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Antwort auf eine Frage: Die Beschleunigung der kriegerischen Handlungen im Sudan

February 11, 2025
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Antwort auf eine Frage

Die Beschleunigung der kriegerischen Handlungen im Sudan

Frage:

Al-Arabiya Net veröffentlichte am 04.02.2025 auf seiner Website: „Die Armee und ihre unterstützenden Kräfte sind in den vergangenen Stunden aus dem Bundesstaat al-Dschazira kommend in die südöstlichen Teile des Bundesstaates Khartum eingedrungen...“. Die Website Youm7 veröffentlichte am 02.02.2025: „Der Korrespondent des Kanals Cairo News berichtete in einer Eilmeldung, dass die sudanesische Armee eine Reihe von Dörfern im Osten des Nils im Bundesstaat Khartum zurückerobert hat.“ Zuvor wurden am 11.01.2025 die Rapid Support Forces (RSF) durch die sudanesische Armee im Bundesstaat al-Dschazira und seiner Hauptstadt Wad Madani besiegt. (Der Kommandeur der Rapid Support Forces, Hemedti, gab in einer ihm zugeschriebenen Audioaufnahme die Niederlage seiner Truppen im Bundesstaat al-Dschazira zu... Al Jazeera, 13.01.2025). Danach wendete sich der Verlauf aller Kämpfe in den drei Städten der Hauptstadt (Khartum, Bahri und Omdurman) zugunsten der sudanesischen Armee. Sie übernahm die Kontrolle über mehrere wichtige Standorte in diesen Städten und brach die Belagerung des Generalhauptquartiers... Was steckt hinter dieser ungewöhnlichen Beschleunigung der Kämpfe? Sind dies alles lokale Aktionen, die aus dem plötzlichen Auftreten einer Stärke bei einer Seite – der sudanesischen Armee – resultieren, oder haben diese Kämpfe internationale Dimensionen im Konflikt um den Sudan?

Antwort:

Um die Fragen zu klären, betrachten wir folgende Punkte:

Erstens: Die Beschleunigung der kriegerischen Handlungen im Sudan:

  1. Es ist richtig, dass die Beschleunigung der kriegerischen Handlungen im Sudan auffällig ist. Nach dem Ausbruch des Krieges zwischen den beiden Machtrivalen im Sudan im April 2023 drehten sich die Kämpfe in einem geschlossenen Kreis, was die Geländegewinne betraf. Jede Seite hielt an den kontrollierten Positionen fest, und das Vorrücken einer Seite gegenüber der anderen war in den vergangenen Monaten geringfügig. „Während eines ganzen Jahres des Krieges, der am 15. April ausbrach, erzielte die Armee kaum nennenswerte Fortschritte, außer der Rückeroberung des Sitzes des nationalen Rundfunks und Fernsehens sowie anderer Gebiete in Omdurman im März 2024, wobei sie eine defensive Taktik beibehielt, um die übrigen Militärstandorte zu sichern.“ (Al-Rakoba Website, Sudan, 25.01.2025).

  2. Die Lage vor Ort begann sich jedoch seit September 2024 zu ändern, als die sudanesische Armee ihre Reihen sammelte, ernst machte und das brach, was sie „strategische Geduld“ und „langen Atem“ nannte. Sie begann, Fronten gegen die Rapid Support Forces zu eröffnen, übernahm die Kontrolle über die Halfaya-Brücke und den Weißen Nil und öffnete den Weg in Richtung des Stadtzentrums der Hauptstadt und Khartum-Bahri. Seit weniger als einem Monat nahmen die Ereignisse vor Ort einen noch schnelleren Verlauf. Die Armee übernahm am 11.01.2025 die Stadt Wad Madani, nachdem sie ein Jahr lang die Kontrolle darüber an die RSF verloren hatte. Wad Madani ist die Hauptstadt des Bundesstaates al-Dschazira im Zentrum des Sudan. Dies wurde als entscheidende Schlacht im Konflikt zwischen den beiden Parteien angesehen, da diese Stadt die zweitgrößte im Sudan ist und aufgrund ihrer zentralen Lage die Versorgung der Truppen in anderen Bundesstaaten, insbesondere im Hauptstadtgebiet, ermöglicht. Die Kontrolle der Armee über Wad Madani versetzte den RSF einen schweren Schlag und brachte ihre Bewegungen durcheinander. Mit ihrem Verlust schwächt sich die Fähigkeit der RSF ab, ihre Truppen im Gebiet von Khartum zu versorgen. Zudem haben die RSF den Ausgangspunkt verloren, von dem aus sie andere Teile von al-Dschazira, Sinnar, den Weißen Nil und den Osten des Sudan angriffen. Damit schrumpften ihre Träume und Hoffnungen. „Der Vorsitzende des Übergangssouveränitätsrates und Kommandeur der Armee, General Abdel Fattah al-Burhan, deutete bei seinem Besuch in Wad Madani nach ihrer Befreiung an, dass Vorbereitungen für einen massiven Militärangriff gegen die verbliebenen RSF-Kräfte innerhalb der Hauptstadt Khartum und am Rande anderer Städte laufen.“ (Independent Arabia, 20.01.2025).

Zweitens: Nach der Kontrolle über Wad Madani begann die Armee, massiv im Hauptstadtgebiet anzugreifen:

  1. „Die sudanesische Armee gab bekannt, dass sie die Kontrolle über die Ölraffinerie von Khartum nördlich von Khartum-Bahri nach Kämpfen zurückgewonnen hat, die mehr als ein Jahr mit den Rapid Support Forces andauerten.“ (BBC, 25.01.2025).

  2. „Der Korrespondent von Al-Arabiya berichtete am Freitag, dass die sudanesische Armee die anderthalbjährige Belagerung des Generalhauptquartiers der Armee in Khartum durch die Rapid Support Forces gebrochen hat. Lokale sudanesische Berichte erwähnten auch, dass die Armeekräfte die Belagerung des Signalcorps-Lagers nach Kämpfen im Zentrum von Khartum-Bahri aufgehoben haben.“ (Al-Arabiya, 24.01.2024).

  3. „Die Armee erzielte ihren größten militärischen Durchbruch in der Hauptstadt Khartum, nachdem es ihr und den mit ihr verbündeten Kräften gelang, die Belagerung von zwei ihrer Standorte aufzuheben: dem Generalhauptquartier im Zentrum von Khartum und dem Signalcorps. Sie verbanden beide Standorte mit dem Militärhauptquartier im Militärgebiet Wadi Sayyidna nördlich von Omdurman und gewannen die Kontrolle über die Al-Dschaili-Raffinerie sowie die umliegenden Wohn- und Militärgebiete zurück.“ (Al-Rakoba Website, Sudan, 25.01.2025).

  4. Al-Arabiya Net veröffentlichte am 04.02.2025: „Die Armee und ihre unterstützenden Kräfte sind in den vergangenen Stunden aus dem Bundesstaat al-Dschazira kommend in die südöstlichen Teile des Bundesstaates Khartum eingedrungen...“.

  5. Die Website Youm7 veröffentlichte am 02.02.2025: „Der Korrespondent des Kanals Cairo News berichtete in einer Eilmeldung, dass die sudanesische Armee eine Reihe von Dörfern im Osten des Nils im Bundesstaat Khartum zurückerobert hat.“

Drittens: So hat die sudanesische Armee die Schlachten vollends eröffnet, um die Rapid Support Forces aus den drei Städten der Hauptstadt zu vertreiben und sie wieder der Kontrolle der Armee zu unterstellen, die das Symbol des Staates im Sudan ist, während al-Burhan Verhandlungen mit den Rebellen ablehnt. Bei der Betrachtung dieser Handlungen stellen wir fest:

  1. Die sudanesische Armee beendet die Politik der „strategischen Geduld“. Sie tut dies, ohne dass ein massives Ungleichgewicht im militärischen Kräfteverhältnis zwischen den beiden Seiten entstanden wäre. Das bedeutet, dass sie zur Entscheidung aufgestanden ist, wozu sie bereits seit Ausbruch des Krieges im April 2023 fähig gewesen wäre, es aber nicht tat. Dies geschieht nicht ohne Gründe!

  2. Es ist richtig, dass die RSF in der Hauptstadt nach dem Verlust von Wad Madani Verluste erleiden, aber ihre Truppen ziehen sich von den Fronten zurück und bewegen sich in Richtung Darfur. Sie kontrollieren vier der fünf Hauptstädte Darfurs. Das bedeutet, dass sie keine Verstärkung aus den Gebieten, in denen ihre Stärke konzentriert ist (Darfur), in das Hauptstadtgebiet holen, sondern sich in diese Gebiete zurückziehen. Tatsächlich flammen die Kämpfe in Darfur wieder auf, wo die RSF die Oberhand haben, als ob sie ihre Kontrollgebiete zugunsten der Vorherrschaft auf dem Schauplatz von Darfur aufgeben würden. Es scheint auch, dass die Armee, anstatt sie zur Kapitulation zu zwingen, den RSF Korridore in Richtung Darfur öffnet!

  3. Ein Hinweis darauf ist, was Independent Arabia am 20.01.2025 berichtete, nämlich dass die RSF die Manshiyya- und Soba-Brücken im Osten des Nils nutzen, um sich in ihre Kontrollgebiete in Dschabal Awliya zurückzuziehen, von wo aus fast der einzige offene Weg in den Westen des Sudan nach Darfur führt. Der Rückzug umfasst Sicherheitskräfte, ihre Familien und Kollaborateure. Es hieß: „Die sich häufenden Verluste der Rapid Support Forces im Zentralsudan treiben täglich große Gruppen von ihnen dazu, sich über begrenzte und bekannte Korridore nach Darfur zurückzuziehen, welche die Armee im Rahmen ihrer schrittweisen Arrangements offen hielt.“ Es wurde berichtet, dass die RSF eine konzentrierte Rekrutierung in Darfur durchführen: „Daher verstärkten sie die Rekrutierung von Jugendlichen aus den ihnen loyalen arabischen Stämmen, indem sie Druck auf die dortigen Stammesführer ausübten... Die RSF enthüllten auf Telegram, dass mehrere Stämme in Kas und Ad al-Fursan im Süden Darfurs ihre volle Unterstützung für die RSF erklärten und 50.000 Kämpfer in ihre Reihen schickten.“

Viertens: So wird Darfur als Schauplatz für den kommenden Krieg vorbereitet, in dem die RSF die Oberhand haben, da sie es als ihre soziale Basis betrachten:

  1. „In einer Erklärung des offiziellen Sprechers der Rapid Support Forces hieß es, dass es ihnen am gestrigen Samstag gelang, die volle Kontrolle über die Gebiete al-Half, Darishqa und Mao im Bundesstaat Nord-Darfur zu übernehmen...“ (Independent Arabia, 20.01.2025).

  2. Ebenso „brachen heftige Zusammenstöße in al-Fashir, der Hauptstadt von Nord-Darfur, zwischen den Rapid Support Forces und den gemeinsamen sudanesischen Kräften aus, zu denen die Armee, bewaffnete Widerstandsgruppen, die Polizei und lokale Verteidigungseinheiten gehören.“ (France 24, 25.01.2025).

  3. Außerdem: „Was die Westfront betrifft, so starteten die Rapid Support Forces nach ihren Warnungen und der Frist von 48 Stunden an die Armee und die ‚gemeinsamen Kräfte‘, die Stadt al-Fashir zu verlassen, einen Angriff aus mehreren Richtungen auf die Stadt. Die Konfrontationen mit der Armee und den gemeinsamen Kräften dauerten nach dem Morgengrauen des 24. Januar mehr als sechs Stunden an.“ (Independent Arabia, 25.01.2025).

  4. All dies zeigt, dass die beschleunigten Ereignisse vor Ort im Sudan in eine Richtung verlaufen: die Wiederherstellung der Armeekontrolle über die meisten Gebiete im Sudan und das Überlassen der westlichen Region, insbesondere Darfur, an die RSF. Wenn diese Tendenz abgeschlossen ist, steuert das Land auf eine faktische Teilung zu. Die RSF, die weite Teile Darfurs kontrollieren (außer al-Fashir), wären in der Lage gewesen, ihre Truppen in al-Dschazira und dem Hauptstadtgebiet zu versorgen, zogen sich jedoch trotz aller großspurigen Erklärungen in Richtung Darfur zurück. Dies deutet auf eine internationale Partei hin, welche die Bewegungen vor Ort arrangiert, als würde sie Schachfiguren auf einem Brett bewegen, das sie im Sudan kontrolliert!

Fünftens: Es ist unübersehbar, dass diese schnellen Veränderungen vor Ort mit neuen und aufeinanderfolgenden Positionen aus Washington zusammenfallen:

  1. „Am 7. Januar dieses Jahres, wenige Tage vor der Amtsübergabe an die neue Regierung, beschuldigte die Regierung des scheidenden Präsidenten Biden die Rapid Support Forces, einen ‚Völkermord in der Region Darfur‘ begangen zu haben. Aufgrund dieser Anschuldigung verhängte sie Finanzsanktionen gegen die Führung der RSF und gegen sieben Unternehmen, von denen angenommen wird, dass sie sie aus den Vereinigten Arabischen Emiraten finanzieren. Doch kaum waren einige Tage vergangen, genauer gesagt am 16. desselben Monats, verhängte dieselbe US-Regierung Sanktionen gegen den Kommandeur der sudanesischen Armee und faktischen Herrscher des Landes, General Abdel Fattah al-Burhan. Sie warf ihm vor, ‚die Stabilität zu untergraben und den demokratischen Übergang im Sudan zu behindern‘, und fror infolgedessen alle Vermögenswerte ein, die al-Burhan in den USA besitzt.“ (BBC, 26.01.2025).

  2. Damit wird völlig klar, dass die Veränderungen auf der sudanesischen Bühne ein direktes Echo und Spiegelbild der Veränderungen in Amerika sind. Als Amerika die Akte Sudan öffnete und dies durch die Verhängung von Sanktionen gegen beide Seiten deutlich wurde, begannen die Kriegsparteien im Sudan, sich nach einer neuen Landkarte der Kontrolle neu zu organisieren. Amerika führt nicht erklärte Revisionen seiner Politik durch, und die Phase der Übergabe der Biden-Administration an eine neue Regierung war das, was diese Revisionen erforderte. Es scheint, dass der neue US-Präsident Trump eine neue Richtung für seine Administration einschlägt, um Lösungen für brennende Themen zu finden, die den Interessen Amerikas dienen und sein Ansehen steigern. Er sieht die „Abraham-Abkommen“ zur Normalisierung mit dem jüdischen Gebilde in seinem Arsenal, will diese erweitern und den Sudan darin einbinden. Er trug bereits vor seinem Amtsantritt zum Erreichen des Gaza-Deals bei und möchte als Friedensstifter aus einer Position der Stärke heraus erscheinen. Diese neue Sichtweise in Washington schließt den Sudan und den dortigen Krieg mit ein. Präsident Trump möchte den Sudan zur Teilnahme an den „Abraham-Abkommen“ drängen. Der ehemalige US-Diplomat und Afrika-Forscher David Shinn erwartete, „dass die neue Regierung von Präsident Donald Trump den Bemühungen einen größeren Schub verleihen wird, zumal der neue Außenminister Marco Rubio sehr an der sudanesischen Akte interessiert ist“. Er erklärte, dass die erste Trump-Regierung sich für den Sudan interessierte und die Bemühungen damals zur Normalisierung zwischen dem Sudan und Israel im Rahmen der „Abraham-Abkommen“ führten. (Al-Hurra, 25.01.2025).

  3. All dies wird auch durch die Worte des sudanesischen Außenministers Ali Yusuf bestätigt: „Der Minister enthüllte die Existenz einer Vision und eines Programms zur Überprüfung der US-Politik im Sudan, die nach Amtsantritt der neuen Administration beginnen wird. Er fügte hinzu: ‚Es gibt Zeit, sich mit der neuen US-Regierung auseinanderzusetzen‘.“ (Zeitung Asharq, 23.01.2025). Die Zeitung Akhbar al-Sudan berichtete am 25.01.2025: „US-Außenminister Marco Rubio traf sich mit seinem ägyptischen Amtskollegen Badr Abdelatty im Rahmen der Stärkung der strategischen Beziehungen zwischen den USA und Ägypten... Die beiden Minister erörterten die Entwicklungen im Sudan und betonten die Notwendigkeit, Druck auf die Konfliktparteien auszuüben, um die Feindseligkeiten zu beenden und den Umfang der humanitären Hilfe auszuweiten.“

Sechstens: Demnach ist es wahrscheinlich, dass die Entwicklungen vor Ort im Sudan von Trump arrangiert und gesteuert werden und auf Folgendes abzielen:

  1. Beschleunigung des amerikanischen Plans, die Atmosphäre für eine Teilung des Landes zwischen den beiden Agenten Amerikas vorzubereiten, auf der Grundlage von Darfur unter der Kontrolle der RSF und der Herrschaft von Hemedti, während die Armee unter al-Burhan das Zentrum und den Osten des Sudan kontrolliert. So entstünden im Sudan zwei Gebilde, wobei dies durch die Kontrolle Hemedtis über Darfur erzwungen wird. Wir haben bereits in einer Antwort auf eine Frage vom 19.12.2023 darauf hingewiesen, dass Amerika die Atmosphäre für die Teilung vorbereitet, wenn Amerikas Interessen dies erfordern... Sollte das Interesse Amerikas eine weitere Abspaltung nach dem Südsudan erfordern, so wird es diese Abspaltung in Darfur vollziehen... Es scheint, dass die Zeit für diese Abspaltung noch nicht gekommen war, sondern die Vorbereitung der Atmosphäre dafür im Gange war... Dies ist das, was wir zuvor sagten. Es scheint nun, dass das Interesse Amerikas einer Beschleunigung der Abspaltung Darfurs nahegekommen ist, so wie es im Südsudan geschah. Dies ist von großer Gefährlichkeit, falls Trump die Umsetzung gelingt. Die Ummah muss sich ihm entgegenstellen und darf nicht schweigen, wie sie bei der Abspaltung des Südsudans schwieg!

  2. Den Sudan dazu zu drängen und vorzubereiten, auf Trumps Zug zur Normalisierung mit dem jüdischen Gebilde aufzuspringen. Wir haben bereits am 19.03.2023 die Normalisierung mit dem Sudan beantwortet, wobei es dort hieß: [„Sie ist islamrechtlich verboten, da sie die Anerkennung eines Usurpators von Palästina darstellt, einem der den Muslimen teuersten Länder, der dessen Bewohner Tag und Nacht angreift, ihre Häuser zerstört, ihre Kinder tötet und ihr Eigentum beschlagnahmt. Dennoch gab der sudanesische Souveränitätsrat bekannt, dass sein Vorsitzender Abdel Fattah al-Burhan Cohen in Khartum traf und die Stärkung der Aussichten auf gemeinsame Zusammenarbeit, insbesondere in Sicherheits- und Militärbereichen, erörterte. Das sudanesische Außenministerium erwähnte, dass beide Seiten vereinbart haben, den Weg der Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Parteien weiterzugehen... (Sudan News Agency, 02.02.2023)]“. Es scheint, dass der US-Präsident Trump die Schritte zur Umsetzung beschleunigt, ohne es in Etappen zu tun, wie es sein Vorgänger Biden tat.

Siebtens: All dies verdeutlicht das Bild der Ereignisse im Sudan weiter und wie Washington sie lenkt. Die Menschen im Sudan und die Muslime allgemein sollten erkennen, dass dieser Krieg, in dem Zehntausende getötet und mehr als 12 Millionen Sudanesen zur Flucht gezwungen wurden, und in dem das Agrarsystem eines Landes, das als „Brotkorb der Welt“ galt, sowie wichtige Wirtschaftssektoren zusammenbrachen, nur wegen dieses absurden Krieges zwischen den Agenten geschah. Al-Burhan, Hemedti und die ihnen Nahestehenden führen diesen Krieg im Dienste der Interessen Amerikas und zur Festigung seines Einflusses im Sudan sowie um die den Europäern unterstehenden Kräfte zurückzudrängen. Dies ist geschehen. Keine der beiden Seiten scherte sich um die Unantastbarkeit des Blutes der Muslime. Es wäre die Pflicht ihrer Anhänger gewesen, diesen verbrecherischen Kurs zu stoppen. Doch die Mobilmachung jeder Seite gegen die andere und das Überhandnehmen des Blutvergießens hat die Augen beider Parteien geblendet. Sie erkannten nicht die Schwere des islamischen Verbots, das Blut von Muslimen durch die eigenen Hände zu vergießen. Es heißt im edlen Hadith, den al-Bukhari überlieferte... von al-Ahnaf ibn Qais, der sagte: „Ich hörte den Gesandten Allahs ﷺ sagen:

إِذَا الْتَقَى الْمُسْلِمَانِ بِسَيْفَيْهِمَا فَالْقَاتِلُ وَالْمَقْتُولُ فِي النَّارِ. قُلْتُ يَا رَسُولَ اللهِ هَذَا الْقَاتِلُ فَمَا بَالُ الْمَقْتُولِ؟ قَالَ: إِنَّهُ كَانَ حَرِيصاً عَلَى قَتْلِ صَاحِبِهِ

‚Wenn zwei Muslime mit ihren Schwertern aufeinandertreffen, so kommen sowohl der Tötende als auch der Getötete ins Feuer.‘ Ich sagte: ‚O Gesandter Allahs, beim Tötenden ist es klar, doch was ist mit dem Getöteten?‘ Er sagte: ‚Er war bestrebt, seinen Gefährten zu töten.‘“ Wie ist es dann erst, wenn dieser Kampf im Interesse Amerikas und seiner Helfer erfolgt? Dann ist es wahrlich noch schlimmer und bitterer...

Abschließend ruft Hizb ut-Tahrir, der Vorreiter, der seine Leute nicht belügt, euch zu, ihr Bewohner des Sudan:

Ihr seid es, die dem Kalifen Uthman (r) folgten und den Islam annahmt, zu dem er euch im Jahre 31 n. H. aufrief, sodass ihr seit hunderten von Jahren seine Leute seid...

Ihr seid die Nachkommen von Ali bin Dinar, der die „Brunnen von Ali“ (Abyar Ali) am Miqat zum Dienste der Pilger anlegte und dann im Kampf gegen die Kuffar als Märtyrer fiel und eines der beiden guten Ziele (Sieg oder Märtyrertum) erlangte...

Wir rufen euch auf, euch jener verbrecherischen Triade entgegenzustellen, die da lautet: (Die Teilung des Landes durch die Abspaltung Darfurs, nachdem der Süden abgespalten wurde... die Normalisierung mit dem jüdischen Gebilde, das das gesegnete Land besetzt hält und dort Verderben stiftet... und dieser entflammte, sündhafte Krieg zwischen Muslimen...).

Vereitelt diese Triade und sorgt dafür, dass das Land eine einzige Armee hat, die ihre Gewehre gegen die kolonialistischen Kuffar richtet. Darin liegt der großartige Erfolg:

يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا اسْتَجِيبُوا لِلَّهِ وَلِلرَّسُولِ إِذَا دَعَاكُمْ لِمَا يُحْيِيكُمْ

„O die ihr glaubt, folgt Allah und dem Gesandten, wenn er euch zu dem aufruft, was euch Leben verleiht.“ (Sure al-Anfal [8]: 24). Werdet ihr folgen?

  1. Scha'ban 1446 n. H. 06.02.2025 n. Chr.

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