wird wieder ein Kalifat gemäß der Methode des Prophetentums entstehen. Dann schwieg er.“ (Überliefert von Ahmad)
- Dschumada al-Achira 1445 n. H. 03.01.2024 n. Chr.