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Antwort auf eine Frage: Die Konzentration des Konflikts im Sudan zwischen der Armee und den Rapid Support Forces auf bestimmte Gebiete

December 19, 2023
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Antwort auf eine Frage

Die Konzentration des Konflikts im Sudan zwischen der Armee und den Rapid Support Forces auf bestimmte Gebiete

Frage:

In den letzten zwei Monaten, Oktober und November 2023, wurde beobachtet, dass sich der Konflikt zwischen der Armee und den Rapid Support Forces (RSF) jeweils auf bestimmte Gebiete konzentriert: Die Armee konzentriert sich auf Khartum und die RSF auf Darfur. Der Konflikt in anderen Regionen ist ein sekundärer Konflikt, der mit diesen beiden Gebieten verbunden ist, wie etwa der Angriff der RSF am 15.12.2023 auf Wad Madani, die Hauptstadt des Bundesstaates al-Dschazira, als der Druck der Armee in Khartum auf sie zunahm. Deutet dies auf eine neue Teilung im Sudan hin, indem Darfur für die RSF abgetrennt wird, so wie der Südsudan abgetrennt wurde? Vielen Dank.

Antwort:

Um die Antwort zu verdeutlichen, führen wir folgende Punkte an:

Erstens: Wir sagten in der Antwort auf eine Frage vom 25.04.2023: („Am Samstag, dem 15. April 2023, brachen plötzliche heftige Zusammenstöße zwischen der Armee und den Rapid Support Forces aus, was einen erneuten Schlag gegen die Hoffnungen auf einen Übergang zur zivilen Herrschaft darstellt, d. h. die pro-britischen zivilen Kräfte...“). Wir legten dar, dass es drei Möglichkeiten gibt, die Amerika mit diesem Krieg zwischen seinen Agenten anstrebt:

  • Abschluss eines neuen Abkommens zwischen seinen beiden Agenten al-Burhan und Hemedti... und damit das Drängen des Rahmenabkommens (Framework Agreement) mit den den Europäern unterstehenden Kräften in den Hintergrund.
  • Sollte es nicht möglich sein, die pro-europäischen Kräfte zurückzudrängen, so scheuen sich die USA nicht vor einer Teilung des Sudans, wie sie es mit dem Süden getan haben, und würden Darfur Hemedti überlassen...
  • Sollten sich jene Kräfte aus taktischen Gründen hinter einen der Agenten Amerikas stellen... so würden die USA diesen Agenten auffordern, sich zurückzuziehen, damit der andere die Kontrolle übernimmt...

Zweitens: Angesichts dessen betrachten wir die neuen Entwicklungen, um zu der überwiegenden Meinung über den Fortgang der Dinge zu gelangen:

  1. Seit jenem Datum, dem 15.04.2023, blieb der Konflikt und alles, was damit zusammenhängt – die Ausrufung von Waffenruhen, die Wiederaufnahme von Kämpfen, Verhandlungen und Kontakte –, auf die beiden Amerika unterstehenden Parteien beschränkt: die Armeeführung und die Führung der Rapid Support Forces unter der Aufsicht Amerikas und seines Agenten Saudi-Arabien, das die Rolle der Ausführung amerikanischer Diktate übernimmt. So entstand die sogenannte „Jidda-Plattform“ zur Steuerung dieses Konflikts. Muhammad Hamdan Daglo „Hemedti“ bestätigte seine Unterwerfung unter die amerikanischen Diktate, indem er sagte: („Er stehe in Kontakt mit dem US-Außenminister Antony Blinken, um eine Eskalation des Krieges zu verhindern“... Asharq Al-Awsat, 02.05.2023). So gelang es Amerika, Großbritannien und dessen Agenten, die Emirate, von einer Rolle bei der Steuerung des Konflikts und dessen Folgen fernzuhalten. Zuvor gab es das sogenannte „Quartett“, bestehend aus Amerika, seinem Agenten Saudi-Arabien sowie Großbritannien und seinem Agenten, den Emiraten. Ebenso hielt Amerika den Konflikt zwischen seinen beiden Agenten al-Burhan und Hemedti aufrecht, um die Rolle der politischen Opposition, die aus den Agenten der Briten in den „Kräften für Freiheit und Wandel“ (Forces of Freedom and Change) und anderen besteht, zu eliminieren...

  2. Aus diesem Grund nahm die sudanesische Armeedelegation in Addis Abeba nicht am Gipfel teil, da dieser unter dem Vorsitz des kenianischen Präsidenten William Ruto stand, der Großbritannien untersteht.

[Addis Abeba ist Gastgeber des Gipfels der Intergovernmental Authority on Development (IGAD) in Ostafrika, um die Sudan-Krise zu erörtern... Die Delegation der sudanesischen Armee nahm trotz ihrer Anwesenheit in Addis Abeba nicht an den Sitzungen des Gipfels teil, aus Protest gegen den Vorsitz Kenias im Quartett-Ausschuss... Sky News Arabia, 10.07.2023]. Der kenianische Präsident Ruto hatte vorgeschlagen, Friedenstruppen von außerhalb in den Sudan zu entsenden und die „Kräfte für Freiheit und Wandel“ unter dem Namen „zivile Kräfte“ zu beteiligen, bevor diese endgültig verschwinden und ihre Macht schwindet. Denn die Kämpfe zwischen Amerikas Agenten al-Burhan und Hemedti haben ihre Bewegung und ihr Denken gelähmt. Al-Burhan zeigt Unterstützung für die amerikanisch-saudische Vermittlung und lehnt die britische Vermittlung und Einmischung durch deren Agenten, den kenianischen Präsidenten oder andere, ab. Generalleutnant Yasser al-Atta wies darauf hin, als er zu seinen Soldaten sagte: („Jegliche ausländischen Friedenstruppen sind feindliche Truppen“) und drohte Kenia mit den Worten: („Lasst die ostafrikanischen Truppen an ihrem Platz... (du willst) die kenianische Armee bringen, dann komm“), und schwor, dass keine dieser Truppen „unversehrt in ihr Land zurückkehren“ werde. Er erwähnte, dass „ein dritter Staat, ohne ihn beim Namen zu nennen, Kenia dazu gedrängt hat, diese Initiative vorzuschlagen“... Reuters, 24.07.2023). Mit dem „dritten Staat“ meint er Großbritannien. Der kenianische Außenminister Sing'Oei wies die Erklärung des sudanesischen Militärvertreters zurück und sagte: „Die Anschuldigungen entbehren jeder Grundlage“, und fügte hinzu: „Dauerhafter Friede wird nur durch die Einbeziehung der zivilen Parteien in jeden Vermittlungsprozess erreicht“.

  1. So war al-Burhan beruhigt, dass die interne Lage nach dem gezeichneten amerikanischen Plan verläuft, und begann mit seinen Auslandsbesuchen – zum ersten Mal seit Ausbruch der Kämpfe zwischen der Armee und den RSF. Er verließ Khartum in Richtung Port Sudan, um es zum Zentrum seiner Bewegungen zu machen. Am 30.08.2023 unternahm er seinen ersten Auslandsbesuch nach Ägypten. Dieser Besuch gilt als Bestätigung für die Unterstützung des ägyptischen Regimes für die Armee und al-Burhan in dieser Phase. Der Kanal Al-Qahera News veröffentlichte Erklärungen von al-Burhan während seines Besuchs, in denen er sagte: (Wir beabsichtigten „mit dem Besuch“, die ägyptische Führung korrekt ins Bild zu setzen und sie über die Entwicklungen der Lage zu informieren). Sisi und al-Burhan gehören zu den Männern Amerikas... Weitere Besuche folgten. Es scheint, dass al-Burhan versucht, sich die Legitimität eines ständigen Präsidenten des Staates Sudan mit allen Befugnissen zu verleihen, und nicht die eines vorübergehenden Vorsitzenden eines Souveränitätsrates...

  2. Der Konflikt wird nicht schnell entschieden werden und könnte noch einige Zeit andauern. Denn das Ziel ist es, den Konflikt auf die beiden Parteien Amerikas dort zu begrenzen: die Armeeführung und die Führung der RSF. Das Ergebnis des Konflikts wird von Amerika durch die Aufteilung der Rollen zwischen ihnen gesteuert. Damit bleibt die pro-britische und pro-europäische Opposition gelähmt, so wie sie es seit Ausbruch des Konflikts Mitte April 2023 ist, um sie so weit wie möglich zu schwächen. Zur Verdeutlichung führen wir Folgendes an:

    a) Die RSF nahmen am 21.11.2023 die Stadt Ed Daein, die Hauptstadt des Bundesstaates Ost-Darfur, ein. Ebenso übernahmen sie das Hauptquartier der 20. Division der Armee dort kampflos, als sich die Armeetruppen unter dem Vorwand zurückzogen, die Gefahr von Konfrontationen und Schäden für die Zivilbevölkerung zu vermeiden! Die RSF behaupteten in einer Erklärung: („Dass ihre Siege ein weites Tor für einen echten Frieden öffnen... und dass der Bundesstaat Ost-Darfur mitsamt Ed Daein unter ihrem Schutz sicher bleiben werden“... Al Jazeera, 22.11.2023). Dabei ist zu beachten, dass Ed Daein die Hochburg des Rizeigat-Stammes ist, dem Daglo, der Kommandeur der RSF, sowie die meisten seiner Kommandeure und Mitglieder angehören. Zuvor hatten diese Kräfte die Stadt Nyala (Süd-Darfur), Zalingei (Zentral-Darfur) und El Geneina (West-Darfur) eingenommen. Es bleibt ihnen noch die Stadt al-Fashir, die Hauptstadt von Nord-Darfur und das politische und administrative Zentrum der Region Darfur. Wenn die RSF al-Fashir einnehmen, hätten sie den pro-britischen und pro-europäischen Bewegungen einen vernichtenden Schlag versetzt, insbesondere der Sudan Liberation Movement und der Justice and Equality Movement. Diese beiden Bewegungen hatten im Konflikt eine neutrale Position eingenommen, da sie wussten, dass dieser Konflikt zwischen den Agenten Amerikas – der Armeeführung und der RSF-Führung – künstlich herbeigeführt wurde!

    b) Dies veranlasste die bewaffneten Bewegungen in der Region, die Gefahr zu spüren. Es handelt sich um Bewegungen, die das Juba-Friedensabkommen für den Sudan (Darfur-Track) unterzeichnet haben. Auf einer Pressekonferenz am 16.11.2023 erklärten sie (ihr Ende der „Neutralität“ und ihr Eintreten gegen das, was sie als „Projekt zur Zerstörung und Teilung des Landes“ bezeichneten, das von der „Miliz der Rapid Support Forces und ihren anderen ausländischen Milizen und Söldnern“ ausgeführt werde. Sie kündigten zudem ihre Teilnahme an den Militäroperationen an allen Fronten „ohne das geringste Zögern“ an... französische Zeitung Le Monde, 16. November). Diese Bewegungen haben sich entschlossen, al-Fashir zu verteidigen, da sie sonst verschwinden würden... Zumal die Stadt al-Fashir eine strategische Lage einnimmt, da ihre Grenzen an Libyen und den Tschad sowie an die westlichen Städte der Region Darfur grenzen. Sie gilt als Hauptstadt der bewaffneten Oppositionsbewegungen, die das Juba-Friedensabkommen unterzeichnet, sich mit dem Regime versöhnt und an der Herrschaft teilgenommen haben. Berichten zufolge haben sie den Großteil des Kapitals der Angehörigen des Zaghawa-Stammes aus Omdurman dorthin abgezogen. Die Einnahme von al-Fashir könnte einen Zwist zwischen den arabischen Stämmen, welche die RSF unterstützen, und dem Zaghawa-Stamm, der die bewaffneten Bewegungen unterstützt, entfachen.

    c) Was die Armeeführung unter Abd al-Fattah al-Burhan betrifft, so deuten – abgesehen von der Kontrolle der Armee über den Norden und Osten des Sudans – die jüngsten starken Kampagnen der Armee innerhalb Khartums auf eine Tendenz hin, die militärischen Angelegenheiten in Khartum mit der Zeit zugunsten der Armee zu entscheiden. (Die sudanesische Armee startete eine Serie von Angriffen, Luftschlägen und Artilleriebeschuss auf Stellungen und Ansammlungen der RSF in der Hauptstadt und ihrer Umgebung, darunter die Umgebung des Panzerkorps, der Zentralmarkt, die Umgebung der Sportstadt, die al-Arda-Straße und die Umgebung von Radio und Fernsehen in Omdurman sowie Stellungen in Khartum-Nord... Independent Arabia, 24.11.2023). Dies bedeutet, dass die Armee eine Entscheidung will und der stärkere Part in diesen Gebieten sein möchte.

    d) Am 10.12.2023 hielt die IGAD-Organisation ein außerordentliches Treffen ihrer Staats- und Regierungschefs in Dschibuti ab, das den aktuellen Vorsitz innehat, unter breiter Beteiligung von Vertretern der Afrikanischen Union, der Vereinten Nationen, der Nachbarstaaten des Sudans, Saudi-Arabiens, Katars, der Vereinigten Arabischen Emirate, der USA und Großbritanniens. [Der Vorsitzende des sudanesischen Souveränitätsrates, General al-Burhan, nahm am Gipfel teil, nachdem er dem vorangegangenen Gipfel, der weniger als zwei Monate nach Beginn des blutigen Krieges stattfand, ferngeblieben war... Ebenso erörterte der Kommandeur der RSF, General Daglo, mit dem Gipfelvorsitzenden, dem Präsidenten von Dschibuti, Ismail Guelleh, telefonisch dessen Ergebnisse und die Vision der RSF zur Lösung der Krise. Gemäß der Abschlusserklärung gelang es den IGAD-Führern, al-Burhan und Hemedti zu einem direkten Treffen zu überreden, zusätzlich zur Verpflichtung zu einem sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand... Laut informierten Quellen gegenüber der BBC hat die Regionalorganisation eine Frist von maximal zwei Wochen für das Treffen in Addis Abeba gesetzt... BBC, 10.12.2023]

5- Aus der obigen Darstellung geht hervor, dass es drei bemerkenswerte Dinge gibt, die kürzlich geschehen sind:

Erstens: Diese rasche Übernahme der Kontrolle über den Großteil von Darfur durch die RSF, wobei nur noch al-Fashir verblieb, und das Ausbleiben eines ernsthaften Widerstands des Staates gegen diese Übernahmen... Dies zeigte sich in der Kontrolle der RSF über die 20. Division der Armee in der Stadt Ed Daein sowie die 16. Division in Nyala (Süd-Darfur).

Zweitens: Die jüngsten massiven Kampagnen der Armee innerhalb von Khartum, Omdurman und Khartum-Nord, wie oben dargelegt. Die RSF spürten den Druck auf sie in Khartum und wandten sich Wad Madani zu, um den Druck zu mildern, woraufhin sich der Konflikt dort verschärfte. (Zum vierten Tag in Folge setzten sich am heutigen Montag die Kämpfe zwischen der sudanesischen Armee und den Rapid Support Forces östlich der Stadt Wad Madani, der Hauptstadt des Bundesstaates al-Dschazira im Zentrum des Landes, fort... Der offizielle Sprecher der sudanesischen Streitkräfte, Nabil Abdullah, beruhigte die Bürger, dass die Lage in der Stadt Wad Madani stabil sei... Al Arabiya, 18.12.2023). Zuvor (forderte die US-Botschaft in einer Erklärung am frühen Sonntag die Rapid Support Forces auf, „ihren Vormarsch im Bundesstaat al-Dschazira sofort zu stoppen und von einem Angriff auf Wad Madani abzusehen“ Al Arabiya, 17.12.2023), was den Einfluss der Botschaft auf die Kämpfenden bestätigt!

Drittens: Die Teilnahme al-Burhans am jüngsten IGAD-Gipfel.

All dies zeigt, dass Amerika die Atmosphäre für eine Teilung vorbereitet. Dennoch, und obwohl die Gefahr einer Teilung durch all diese Taten im Sudan greifbar wird und diese Teilung auch in den Äußerungen der Amerikaner vorkommt: (Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Linda Thomas-Greenfield, bekräftigte ihre Unterstützung für den Sudan in seiner aktuellen Krise... und merkte an, dass es „inakzeptabel sei, dass das Streben nach Macht zu einer erneuten Teilung des Sudans führt“. Independent Arabia, 20.11.2023). Trotz alledem ist es unwahrscheinlich, dass Amerika heute den Plan der Teilung verfolgt; vielmehr bereitet es lediglich die Atmosphäre dafür vor, falls Amerikas Interessen dies erfordern sollten...

6- Dementsprechend ist nach den derzeitigen Gegebenheiten davon auszugehen, dass die Region Darfur aktuell nicht vom Sudan abgetrennt wird. Vielmehr soll die RSF eine starke politische Opposition gegen das Regime bilden und daran arbeiten, die politische Opposition, die den Briten und Europäern untersteht, unter ihrer Führung zu vereinnahmen oder sie zu eliminieren. So würde die RSF zum Hauptakteur in der sudanesischen politischen Opposition anstelle der derzeitigen anderen politischen Kräfte werden. Es scheint, dass die Dinge darauf hinauslaufen... Daher erfolgte der Zug der RSF nach Darfur vor den Augen der Armee, um zur Hauptopposition im Land zu werden. Möglicherweise wird Amerika im Sudan zwei Flügel haben: einen politischen Flügel aus der RSF, der nicht ohne Bewaffnung ist, um die Opposition zu führen, und einen militärischen Flügel aus der Armee... damit beide Flügel den Interessen Amerikas dienen. Warum die Opposition der RSF nicht ohne Bewaffnung sein wird, liegt wahrscheinlich an zwei Gründen:

Erstens: Um die europäische Opposition, die aus den Agenten der Briten besteht, zu vereinnahmen, da deren politische Eliminierung nicht einfach ist, sondern militärischen Druck erfordert...

Zweitens: Damit die RSF in Darfur eine politische Opposition mit bewaffneter Stärke ist, falls das Interesse Amerikas eine weitere Abspaltung nach dem Südsudan erfordern sollte, so würde es diese Abspaltung in Darfur vollziehen... Es scheint, dass die Zeit für diese Abspaltung noch nicht gekommen ist... Vielmehr ist die Vorbereitung der Atmosphäre dafür das, was derzeit geschieht.

7- Diese Kämpfe sind das, worauf Amerika und seine Agenten jetzt hinarbeiten... und dies bereitet die Atmosphäre vor, die – falls sie anhält – zu einer neuen Teilung führt... O unsere Leute im Sudan, insbesondere die Armee und die Kämpfer... wie könnt ihr untereinander zum Vorteil der kolonialistischen Kuffar kämpfen... ihr tötet euch selbst, zerstört eure Häuser und verletzt eure Unantastbarkeiten?! Wie könnt ihr die Worte des Gesandten Allahs ﷺ vergessen, die Al-Bukhari von al-Ahnaf ibn Qais überlieferte, der sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs ﷺ sagen:

إذَا الْتَقَى الْمُسْلِمَانِ بِسَيْفَيْهِمَا فَالْقَاتِلُ وَالْمَقْتُولُ فِي النَّارِ

„Wenn zwei Muslime mit ihren Schwertern aufeinandertreffen, so kommen sowohl der Tötende als auch der Getötete ins Feuer.“ Ich sagte: „O Gesandter Allahs, dies gilt für den Tötenden, doch was ist mit dem Getöteten?“ Er sagte: „Er war darauf erpicht, seinen Gefährten zu töten.“! Wie erst, wenn dieser Kampf zum Vorteil Amerikas und seiner Helfer ist?! Dann ist es wahrlich noch verhängnisvoller und bitterer.

O unsere Leute im Sudan des großartigen Islams... im Sudan der Dongola-Moschee, der ersten Moschee, die die ersten Muslime im Sudan errichteten... im Sudan der großen islamischen Eröffnung zur Zeit des Kalifen Uthman (r.a.), als er dem Gouverneur von Ägypten befahl, das Licht des Islams in den Sudan zu tragen. Er sandte die Soldaten des Islams unter der Führung von Abdullah ibn Abi as-Sarh, und so erfolgte die Eröffnung im Jahre 31 n. H. ... So verbreitete sich der Islam mit Gottes Erlaubnis rasch, bis er den ganzen Sudan erfüllte: von Norden bis Süden und von Osten bis Westen... Dann setzte es sich zur Zeit der muslimischen Kalifen fort... hin zum Sudan, der gegen die Briten kämpfte, von 1896 bis zur Mitte des Ersten Weltkriegs 1916, als der gottesfürchtige und starke Held Ali Dinar, der Gouverneur von Darfur, als Märtyrer fiel – jener kämpfende Gelehrte, dem das Verdienst zukam, den Miqat der Stadt und der Leute von Scham „Dhu al-Hulayfa“ instand zu setzen und die Brunnen zur Tränkung der Pilger zu graben, die bis heute nach ihm benannt sind („Abyar Ali“)...

So dauerte der direkte britische Kolonialismus im Sudan sechzig Jahre lang, von der britischen Aggression 1896 bis zum Jahr 1956... Danach folgte der indirekte politische und kulturelle Kolonialismus und die Verbreitung der verfaulten kapitalistischen Werte sowie der Konflikt zwischen altem und neuem Kolonialismus, England und Amerika, um den Sudan, bis es schließlich dazu kam, dass der Körper des guten und reinen Landes Sudan zerrissen wurde. Der Süden wurde durch das nichtige und tödliche Naivasha-Abkommen unter der Schirmherrschaft des kolonialen Amerikas vom Norden abgetrennt... Und nun bereitet Amerika die Atmosphäre für eine neue Teilung vor, wenn sein Interesse dies erfordert!

O Angehörige im Sudan: Wahrlich, Hizb ut-Tahrir, der Vorreiter, der seine Leute nicht belügt, ruft euch dazu auf, alles in eurer Macht Stehende zu tun, um diese Kämpfe zwischen den Angehörigen der Armee und den Angehörigen der RSF zu stoppen. Sie sind eure Söhne, Brüder, Verwandten, Nachbarn oder Bekannten... Ihr hört und seht zweifellos die Tragödie dieser Kämpfe... So rettet die Angelegenheit, bevor es zu spät ist und Reue nichts mehr nützt.

إِنَّ فِي ذَلِكَ لَذِكْرَى لِمَنْ كَانَ لَهُ قَلْبٌ أَوْ أَلْقَى السَّمْعَ وَهُوَ شَهِيدٌ

„Darin liegt wahrlich eine Ermahnung für jenen, der ein Herz hat oder hinhört und zeugen kann.“ (Sure Qaf [50]: 37)

  1. Dschumada al-Achira 1445 n. H. 19.12.2023 n. Chr.

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