Frage:
(Das Weiße Haus erklärte in einer Mitteilung, dass US-Präsident Trump dem pakistanischen Premierminister Imran Khan in einem Telefonat am Freitag mitgeteilt habe, wie wichtig es sei, dass Indien und Pakistan versuchen, die Spannungen in Jammu und Kaschmir durch einen bilateralen Dialog abzubauen. Hespress – Reuters am 17.08.2019) Ende. Trump sagt dies zu einer Zeit, in der Modi mit der offiziellen Annexion Kaschmirs prahlt und behauptet, es sei kein umstrittenes Gebiet mehr zwischen Indien und Pakistan (Indiens Premierminister Modi sagte am 15.08.2019 in einer Rede anlässlich des indischen Unabhängigkeitstages: „Seiner Regierung sei es gelungen, das zu erreichen, woran alle vorherigen indischen Regierungen gescheitert seien...“ Ash-Sharq al-Awsat am 16.08.2019)! Die Frage ist: Welchen Nutzen hat ein Dialog, nachdem Indien Kaschmir offiziell annektiert hat? Warum hat Pakistan nicht die richtigen Maßnahmen ergriffen, um Kaschmir durch den Dschihad zu befreien, zumal es mit seiner Armee dazu in der Lage wäre? Und spielen die USA dabei eine Rolle? Möge Allah dich mit Gutem belohnen.
Antwort:
Um die Antwort zu verdeutlichen, führen wir folgende Punkte an:
1- Unter allen Regionen der Welt ist die eurasische Region für die US-Außenpolitik am wichtigsten. Die USA unternehmen alle Anstrengungen, damit in dieser Region kein Konkurrent auftaucht. Es gibt vier potenzielle Konkurrenten: Russland, China, Deutschland und das Kalifat. Doch sie sehen China als den derzeit tatsächlichen Konkurrenten an. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion betrachten US-Strategen China als die größte Bedrohung für US-Interessen. Praktisch gesehen haben US-Strategen die Staaten im asiatisch-pazifischen Raum genutzt, um den Aufstieg Chinas als Seemacht zu sabotieren, und sie haben den indischen Subkontinent eingesetzt, um dem Aufstieg Chinas als dominierende Macht in Eurasien entgegenzuwirken. Während die USA ihre Fähigkeiten im asiatisch-pazifischen Raum durch eine Vielzahl von Allianzen mit Taiwan, Thailand, Vietnam, den Philippinen, Japan, Indonesien und Australien stärkten, kam es auf dem indischen Subkontinent – insbesondere mit Indien – zu keinem nennenswerten Bündnis, bis Vajpayee Ende der 90er Jahre die Regierung übernahm. Die Instrumentalisierung Indiens erreichte ihren Höhepunkt nach dem Besuch von Präsident Clinton im Jahr 2000. Kurz nach den Ereignissen vom 11. September 2001 konzentrierte sich die Bush-Administration auf Indien, und ein großer Teil der US-Maßnahmen zielte darauf ab, die militärische Kluft zwischen Indien und China gemäß den US-Programmen zu schließen. Zu diesen Maßnahmen gehörte das Nuklearabkommen der USA mit Indien.
2- Die USA erkannten, dass die Spannungen um Kaschmir zwischen Indien und Pakistan die Konfrontation des indischen Subkontinents gegen China schwächen. Um diese Spannungen zu überwinden, begannen die Vereinigten Staaten mit einem Normalisierungsprozess zwischen Indien und Pakistan. Ziel der Normalisierung war es, die indischen und pakistanischen Streitkräfte davon abzubringen, wegen Kaschmir gegeneinander zu kämpfen, und die Bemühungen stattdessen auf eine Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten zu lenken, um den Aufstieg Chinas einzudämmen. Die USA dachten, dass die Annexion Kaschmirs durch Indien und der Druck der USA auf das Regime in Pakistan, es nicht militärisch zurückzufordern und das Thema auf den Dialog zu verlagern, die Angelegenheit zum Erliegen bringen und einen militärischen Konflikt zwischen ihnen verhindern würde. Dies gleicht der Situation der Abbas-Behörde in Palästina und der sie umgebenden arabischen Staaten, die keinen militärischen Konflikt mit dem Staat der Juden führen, während dieser von Palästina annektiert, was er will! So begann Modi mit dem Plan zur Annexion von Jammu und Kaschmir sowie zur Änderung der demografischen Struktur dort. Daraufhin folgte die Entscheidung Modis vom 05.08.2019, den Artikel 370 ihrer Verfassung in Bezug auf Kaschmir aufzuheben. Dieser Artikel gewährte der Region ein hohes Maß an Autonomie, da er es Kaschmir ermöglichte, eine eigene Verfassung, eine eigene Flagge und Unabhängigkeit in vielen Angelegenheiten zu haben, mit Ausnahme von Außenpolitik, Verteidigung und Kommunikation. Die Entscheidung zur Aufhebung erfolgte unter dem Namen „Reorganisationsgesetz“, das das besetzte Kaschmir in zwei Gebiete aufteilt: das Gebiet Jammu und Kaschmir sowie das Gebiet Ladakh, und die Verwaltung beider Gebiete direkt an die Bundesregierung in Neu-Delhi bindet. Das Oberhaus des indischen Parlaments (Rajya Sabha) verabschiedete den Gesetzentwurf am nächsten Tag, dem 06.08.2019, mit 125 zu 61 Stimmen. Zudem wurde der Artikel 35A aufgehoben, der es Nicht-Kaschmiris untersagte, Immobilien und Land in Kaschmir zu erwerben. Dies ermöglicht es Indern aus anderen Bundesstaaten, nach Kaschmir zu kommen, dort Immobilien und Land zu kaufen und sich um Regierungsstellen zu bewerben, was zu einem demografischen und kulturellen Wandel in der mehrheitlich muslimischen Region führt. Dies ähnelt den Maßnahmen des Staates der Juden bei den Annexionen in Palästina! So wie das, was Netanjahu tut, mit der Zustimmung und dem grünen Licht der USA geschieht, so geschieht es auch bei Modi mit der Zustimmung und dem grünen Licht der USA. Das bedeutet, dass Modi den Ansatz Netanjahus in Palästina mit Zustimmung und Unterstützung der USA kopiert hat.
3- Als Indien seine jüngste Entscheidung zur Aufhebung des Sonderstatus von Kaschmir bekannt gab, war die Haltung Pakistans ebenfalls defätistisch und ging nicht über eine bloße Verurteilung zur Gesichtswahrung hinaus. Das pakistanische Außenministerium gab eine Erklärung ab, in der es hieß: „Pakistan verurteilt und lehnt die am Montag (05.08.2019) in Neu-Delhi abgegebene Erklärung entschieden ab. Keine einseitige Maßnahme der indischen Regierung kann den Status des umstrittenen Gebiets ändern, und als Teil dieses internationalen Konflikts wird Pakistan alles in seiner Macht Stehende tun, um den illegalen Maßnahmen entgegenzuwirken.“ (AFP 05.08.2019). Der pakistanische Botschaper in Moskau, Qazi Khalilullah, sagte: „Die pakistanischen Behörden konzentrieren sich derzeit auf die Vorbereitung diplomatischer, politischer und rechtlicher Reaktionen auf die jüngsten indischen Maßnahmen in Kaschmir. Es wurde ein Sonderausschuss gebildet, der der Regierung Empfehlungen in dieser Angelegenheit vorlegen wird.“ Das ist genau das, was die Abbas-Behörde und die arabischen Staaten um sie herum tun, indem sie die Verletzungen des Staates der Juden im gesegneten Land Palästina verurteilen und dagegen protestieren, ohne die Armeen zum Kampf zu bewegen. Pakistan wiederholt dieselbe Rolle, indem es verurteilt, ohne die Armee zum Kampf zu bewegen! Darüber hinaus suchen sie Zuflucht bei den Vereinten Nationen und den USA, um ihre Probleme zu lösen, obwohl diese der Feind sind – hütet euch also vor ihnen!
4- Dies wird durch die Tweets des pakistanischen Premierministers Imran Khan vom 11.08.2019 untermauert, in denen er den Schritt Indiens als einen Akt beschreibt, der zur „Unterdrückung der Muslime in Indien führen und später Pakistan ins Visier nehmen wird, sowie ein Versuch ist, die demografische Situation in Kaschmir durch ethnische Säuberungen zu verändern“. Er bittet die sogenannte internationale Gemeinschaft einzugreifen und behauptet, dass diese internationale Gemeinschaft die Macht habe, Indien abzuschrecken! Dabei vergisst Pakistan, dass es selbst die Kraft hat, Indien abzuschrecken. Dies ist eine bekannte Tatsache, denn Indien kündigte am 26.02.2019 die Durchführung eines Luftangriffs auf Lager kaschmirischer Gruppen an und behauptete, „eine große Anzahl in diesen Lagern getötet zu haben“. Dies geschah, nachdem berichtet wurde, dass kaschmirische Gruppen eine Operation gegen die indische Besatzungsarmee in Kaschmir durchgeführt und dabei am 14.02.2019 41 indische Soldaten getötet hatten. Pakistan gab am Tag nach diesem indischen Angriff bekannt, dass es zwei indische Flugzeuge abgeschossen, einen Piloten gefangen genommen und zwei getötet habe. Dies beweist die Fähigkeit der Armee, Indien abzuschrecken und zu besiegen. Doch das pakistanische Regime meint es nicht ernst mit der Ergreifung von Schritten zur Abschreckung Indiens; vielmehr beugt es sich den Befehlen der USA, die im Vorfall des Flugzeugabschusses zur Deeskalation aufforderten. In Nachrichtenberichten hieß es: („US-Außenminister Pompeo telefonierte nach dem indischen Luftangriff auf das Lager der Gruppe Jaish-e-Mohammed mit seinen indischen und pakistanischen Amtskollegen und gab eine Erklärung ab, in der er beide Seiten zur Ruhe und zur Vermeidung jeglicher Schritte mahnte, die das Risiko eskalieren und stark erhöhen könnten.“ Er stellte sich sogar auf die Seite Indiens, als der Amerikaner hinzufügte: „Die indischen Luftangriffe seien Maßnahmen zur Terrorbekämpfung gewesen, und er forderte Pakistan auf, ernsthaft gegen die auf seinem Boden operierenden terroristischen Gruppen vorzugehen“... AFP, Reuters 28.02.2019). Aus dieser Erklärung geht hervor, wie parteiisch die USA auf der Seite Indiens stehen und deren Taten unterstützen, so wie sie es in Palästina tun, wo sie sich immer auf die Seite des jüdischen Gebildes stellen und alles unterstützen, was es gegen die Muslime unternimmt, die ihr Land verteidigen und für dessen Befreiung arbeiten. Dennoch hat Pakistan, wie die Abbas-Behörde und die arabischen Regime, nicht von der Gewohnheit abgelassen, bei den USA Zuflucht zu suchen und deren Eingreifen zur Lösung des Problems zu erwarten, obwohl es weiß, dass sie auf der Seite Indiens stehen. Der pakistanische Botschafter in Washington, Majeed Khan, erklärte am 27.02.2019: (Die Erklärung „des US-Außenministers“ wurde als Unterstützung der indischen Position interpretiert und verstanden, was sie „die Inder“ noch mehr ermutigte. Er sagte: „Vielleicht gibt es kein anderes Land, das in einer besseren Position ist als die Vereinigten Staaten, um eine Rolle zu spielen“... AFP 28.02.2019). Das heißt, obwohl er zugibt, dass die Erklärung des US-Außenministeriums eine Unterstützung der indischen Position darstellt, sieht er die USA als qualifiziert an, diese Rolle zu übernehmen! Es ist die übliche Methode der USA, sie mit dem Sicherheitsrat und den Vereinten Nationen zu beschäftigen. So verhielt sich das pakistanische Regime und erklärte, dass es keine Spannungen und keine Eskalation mit Indien wolle und lediglich formellen Protest bei den Vereinten Nationen gegen Neu-Delhi einlegen werde, nicht mehr und nicht weniger. Das Regime kündigte sogar an, den indischen Piloten an Indien zu übergeben, und übergab ihn tatsächlich als angebliche Friedensgeste. So rief Pakistan später, nach der Annexion Kaschmirs, zu einer („Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates zur Lage in der Region Kaschmir hinter verschlossenen Türen auf, nachdem Indien die Autonomie der Region aufgehoben hatte... Die pakistanische UN-Gesandte Maleeha Lodhi begrüßte die Entscheidung des Sicherheitsrates, die Kaschmir-Frage in einer Sondersitzung zu erörtern, und sagte, dass die Kaschmir-Frage beginne, global thematisiert zu werden und für eine Lösung mit Indien durch Dialog bereitstehe.“ Al-Araby Al-Jadeed am 16.08.2019)!
5- Diese Haltung zeigt, dass das pakistanische Regime keine militärischen Schritte zur Abschreckung Indiens unternehmen wird und keinerlei ernsthafte Maßnahmen gegen es ergreifen wird, was die Entscheidung Indiens zur Aufhebung des Sonderstatus von Kaschmir und die Besatzung festigt. Zu beachten ist, dass Imran Khan bei seinem Besuch in den USA am 21.07.2019 in Begleitung des pakistanischen Armeechefs Javed Bajwa und des Generaldirektors des Geheimdienstes (ISI) Faiz Hameed während seines Treffens mit Trump darum bat, dass Pakistan eine Rolle zugunsten der USA in Afghanistan spielt, indem er sagte: „Er hoffe, dass Pakistan hilft, eine politische Lösung zu vermitteln, um den seit 18 Jahren andauernden Krieg in Afghanistan zu beenden.“ Imran Khan beugte sich sofort den Befehlen Trumps und sagte: („Ich werde mich mit den Taliban treffen und mein Bestes tun, um sie davon zu überzeugen, Gespräche mit der afghanischen Regierung aufzunehmen.“ Danach prahlte er mit dem Verrat des pakistanischen Regimes und den Dienstleistungen für die USA, indem er sagte: „Der pakistanische Geheimdienst lieferte die Informationen, die es ‚den Amerikanern‘ ermöglichten, den Aufenthaltsort von Osama bin Laden ausfindig zu machen“... Reuters 22.07.2019). All dies bietet er den Amerikanern an, während sie Indien auf Kosten Pakistans unterstützen! Als Indien die Aufhebung des Sonderstatus für Kaschmir verkündete, gab das US-Außenministerium eine Erklärung ab, in der es hieß: „Wir unterstützen weiterhin den direkten Dialog zwischen Indien und Pakistan über Kaschmir und andere besorgniserregende Themen“... (Reuters 07.08.2019). Die USA verurteilten den Schritt Indiens nicht und sagten nicht, dass er gegen internationale Beschlüsse zu Kaschmir verstößt, sondern sprachen stattdessen höhnisch gegenüber Imran und seinem Regime vom Dialog. Welcher Dialog, wenn Indien offiziell die Annexion Kaschmirs verkündet?! Dies beweist die Zustimmung der USA zu diesem Schritt; vielmehr deutet es darauf hin, dass die USA im Voraus davon wussten, da Indien einen solchen Schritt nicht unternehmen könnte, ohne die USA vorher zu konsultieren und von ihnen grünes Licht zu erhalten.
6- In unserem Buch „Politische Fragen – Die besetzten Länder der Muslime“, das am 21.05.2004 veröffentlicht wurde, hieß es zur Kaschmir-Frage: („Da beide Staaten, Indien und Pakistan, nun unter dem Einfluss der USA stehen, bemühen sich diese ernsthaft um eine Verständigung zwischen ihnen in der Kaschmir-Frage. Sie haben ihre grundlegende Sichtweise zur Lösung des Problems geändert: Während sie anfangs die Internationalisierung der Frage anstrebten, drängen sie nun beide Seiten dazu, sie bilateral zwischen sich zu lösen. Die Meinung der USA zu dieser Lösung beinhaltet nun die Teilung Kaschmirs, so dass das befreite Kaschmir zu Pakistan gehört und das Kaschmir unter indischer Kontrolle zu Indien.“). Was jetzt geschieht, stimmt mit dem überein, was in unserem Buch erwähnt wurde. Indien hat diesen Schritt unternommen und eine neue Realität geschaffen, die die indische Besatzung Kaschmirs zementiert.
7- China verurteilte den Schritt Indiens. Die Entscheidung zur Aufhebung des Artikels 370 unter dem Namen „Reorganisationsgesetz“ teilte das besetzte Kaschmir in zwei Gebiete auf: Jammu und Kaschmir sowie Ladakh, und band deren Verwaltung an die Bundesregierung in Neu-Delhi. Insbesondere da Ladakh in der Region Kaschmir auf dem tibetischen Plateau in der Nähe von China liegt, hat Indien China vor diesem Gesetz nicht konsultiert. Daher erklärte Hua Chunying, die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums: „Dass die indische Seite in jüngster Zeit die Regionalpolitik Chinas untergraben hat, indem sie ihre nationalen Gesetze in Bezug auf die Grenzen geändert hat, ohne Rücksprache mit Peking zu halten, und dass China diese Praktiken nicht akzeptieren kann... Die Erklärungen Chunyings erfolgten als Reaktion auf die Entscheidung Neu-Delhis vom vergangenen Montag, Ladakh zum Unionsterritorium zu erklären, welches in seiner Fläche den westlichen Teil der chinesisch-indischen Grenze umfasst. Chunying betonte, dass China die Einbeziehung chinesischer Gebiete im westlichen Teil der Grenze unter dem Namen eines indischen Verwaltungsstaates stets ablehnt...“ (Al-Bayan am 08.08.2019).
8- Wir kommen aus dem Vorherigen zu folgenden Schlussfolgerungen:
a- Die Aufhebung des Artikels 370 und die anschließenden Annexionsmaßnahmen, die Modi durchgeführt hat und weiterhin durchführt, erfolgten mit grünem Licht und Unterstützung der USA, in der Annahme, dass die Annexion dazu führen würde, dass die Muslime Kaschmir vergessen, und dass Indien und Pakistan keine Probleme mehr miteinander hätten, da beide Regime derzeit dem US-Kurs folgen. Die USA und Indien haben dabei vergessen oder ignoriert, dass Kaschmir im Herzen der Muslime in Pakistan und überall auf der Welt ist, genau wie jedes andere besetzte islamische Land.
b- Die Zustimmung des Regimes in Pakistan oder sein Schweigen zur Annexion Kaschmirs durch Indien bedeutet keineswegs das Schweigen der Muslime in Pakistan oder das Schweigen ihrer Armeen. Indien ist sich der Schläge dieser Armee bewusst, und der Abschuss der beiden indischen Flugzeuge liegt noch nicht lange zurück. Diese Schläge der Armee finden statt, während das Imran-Regime die Armee daran hindert, Kaschmir zu befreien; es ist ihr lediglich erlaubt, sich zu verteidigen, und selbst dies unterliegt Einschränkungen! Was wäre erst, wenn sie zum Kampf mobilisiert würden? Dann würde der Feind von ihnen das sehen, was sein Untergang wäre!
c- China verurteilte den Schritt Indiens. Das chinesische Außenministerium gab eine Erklärung ab, in der es hieß: „Die Entscheidung Indiens ist einseitig, wirkt sich negativ auf die territoriale Souveränität Chinas aus und verletzt internationale Abkommen. Peking wird der einseitigen Entscheidung Indiens zur Änderung des rechtlichen Status der Region Kaschmir nicht zustimmen, und die Entscheidung ist unannehmbar.“ (Anadolu 06.08.2019). China erkennt, dass dies die Position Indiens in der Region stärkt, Indien zu einem Konkurrenten Chinas macht und es zu einer regionalen Macht auf Augenhöhe werden lässt. Dies ist das Ziel der USA, um der regionalen Macht Chinas entgegenzuwirken. Da Ladakh in der Region Kaschmir auf dem tibetischen Plateau nahe China liegt und obwohl seine Einwohnerzahl gering ist (etwa 270.000 Einwohner), hat die Lösung der Kaschmir-Frage in dieser Form und der Zugriff auf das Gebiet Ladakh an der chinesisch-indischen Grenze ohne Konsultation Chinas Kritik vonseiten Chinas hervorgerufen. Wenn China in der Lage ist, seine Schritte klug zu planen und sein politisches Bewusstsein zu schärfen, um die Situation in Ladakh zu seinem Vorteil zu nutzen, könnte es die Pläne der USA durchkreuzen. Anstatt dass Ladakh eine Operationsbasis für US-Truppen gegen China wird, wie es die USA planen, könnte es zu einem Sumpf für diese Truppen werden, in den sie hineingeraten und aus dem sie nicht mehr herauskommen!
9- Schließlich liegt unser Unglück in den Herrschern in den Ländern der Muslime. Die Elemente der Stärke bei uns sind ausreichend, ja mehr als ausreichend, um unsere Rechte mit Ehre zurückzuholen und dem Feind eine Lektion zu erteilen, die ihn bis ins Grab begleitet! Doch die Herrscher, die Allah, Seinen Gesandten und die Gläubigen verraten haben, beugen sich ihren Herren unter den ungläubigen Kolonialisten weit mehr, als sie sich Allah, dem Herrn der Welten, beugen. Sie hindern die Armeen daran, ihre Feinde zu bekämpfen, um die besetzten Teile ihrer Länder zu befreien. Dann betteln diese Herrscher mit Demütigung und Erniedrigung um einige Brosamen in den Korridoren der Vereinten Nationen und des Sicherheitsrates – falls sie diese Brosamen überhaupt erhalten! Doch trotz all dieser Tragödien werden die besetzten Länder der Muslime, von Palästina über Kaschmir bis hin zu Burma, dem Land der Rohingya, dann Ostturkestan, der Kaukasus, Tschetschenien und seine Umgebung, die Krim und jedes Land, in dem der Muezzin den Takbir rief und das von den Feinden des Islam besetzt wurde, mit der Erlaubnis Allahs zum Haus des Islam (Dar al-Islam) zurückkehren, über dem das Banner des Islam wehen wird. Der schützende Imam wird sie zurückbringen... der rechtgeleitete Kalif wird sie zurückbringen... die Armee des kämpfenden Islam wird sie zurückbringen. Wer also Ehre im Diesseits und das höchste Paradies (Al-Firdaws al-A'la) im Jenseits begehrt, der soll die Ärmel hochkrempeln und mit den Arbeitenden für die Errichtung des Kalifats wirken, und diese Arbeit soll mit Aufrichtigkeit und Ergebenheit durch sein Blut, sein Herz und seine Glieder fließen.
إِنَّ هَذَا لَهُوَ الْفَوْزُ الْعَظِيمُ * لِمِثْلِ هَذَا فَلْيَعْمَلِ الْعَامِلُونَ
"Wahrlich, dies ist gewiss der großartige Sieg. Für so etwas wie dies sollen die Arbeitenden arbeiten." (Sure As-Saffat [37]: 60-61)
- Dhu l-Hidscha 1440 n. H. 18.08.2019 n. Chr.