Frage:
Am 14.09.2024 veröffentlichte Dar al-Hilal: „Die pakistanische Polizei gab am Samstag den Tod von mindestens zwei ihrer Beamten bei einer Explosion in der Nähe eines Polizeibusses in Quetta, der Hauptstadt der Provinz Belutschistan im Südwesten des Landes, bekannt...“ Zuvor erlebte Pakistan im Rahmen eines seit Jahrzehnten andauernden ethnischen Aufstands die weitreichendsten Angriffe seit Jahren, wobei bei mehreren Attacken mehr als 73 Menschen getötet wurden. In einer per E-Mail an Journalisten gesendeten Erklärung übernahm die Belutschische Befreiungsarmee (BLA) die Verantwortung für die Angriffe (Al-Hurra, 27.08.2024). Warum eskaliert die Gewalt in Belutschistan? Ist Großbritannien daran beteiligt, Probleme für die Armee zu schaffen? Verursachen die USA diese Probleme selbst, um die Armee vom besetzten Kaschmir und von Indien abzulenken? Ist Indien ebenfalls involviert? Und welche Rolle spielt China dabei?
Antwort:
Um die oben genannten Fragen zu klären, betrachten wir die folgenden Punkte:
Erstens: Die Region Belutschistan erstreckt sich über Pakistan, Afghanistan und den Iran. Im Südwesten Pakistans ist sie als Provinz Belutschistan mit der Hauptstadt Quetta bekannt. Im Südosten Irans bildet sie die Provinz Sistan und Belutschistan mit der Hauptstadt Zahedan. Zudem erstreckt sie sich über hundert Kilometer weit in den Süden Afghanistans und umfasst Teile der Provinzen Nimroz, Helmand und Kandahar. In bevölkerungspolitischer Hinsicht ist der pakistanische Teil Belutschistans der mit Abstand wichtigste. Dort leben etwa 20 Millionen Belutschen und Paschtunen. Er macht etwa 44 % der Fläche Pakistans aus, beherbergt jedoch nur etwa 6 % der pakistanischen Gesamtbevölkerung von rund 240 Millionen Menschen. Belutschistan ist eine der rohstoffreichsten Regionen Pakistans, insbesondere was Gas und Mineralien betrifft; es beherbergt eines der weltweit größten Vorkommen an Kupfer und Gold. Beispielsweise hält das kanadische Bergbauunternehmen Barrick Gold etwa 50 % an der Reko-Diq-Mine in Belutschistan. Belutschistan ist zudem ein zentraler Bestandteil des China-Pakistan Economic Corridor (CPEC), einem Projekt im Rahmen der chinesischen Belt and Road Initiative, das von China finanziert wird, um das Arabische Meer am Hafen von Gwadar in der Nähe des Golfs von Oman zu erreichen. Parallel dazu baut China in Gwadar einen internationalen Flughafen. Daher kommt der Provinz Belutschistan für Pakistan eine enorme Bedeutung zu. Im iranischen Teil leben etwa 3 Millionen Menschen, während die Zahl der Belutschen im afghanischen Teil auf weniger als eine Million geschätzt wird. Die Bevölkerung Belutschistans in diesen drei Ländern besteht fast ausschließlich aus sunnitischen Muslimen. Der Islam erreichte diese Gebiete bereits im Jahr 23 n. H. zur Zeit des Rechtgeleiteten Kalifen Umar (r.). Nach Unruhen, die vom hinduistischen Königreich Sindh provoziert worden waren, stellte das Kalifat zur Zeit von Muawiya die Kontrolle wieder her. Der umayyadische Kalif Abd al-Malik bin Marwan nutzte die Region später als Ausgangspunkt für die Eroberung des Sindh.
Zweitens: In der Provinz Belutschistan in Pakistan sind zahlreiche nationalistisch orientierte Separatistengruppen aktiv, die seit Ende der 1960er Jahre einen Guerillakrieg gegen die pakistanische Armee führen. Die bekannteste und größte dieser Gruppen ist die Belutschische Befreiungsarmee (BLA), die im Jahr 2000 gegründet wurde. Diese Gruppe ist lokal mit einer weiteren wichtigen Organisation verbündet, der Belutschischen Befreiungsfront (BLF), die 1964 gegründet wurde und die älteste dieser Gruppen ist. Sie führte Guerillakämpfe gegen die pakistanische Armee und war auch an Operationen gegen das iranische Militär im Iran beteiligt. Es gibt weitere, weniger bedeutende Gruppen. Wie bei bewaffneten Organisationen üblich, die dringend Geld und Waffen benötigen, wurden die separatistischen Gruppen in Belutschistan schnell zur Zielscheibe verschiedener Geheimdienste. Mit der sowjetischen Besatzung Afghanistans im Jahr 1979 und der Umwandlung Pakistans in eine Basis für die Mudschaheddin begann Moskau, die separatistischen Gruppen in Belutschistan zu unterstützen, um Pakistan zu schaden. Nach dem Erfolg der Revolution von Chomeini im Iran 1979 und dem Ausbruch des Ersten Golfkriegs unterstützte das irakische Regime die BLA für militärische Operationen im Iran. Auch Indien unterstützte diese Gruppen in Belutschistan vor dem Hintergrund seiner Kriege mit Pakistan um Kaschmir. Da die USA Indien als Pfeiler ihrer Achse gegen China sehen wollten, begannen beide Seiten (Indien und die USA), diese Gruppen in Belutschistan zu unterstützen, um die pakistanische Armee in interne Kämpfe zu verwickeln und sie von der indischen Grenze und der indischen Kontrolle in Jammu und Kaschmir abzulenken.
Drittens: Dies sind die notwendigen politischen Fakten, um die Realität der Angriffe und des Guerillakriegs zu verstehen, den die bewaffneten Gruppen in Belutschistan gegen die pakistanische Armee führen. Verfolgt man diese Angriffe und ihre Entwicklung über die Jahrzehnte, stellt man Folgendes fest:
Vor der US-Besatzung Afghanistans pflegten die pakistanischen Regierungen Kontakt zu diesen Gruppen und schlossen Friedensabkommen mit ihnen, weshalb die 1990er Jahre eine relativ ruhige Phase waren. Doch die Angriffe dieser Gruppen, insbesondere der BLA, nahmen ab 2003 massiv zu. Pakistan reagierte darauf und tötete 2006 den separatistischen Anführer in Belutschistan, Nawab Akbar Bugti, woraufhin die Lage eskalierte.
Pakistan erlebte am 25. und 26.08.2024 die weitreichendsten Angriffe der BLA seit Jahren. Etwa 73 Personen wurden getötet, wobei Polizeistationen, Eisenbahnlinien und Fahrzeuge auf einer Autobahn in Belutschistan angegriffen wurden. („Die heftigsten Angriffe ereigneten sich am Montag, dem 26.08.2024, auf einer Autobahn, die die Provinzen Belutschistan und Punjab im Bezirk Musakhel verbindet. Dort hielten Bewaffnete Busse und Lastwagen an und erschossen 23 Arbeiter aus dem Punjab, nachdem sie ihre Identität überprüft hatten... Die pakistanische Armee gab zudem bekannt, 21 separatistische Kämpfer in Belutschistan getötet zu haben... Im Jahr 2023 wurden etwa 110 Angriffe durchgeführt und in den ersten Monaten des Jahres 2024 etwa 62 Angriffe – so die Statistik des Pakistan Institute for Peace Studies in Islamabad“ – Al-Jazeera, 26.08.2024).
„Die pakistanische Polizei gab am Samstag den Tod von mindestens zwei ihrer Beamten bei einer Explosion in der Nähe eines Polizeibusses in Quetta, der Hauptstadt der Provinz Belutschistan im Südwesten des Landes, bekannt... Erste Berichte deuten darauf hin, dass die Explosion durch einen am Straßenrand deponierten Sprengsatz verursacht wurde...“ (Dar al-Hilal, 14.09.2024).
Viertens: Neben der pakistanischen Armee und Polizei geraten nun verstärkt Chinesen und chinesische Projekte im Rahmen des CPEC ins Visier dieser Gruppen. Diese Angriffe lassen sich wie folgt zusammenfassen:
In Belutschistan gibt es eine Reihe von Großprojekten, die von China verwaltet werden. „Fünf Chinesen, die auf der Baustelle des Wasserkraftwerks Dasu in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa arbeiteten, und ihr pakistanischer Fahrer wurden bei einem Selbstmordanschlag auf ihr Fahrzeug getötet...“ (Al-Hurra, 27.08.2024).
Sechs Menschen starben bei einer Explosion, als ihr Konvoi Ziel eines Selbstmordanschlags wurde. „Dies ist der dritte große Angriff auf chinesische Interessen in Pakistan innerhalb einer Woche. Die beiden vorangegangenen Anschläge galten einem Luftwaffenstützpunkt und einem strategischen Hafen in der Provinz Belutschistan im Südwesten des Landes, wo China Milliarden in Infrastrukturprojekte investiert.“ (Asharq al-Awsat, 26.03.2024).
„Die BLA umfasst die Majid-Brigade, die für Selbstmordoperationen zuständig ist. Einer ihrer bemerkenswertesten Angriffe war der Selbstmordanschlag auf ein chinesisches Institut an der Universität von Karatschi in der Provinz Sindh im April 2022.“ (Al Jazeera Net, 01.02.2024).
Diese Angriffe wiederholen sich: Von der Tötung chinesischer Ingenieure im August 2018 (Reuters, 11.08.2018) über den Angriff auf das chinesische Konsulat in Karatschi im November 2018 (Sky News Arabia, 23.11.2018) bis hin zum Angriff auf ein Luxushotel in Gwadar (Belutschistan), in dem normalerweise Chinesen untergebracht sind, im Mai 2019 (Al-Hurra, 12.05.2019), wo sich der berühmte, von China errichtete Hafen befindet.
Die Separatisten zielen auch auf chinesische Interessen und in Belutschistan arbeitende Chinesen ab. Erst kürzlich, am 13.08.2024, griffen sie einen Konvoi an, der chinesische Ingenieure zum Hafen von Gwadar transportierte. Ähnliche Vorfälle gab es bereits früher, bei denen chinesische Akademiker getötet wurden, die im Rahmen des CPEC arbeiteten. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif erklärte: „Die Angriffe zielen darauf ab, den China-Pakistan Economic Corridor zu schädigen...“ (Al-Araby, 30.08.2024).
Fünftens: Die Akteure, die diese Angriffe gegen chinesische Interessen und die pakistanische Armee lenken, sind Indien und hinter Indien die USA:
Das Interesse Indiens an diesen Angriffen auf die pakistanische Armee lässt sich an folgenden Punkten erkennen:
a. Im Jahr 2018 verwies die Zeitung The News International auf Sicherheitsberichte, wonach Indien mehr als 50 Milliarden Rupien (261 Millionen Dollar) bereitgestellt habe, um den Wirtschaftskorridor durch Unruhen in Belutschistan zu sabotieren (Al Jazeera Net, 15.05.2022).
b. Der Stabschef der pakistanischen Armee, General Raheel Sharif, der lokale Premierminister von Belutschistan sowie der Senatspräsident Raza Rabbani „beschuldigten den indischen Geheimdienst der Verwicklung. Sharif wies darauf hin, dass Indien massive Wirtschaftsprojekte im Wert von 46 Milliarden Dollar sabotieren wolle, die China in Belutschistan begonnen hat, da Neu-Delhi befürchtet, dass diese sich negativ auf seine Wirtschaft auswirken könnten. Er sagte: 'Es ist ein Versuch, die Sicherheit in der Provinz zu destabilisieren und das Wirtschaftskorridor-Projekt zwischen Pakistan und China anzugreifen.'“ (Noon Post, 18.08.2016).
c. Diese Gruppe rückt heute wieder in den Fokus, „nachdem sie die Verantwortung für einen Selbstmordanschlag auf die pakistanische Börse in Karatschi, dem Wirtschaftszentrum des Landes, am 29. Juni übernommen hatte, bei dem sieben Menschen getötet wurden. Unmittelbar nach dem Angriff beschuldigte Pakistan Indien, diesen geplant zu haben und die BLA sowie alle anderen belutschischen Separatistenbewegungen zu unterstützen.“ (Al-Araby Al-Jadeed, 12.07.2020).
d. „Pakistan verhaftete letztes Jahr am 09.04.2023 den Anführer und Gründer der sogenannten Belutschischen Nationalarmee (BNA), Gulzar Imam, die im Januar 2022 gegründet wurde und für Dutzende von Angriffen in Belutschistan und im Punjab verantwortlich ist.“ Das Medienorgan der pakistanischen Armee gab bekannt, dass der wichtigste Geheimdienst der Armee erklärte: „Gulzar Imam habe Indien und Afghanistan besucht, und feindliche Geheimdienste hätten versucht, ihn gegen Pakistan und seine nationalen Interessen zu instrumentalisieren.“ (Al-Jazeera, 12.09.2023).
Das Interesse der USA an den Angriffen der belutschischen Armee zeigt sich in folgenden Punkten:
a. Seit 2014 wird Indien von US-Vasallen der Bharatiya Janata Party (BJP) unter Modi regiert, der die US-Politik gegenüber China umsetzt. Daher dient alles, was Indien gegenüber China unternimmt, den US-Interessen mit indischen Werkzeugen.
b. „Die pakistanische Außenministerin Hina Rabbani Khar warnte die USA vor einer Einmischung in die inneren Angelegenheiten ihres Landes. Die Ministerin sprach dies an, nachdem der US-Kongress einer Resolution zugestimmt hatte, die das Selbstbestimmungsrecht für die Provinz Belutschistan fordert. Die pakistanische Ministerin sagte jedoch, ihr sei bewusst, dass diese Resolution nicht die offizielle Politik der US-Regierung widerspiegle.“ (BBC, 20.02.2012).
c. Im Jahr 2022 unterzeichneten die USA ein Abkommen mit der Regierung von Belutschistan zum Bau der ersten Polizeiermittlungsschule in der Provinz, was den USA eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung rechtlicher Ermittlungen, der Polizeiarbeit sowie von Gesetz und Ordnung in der Provinz einräumte. Dies war ein Einfallstor für die US-Einmischung in die Angelegenheiten Belutschistans!
Sechstens: Somit sehen wir, dass die USA ein Interesse daran haben, diese nationalistischen Separatistenbewegungen in Belutschistan zu instrumentalisieren, um im Rahmen ihrer China-Politik chinesische Interessen zu bedrohen. Es scheint sogar, dass sie und ihr Vasall Indien diese Bewegungen nutzen, um chinesische Interessen anzugreifen, während Indien aufgrund von Grenzstreitigkeiten und im Dienste der US-Interessen einen Konflikt mit China austrägt. All diese US-Ziele werden heute in der Realität umgesetzt: Die pakistanische Armee wurde in ihren inneren Gebieten fernab von Indien, insbesondere von Kaschmir, gebunden. Man hat sie in Belutschistan mit der Aufstandsbekämpfung und der Verfolgung von Separatistengruppen beschäftigt. „Infolge des eskalierenden Konflikts in der Provinz hat die pakistanische Regierung 80.000 Soldaten stationiert, um belutschische Organisationen zu bekämpfen...“ (Al Jazeera Net, 01.02.2024). Die üblichen pakistanischen Erklärungen und Drohungen gegen Indien sind verschwunden und wurden durch Drohungen gegen den Terrorismus und die Rebellen ersetzt. So wurde die indische Front gegenüber Pakistan gesichert, woraufhin Indien seine Armee entlang der Grenze zu China konzentrierte und es dort zu Zusammenstößen kam. Genau das wollen die USA: China in eine Konfrontation mit Indien verwickeln.
Siebtens: Was Großbritannien betrifft, so gibt es zwar keine Beweise für seine Aktivitäten oder die seiner Agenten am Golf innerhalb des pakistanischen Belutschistans, doch deutet „eine Spaltung innerhalb der BLA im Jahr 2010 unter der Führung von Mehran Marri, der die britische Staatsbürgerschaft besitzt und die United Baloch Army gründete“ (Al Jazeera Net, 01.02.2024), auf Bemühungen hin, Einfluss innerhalb der Separatistengruppen in Belutschistan zu gewinnen. Sein Einfluss bleibt jedoch im Vergleich zu den USA und Indien gering. Britischer Einfluss in Indien und Pakistan ist stark geschrumpft, da dort US-Hörige an der Macht sind.
Achtens: Zusammenfassend lässt sich sagen:
Das Herrschaftssystem in Pakistan hätte das Belutschistan-Problem als Teil seines eigenen Territoriums durch die Schari’ah-konforme Fürsorge (Ri'ayah) lösen müssen – mit Gerechtigkeit, Güte und der Nutzung des öffentlichen Eigentums in Belutschistan zum Wohle aller Staatsbürger, einschließlich der Belutschen. Stattdessen behandelte es das Problem sicherheitspolitisch durch Tötungen und Verhaftungen und nicht durch eine gute Fürsorge, wie sie im Islam vorgeschrieben ist:
الْإِمَامُ رَاعٍ وَمَسْئُولٌ عَنْ رَعِيَّتِهِ
„Der Imam ist ein Hirte und er ist verantwortlich für seine Herde.“ (Bukhari)
Ebenso hätten die bewaffneten Organisationen in Belutschistan es den Feinden des Islam (USA und Indien) nicht erlauben dürfen, sie gegen ihr eigenes Land zu instrumentalisieren. Sie hätten nicht auf Abspaltung und Zerstückelung des Staates hinarbeiten dürfen, denn dies ist im Islam eine schwere Tat, die den Täter mit großer Sünde belädt. Die Muslime sind eine einzige, unteilbare Ummah.
إِنَّ هَذِهِ أُمَّتُكُمْ أُمَّةً وَاحِدَةً وَأَنَا رَبُّكُمْ فَاعْبُدُون
„Gewiss, diese eure Ummah ist eine einzige Ummah, und Ich bin euer Herr, so dient Mir.“ (al-Anbiya [21]: 92)
Das Dritte, was noch schwerwiegender ist, betrifft zwei Seiten: Einerseits die Loyalität des pakistanischen Herrschaftssystems gegenüber den USA und die Ausführung ihrer Befehle, sich in interne Angelegenheiten zu verstricken, anstatt die Streitkräfte zur Befreiung Kaschmirs einzusetzen. Andererseits die Hilfesuche der Separatistenorganisationen in Belutschistan bei den Kuffar und Polytheisten. All dies ist im Islam verboten:
وَلَنْ يَجْعَلَ اللهُ لِلْكَافِرِينَ عَلَى الْمُؤْمِنِينَ سَبِيلا
„Und Allah wird den Ungläubigen niemals einen Weg (zum Sieg) über die Gläubigen gewähren.“ (an-Nisa [4]: 141)
Nur die Anwendung der islamischen Gesetze und die Verbreitung der Idee der wahren islamischen Brüderschaft werden den Völkern Pakistans den echten Zusammenhalt zurückgeben. Nur die Umsetzung der Gleichheit aller Muslime beim Nutzen aus den Erträgen des öffentlichen Eigentums wie Gas, Mineralien und anderem wird die Ungerechtigkeit, Armut und Marginalisierung des muslimischen Volkes von Belutschistan und anderer muslimischer Völker beenden. Der Islam hat nationalistische Tendenzen verworfen und sie kategorisch verboten, während er die Muslime zu Brüdern gemacht hat.
إِنَّمَا الْمُؤْمِنُونَ إِخْوَةٌ فَأَصْلِحُوا بَيْنَ أَخَوَيْكُمْ وَاتَّقُوا اللهَ لَعَلَّكُمْ تُرْحَمُونَ
„Die Gläubigen sind doch Brüder. So stiftet Frieden zwischen euren beiden Brüdern und fürchtet Allah, auf dass euch Barmherzigkeit erwiesen werde.“ (al-Hujurat [49]: 10)
Gleichzeitig muss diese islamische Brüderschaft sie dazu antreiben, gemeinsam mit jenen zu arbeiten, die für die Errichtung ihres einen Staates, des Rechtgeleiteten Kalifats, tätig sind – der Quelle ihrer Einheit, dem Ursprung ihrer Ehre und der Realität ihrer Brüderschaft. Und das ist der gewaltige Sieg.
وَيَوْمَئِذٍ يَفْرَحُ الْمُؤْمِنُونَ * بِنَصْرِ اللهِ يَنْصُرُ مَنْ يَشَاءُ وَهُوَ الْعَزِيزُ الرَّحِيمُ
„An jenem Tag werden sich die Gläubigen freuen * über die Hilfe Allahs. Er hilft, wem Er will, und Er ist der Allmächtige und Barmherzige.“ (ar-Rum [30]: 4-5)
- Rabīʿ al-Awwal 1446 n. H. 17.09.2024 n. Chr.