Alles Lob gebührt Allah, und Friede und Segen seien auf dem Gesandten Allahs, seiner Familie, seinen Gefährten und jenen, die ihm folgen.
An die islamische Ummah im Allgemeinen... und an die Träger der Da'wa zur Wiedererrichtung des Rechtgeleiteten Kalifats im Besonderen...
Assalamu Alaikum Wa Rahmatullahi Wa Barakatuh.
An einem Tag wie diesem, dem 28. Rajab des Jahres 1342 n. H., was dem 3. März 1924 n. Chr. entspricht – also vor einhundertundzwei Hidschri-Jahren –, gelang es den kolonialistischen Kuffar unter der damaligen Führung Britanniens und in Zusammenarbeit mit den Verrätern unter den Arabern und Türken, den Kalifatsstaat zu vernichten. Mustafa Kemal beging das Verbrechen des offenkundigen Unglaubens (Kufr Bawāḥ), indem er das Kalifat in Istanbul abschaffte, den Kalifen belagerte und ihn im Morgengrauen jenes Tages vertrieb. So geschah es, dass dieses schmerzliche Unglück in den Ländern der Muslime durch die Beseitigung des Kalifats stattfand... Es wäre die Pflicht der Ummah gewesen, den Täter des offenkundigen Unglaubens mit dem Schwert zu bekämpfen, wie es im übereinstimmenden Hadith des Gesandten Allahs ﷺ überliefert von 'Ubada bin al-Samit (r) heißt:
وأنْ لا نُنازِعَ الأمْرَ أهْلَهُ إلَّا أنْ تَرَوْا كُفْراً بَواحاً عِنْدَكُمْ مِنَ اللَّهِ فِيهِ بُرْهانٌ
„Und dass wir denen, die die Befehlsgewalt innehaben, diese nicht streitig machen, es sei denn, ihr seht einen offenkundigen Unglauben (Kufr Bawāḥ), für den ihr einen Beweis von Allah habt.“ (Bukhari und Muslim)
Doch die Ummah unternahm nichts, was diesen Verbrecher und seine Helfer so erschüttert hätte, dass er und seine Helfershelfer als Verlierer geendet wären. Vielmehr war die Reaktion schwach und entsprach nicht dem Ausmaß des Ereignisses!
Infolgedessen verdunkelte sich die Geschichte der Ummah. Nachdem das Kalifat ihr Staat der Wahrheit und Gerechtigkeit war, sind ihre Länder heute in über fünfzig Fragmente zerrissen. Die Härte ihrer Herrscher richtet sich gegeneinander, sodass selbst das schwere Erdbeben in Syrien und der Türkei Mitte dieses Monats ihre Spaltung nicht überwinden und ihre Einheit in einem einzigen Staat nicht wiederherstellen konnte. Vielmehr verharrten sie in ihrer Zersplitterung wie vor dem Beben und ließen sich nicht ermahnen!
أَوَلَا يَرَوْنَ أَنَّهُمْ يُفْتَنُونَ فِي كُلِّ عَامٍ مَرَّةً أَوْ مَرَّتَيْنِ ثُمَّ لَا يَتُوبُونَ وَلَا هُمْ يَذَّكَّرُون
„Sehen sie denn nicht, dass sie in jedem Jahr ein- oder zweimal einer Prüfung unterzogen werden? Dennoch bereuen sie danach nicht und lassen sich nicht ermahnen.“ (Sure At-Tauba [9]: 126)
Dennoch hat das Erdbeben offenbart, dass der Islam tief in den Herzen der einfachen Muslime verwurzelt ist. Während sie ihre Brüder aus den Trümmern retteten, riefen sie Takbir, besonders als sie ein Kind retteten, das seine Mutter unter den Trümmern zur Welt gebracht hatte, bevor sie verstarb... oder jenen, der von Trümmern bedeckt war und dessen Hand sichtbar war, während er einen Gebetskranz hielt, mit dem er Allah pries... oder als sie versuchten, eine Frau unter dem eingestürzten Gebäude hervorzuholen, und sie vor ihrer Rettung nach einer Kopfbedeckung verlangte, damit ihr Haar nicht entblößt wird... oder jener, dem sie unter den Trümmern zuriefen, um ihn herauszuholen, woraufhin er zuerst um Wasser für die Gebetswaschung (Wudu) und das Gebet bat, damit er die Zeit nicht verpasse... und jener, den sie aus den Trümmern zu retten versuchten und den sie fanden, während er den Koran aus der Sure Al-Baqara rezitierte... oder jenes Mädchen, das während ihrer Rettung ihre Trauer darüber ausdrückte, dass sie das Gebet an jenem Tag nicht verrichten konnte... Während all dessen erschallte der Takbir... Allahu Akbar... Das sind die Muslime. Möge Allah jedem Muslim gnädig sein, der während des Erdbebens verstarb, und möge er zu den Märtyrern des Jenseits gehören, so Allah will. Möge Allah die Verletzten mit einer Heilung segnen, die keine Krankheit zurücklässt... Und möge Allah jedem Muslim helfen, der überlebte, und ihm ein gutes Leben in Gehorsam gegenüber Allah (swt) und Seinem Gesandten ﷺ niederschreiben...
Das sind die Muslime, und jene sind die Herrscher in den Ländern der Muslime – zwischen ihnen liegen Welten. All diese Diskrepanz entstand während dieser einhundertundzwei Jahre seit dem gewaltigen Unglück der Vernichtung des Kalifats! Danach fügten die kolonialistischen Kuffar, die das Verschwinden des Kalifats ausnutzten, ein weiteres schmerzliches Unglück hinzu: Sie gaben den Juden einen Staat im Gesegneten Land, dem Ort der Nachtreise und Himmelfahrt des Gesandten Allahs ﷺ, und statteten ihn mit den Mitteln des Überlebens aus. Der wichtigste dieser Gründe ist der Schutz seiner Sicherheit durch die Agenten-Herrscher, die ihn umgeben. Sie ließen sich in jedem ausbrechenden Krieg vor den Juden besiegen, bis sie dem Judenstaat ein Bild gaben, das nicht dem entspricht, wie Allah sie beschrieb:
وَضُرِبَتْ عَلَيْهِمُ الذِّلَّةُ وَالْمَسْكَنَة
„Und Erniedrigung und Elend wurden über sie verhängt.“ (Sure Al-Baqara [2]: 61)
Die Herrscher begnügten sich nicht damit, sondern setzten alles daran, die Angelegenheit von der Beseitigung des Juden-Gebildes hin zu Verhandlungen mit ihm zu verschieben, in der Hoffnung, dass es sich von einem Teil dessen zurückzieht, was es 1967 besetzte!
Zudem beging und begeht der Judenstaat weiterhin die abscheulichsten Verbrechen in Palästina. Das Massaker, ja das Epos von Jenin am 26.01.2023, ist Zeuge dafür. Die Armee des Juden-Gebildes drang mit großen, schwer bewaffneten Kräften in das Flüchtlingslager von Jenin ein und verübte ein Massaker, bei dem neun Märtyrer fielen. Dabei schreckte sie nicht vor den schlimmsten Verbrechen wie Mord, dem Einsturz von Mauern über Verletzten und dem Überrollen mit Bulldozern zurück. Danach setzte sie ihre Aggression gegen Nablus fort, stürmte das Lager Aqbat Jabr und tötete und verletzte Menschen... All dies geschieht, ohne dass sich die Herrscher in den Ländern der Muslime rühren, um ihnen zu Hilfe zu kommen. Vielmehr war der „Vorbildlichste“ unter ihnen derjenige, der seine Vermittlung zwischen dem Verbrecher und dem Opfer des Verbrechens ankündigte. Möge Allah sie bekämpfen, wie sie sich doch abkehren! Und wie sollten sie anders handeln, während sie herbeieilen, um das Verbrechen der Normalisierung mit den Juden zu begehen? Nachdem die Herrscher Ägyptens diesen Weg der Erniedrigung und Schande anführten, folgten ihnen die Organisation (PLO) und die Herrscher von Jordanien, den Emiraten, Bahrain und Marokko... Und nun schließt sich ihnen der Sudan bei diesem Verbrechen an. Al-Burhan, der Staatschef des Sudan, empfing den Außenminister der Juden, Eli Cohen, am 02.02.2023 in Khartum, um die Normalisierung der Beziehungen zu erörtern!! Keiner von ihnen schert sich um die Erniedrigung, die sie umgibt.
سَيُصِيبُ الَّذِينَ أَجْرَمُوا صَغَارٌ عِنْدَ اللَّهِ وَعَذَابٌ شَدِيدٌ بِمَا كَانُوا يَمْكُرُونَ
„Diejenigen, die sündigten, wird bei Allah Erniedrigung treffen und eine schwere Strafe für das, was sie an Ränken schmiedeten.“ (Sure Al-An'am [6]: 124)
Es ist erstaunlich, dass bei jeder Eskalation oder jedem Verbrechen des Juden-Gebildes dessen Anführer kurz zuvor oder am selben Tag in den Armen der arabischen Herrscher liegen oder sie besuchen. So war Netanjahu kurz vor dem Verbrechen von Jenin zu Gast im Palast des jordanischen Regimes! Während des Verbrechens von Jenin koordinierte die Autonomiebehörde die Sicherheit mit den Juden, und das nach eigenem Geständnis, da sie behauptete, die Sicherheitskoordination nach dem Verbrechen einzustellen – was bedeutet, dass sie zuvor bestand! Doch noch erstaunlicher und befremdlicher ist, dass, wenn ein Held aus den Helden Palästinas sein Land und sein Volk verteidigt und bei einer Operation in Al-Quds sieben Juden nach jenem Massaker tötet, die Herrscher in den Ländern der Muslime herbeieilen, um dies zu verurteilen! So verurteilten die Außenministerien der Türkei, der Emirate, Jordaniens und Ägyptens in Pressemitteilungen die Operation in Al-Quds!!
Dann ist es nicht nur Palästina, dem diese Herrscher in den Rücken gefallen sind, sondern sie haben auch andere reine Flecken der Erde des Islam aufgegeben oder übergeben. Kaschmir wurde von den hinduistischen Götzendienern ihrem Staat einverleibt, während die Herrscher Pakistans schweigen... Die Rohingya-Muslime werden in Myanmar (Birma) abgeschlachtet, während die Herrscher von Bangladesch so tun, als würden sie schlafen und nichts sehen... Dann Ostturkestan, wo China Massaker begeht, während die bestehenden Staaten in den Ländern der Muslime schweigen wie in einem Grab. Wenn sie doch einmal sprechen, bezeichnen sie die Massaker als eine interne Angelegenheit Chinas!
كَبُرَتْ كَلِمَةً تَخْرُجُ مِنْ أَفْوَاهِهِمْ إِنْ يَقُولُونَ إِلَّا كَذِباً
„Ungeheuerlich ist das Wort, das aus ihrem Mund hervorkommt. Sie sagen nichts als Lüge.“ (Sure Al-Kahf [18]: 5)
Doch die kolonialistischen Kuffar begnügten sich nicht mit der Erniedrigung, die sie der Ummah zufügten, sondern vergingen sich an ihrer Aqida. So verbrannte der Extremist Paludan ein Exemplar des Edlen Korans vor dem Gebäude der türkischen Botschaft in Stockholm am Samstag, den 21.01.2023, nachdem die schwedischen Behörden dies erlaubt hatten... Danach folgten ihre Verbrechen der Koranverbrennung in Den Haag und in Kopenhagen am Freitag, den 27.01.2023. Daraufhin lasen wir eine scharf formulierte Erklärung der Al-Azhar über deren Beobachtungsstelle, die dies verurteilte und forderte, sich den Versuchen entgegenzustellen, religiöse Heiligtümer zu schänden... Zweifellos wissen die Gelehrten der Al-Azhar, dass die Antwort auf die Verbrennung des Korans nicht in einer verbalen Verurteilung liegt. Vielmehr müssen die Armeen in Bewegung gesetzt werden, um dem Buch Allahs und Seiner Religion zum Sieg zu verhelfen. Denn das Verbrennen des Korans ist eine Kriegserklärung an die islamische Ummah und ihre Aqida. Die Antwort muss durch einen Krieg erfolgen, der jene, die hinter ihnen stehen, in die Flucht schlägt.
فَإِمَّا تَثْقَفَنَّهُمْ فِي الْحَرْبِ فَشَرِّدْ بِهِمْ مَنْ خَلْفَهُمْ لَعَلَّهُمْ يَذَّكَّرُون
„Wenn du sie nun im Kriege triffst, so verscheuche mit ihnen diejenigen, die hinter ihnen stehen, auf dass sie sich ermahnen lassen.“ (Sure Al-Anfal [8]: 57)
O ihr Muslime: Die Aggression gegen Muslime wird nicht mit geschönten Worten bekämpft, die nach außen glänzen, aber im Kern leer sind und weder nähren noch vor Hunger schützen. Vielmehr wird der Aggression mit der Schärfe des Schwertes begegnet, mit Schlägen, die den Feind die Einflüsterungen des Schatans vergessen lassen... So waren die Muslime, als sie ein Kalifat hatten, und der Lauf der Ereignisse in ihrer Zeit zeugt davon. Dies ist eine feststehende Tatsache, die niemand leugnen kann, der Verstand und Einsicht besitzt... Die Beispiele dafür finden sich in der Geschichte der Muslime (überliefert in Al-Bidāya wa-n-Nihāya von Ibn Kathīr, Futūḥ al-Buldān von al-Balādhurī, der Geschichte von Ibn Chaldūn, Ta'rīkh al-Islām von adh-Dhahabī und anderen Quellen). Ich zitiere euch daraus:
„Dann begann das Jahr 87 n. H.... In diesem Jahr eroberte Qutaiba bin Muslim Paikent, welches zu Buchara gehört... Als der Mittag kam, sandte Allah den Sieg herab... Jemand, der die Feinde gegen die Muslime aufwiegelte, war ein einäugiger Mann von ihnen. Er wurde gefangen genommen und sagte: ‚Ich erkaufe mir meine Freiheit für fünftausend chinesische Gewänder im Wert von einer Million.‘ Die Emire rieten Qutaiba, dies von ihm anzunehmen. Doch Qutaiba sagte: ‚Nein, bei Allah, ich werde durch dich kein zweites Mal einen Muslim erschrecken lassen‘, und er befahl seine Hinrichtung.“
„Dann begann das Jahr 90 n. H.... In diesem Jahr griff Dāhir, der Herrscher von Sind, ein Schiff an, in dem muslimische Frauen waren, und nahm sie gefangen. Da sandte der Kalif an seinen Statthalter, dass er Vergeltung an diesem Unterdrücker übe. Daraufhin führte Muhammad bin al-Qasim eine Armee an, rettete die muslimischen Frauen, übte Vergeltung an diesem tyrannischen Herrscher und eroberte das Land Sind.“
„Dann begann das Jahr 223 n. H. Da zog der König der Byzantiner gegen die Länder der Muslime aus und richtete unter den Bewohnern von Zapetra ein Massaker an und nahm Gefangene... Eine Frau schrie: ‚O Mu'tasim!‘ Als dies den Kalifen al-Mu'tasim erreichte, antwortete er: ‚Hier bin ich!‘ Er führte eine Armee an und rächte die Frau... Er fragte, welches die bedeutendste Stadt der Byzantiner sei, und man sagte ihm Amorium (nahe Ankara), woraufhin er sie eroberte.“
„Dann begann das Jahr 582 n. H.... In diesem Jahr beging Rainald von Châtillon, der Herr von Kerak, Verrat, indem er einer großen Karawane (von Pilgern), die aus Ägypten kam, den Weg abschnitt. Er tötete und nahm gefangen. Da bereitete sich Sultan Salahuddin für den Kampf gegen ihn vor, rief die Truppen aus den Ländern zusammen und schwor, dass er ihn eigenhändig töten würde, wenn er ihn besiegte. Allah ließ ihn im Jahr 583 n. H. in der Schlacht von Hattin Mitte Rabi' al-Akhir über ihn siegen. Daraufhin tötete Salahuddin ihn mit eigener Hand als Strafe für seinen Verrat und das Abschneiden der Wege. Danach folgte die Befreiung der Al-Aqsa am 27. Rajab 583 n. H.“
„Dann im Jahr 1307 n. H. (1890 n. Chr.) versuchte der Verfasser eines Romans, in dem er den Gesandten Allahs ﷺ verleumdete, diesen in einem der Theater in Paris aufzuführen. Als der Kalif Abdul Hamid davon erfuhr, bestellte er den französischen Botschafter in Istanbul zu sich und empfing ihn absichtlich in Militäruniform. Er drohte ihm, dass der Osmanische Staat die Beziehungen zu Frankreich abbrechen und den Kriegszustand erklären würde, falls das Stück aufgeführt werde. Er sprach zu ihm mit scharfem Ton: ‚Ich bin der Kalif der Muslime... Ich werde die Welt über euren Köpfen einstürzen lassen, wenn ihr dieses Theaterstück nicht stoppt.‘ Frankreich gab nach und verbot die Aufführung des Stücks...“
Die kolonialistischen Kuffar wussten damals genau, dass jede Verletzung der Unantastbarkeit des Islam und der Muslime mit dem Abschneiden der Zungen und dem Brechen der Füße beantwortet werden würde... Heute wird der Edle Koran und der Gesandte Allahs ﷺ sowie die Länder der Muslime angegriffen, und der Aggression wird nicht begegnet! Das liegt nur daran, dass es keinen Imam gibt, keinen Rechtgeleiteten Kalifen, der die Ummah vor dem Übel der Feinde schützt... Es heißt im authentischen, übereinstimmenden Hadith:
إِنَّمَا الْإِمَامُ جُنَّةٌ، يُقَاتَلُ مِنْ وَرَائِهِ، وَيُتَّقَى بِهِ
„Wahrlich, der Imam ist ein Schild, hinter dem man kämpft und durch den man geschützt wird.“ (Muslim)
Zum Abschluss richte ich mich erneut an euch, o ihr Leute der Kraft und des Schutzes (Ahl al-Quwwah wal-Man’ah)... Ihr seid die Einzigen, die die Herzen der Ummah von ihren Feinden, den Feinden eurer Religion, heilen können. Ihr seid die Einzigen, die die Erniedrigung brechen können, welche die Muslime in ihren Ländern erreicht hat... Erhebt euch zu eurer Pflicht, möge Allah euch segnen! Erhebt euch, um uns zu unterstützen, um Hizb ut-Tahrir bei der Errichtung des Rechtgeleiteten Kalifats zum Sieg zu verhelfen. Dies ist nicht nur der Weg zum Sieg aus Sicht der Realitätsbeschreibung, sondern in erster Linie eine gewaltige Pflicht (Fard). Wer fähig ist und nicht daran arbeitet, das Kalifat zu errichten und einen Kalifen zu finden, der die Baia (Treueid) verdient, dessen Sünde ist gewaltig, als ob er einen Tod der Gahiliya gestorben wäre, um die Schwere der Sünde zu verdeutlichen, wie der Prophet ﷺ sagte:
وَمَنْ مَاتَ وَلَيْسَ فِي عُنُقِهِ بَيْعَةٌ، مَاتَ مِيتَةً جَاهِلِيَّةً
„Und wer stirbt, ohne eine Baia (Treueid) an seinem Hals zu haben, der stirbt einen Tod der Gahiliya (der vorislamischen Unwissenheit).“ (Muslim)
Zweitens begannen die Muslime mit der Wahl des Kalifen und dem Leisten des Treueids, noch bevor sie mit den Vorbereitungen für den Gesandten Allahs und der Pflicht seiner Bestattung ﷺ begannen – all dies aufgrund der Wichtigkeit des Kalifats. Drittens setzte Umar (r) am Tag seines Ablebens eine Frist für die Wahl des Kalifen aus den sechs, denen das Paradies verheißen wurde, von drei Tagen fest, nicht mehr. Sollte man sich innerhalb dieser Zeit nicht auf einen Kalifen einigen, so sollte derjenige, der sich widersetzt, getötet werden. Dies geschah vor den Augen der Gefährten, und es wurde kein Widerspruch von ihnen überliefert, womit es ein Konsens (Idschmā') der Sahaba war. Wir hingegen haben bereits eine „Vielzahl von Dreien“ verstreichen lassen! So ist die Errichtung des Kalifats eine gewaltige Angelegenheit.
O Soldaten Allahs: Wir sind uns bewusst, dass keine Engel vom Himmel herabsteigen werden, um uns ein Kalifat zu errichten. Vielmehr wird Allah Engel herabsenden, die uns helfen, wenn wir ernsthaft für die Errichtung des Kalifats arbeiten. Dies ist ein wahrhaftiges Versprechen im Buche Allahs:
وَعَدَ اللَّهُ الَّذِينَ ءَامَنُوا مِنْكُمْ وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ لَيَسْتَخْلِفَنَّهُمْ فِي الْأَرْضِ كَمَا اسْتَخْلَفَ الَّذِينَ مِنْ قَبْلِهِمْ
„Allah hat denjenigen von euch, die glauben und rechtschaffene Werke tun, versprochen, dass Er sie ganz gewiss zu Nachfolgern auf der Erde machen wird, so wie Er diejenigen, die vor ihnen waren, zu Nachfolgern machte.“ (Sure An-Nur [24]: 55)
Und es ist eine frohe Botschaft der Ehre im Hadith des Gesandten Allahs nach dieser tyrannischen Herrschaft, in dem er ﷺ sagt:
...ثُمَّ تَكُونُ مُلْكاً جَبْرِيَّةً فَتَكُونُ مَا شَاءَ اللَّهُ أَنْ تَكُونَ ثُمَّ يَرْفَعُهَا إِذَا شَاءَ أَنْ يَرْفَعَهَا ثُمَّ تَكُونُ خِلَافَةً عَلَى مِنْهَاجِ النُّبُوَّةِ
„...dann wird es eine tyrannische Herrschaft sein, und sie wird so lange bestehen, wie Allah es will. Dann wird Er sie aufheben, wenn Er sie aufzuheben wünscht. Hierauf wird es ein Kalifat gemäß der Methode des Prophetentums geben.“ Hierauf schwieg er ﷺ. (Überliefert von Ahmad).
Wir sind uns ebenso bewusst, dass die Feinde des Islam die erneute Errichtung des Kalifats für unmöglich halten und die Worte ihrer Vorgänger spöttisch wiederholen:
غَرَّ هَؤُلَاءِ دِينُهُمْ
„Ihre Religion hat diese da betört.“ (Sure Al-Anfal [8]: 49)
Doch so wie jene Worte für ihre Sprecher zum Verhängnis wurden und Allah Seine Religion ehrte und Seinen Anhängern zum Sieg verhalf, so werden sie auch heute für sie zum Verhängnis werden. Denn Allah, der Allmächtige und Allweise, ist mit Seinen aufrichtigen Dienern, die ernsthaft arbeiten, ohne dass ihre Herzen und Glieder jemals die Worte des Erhabenen verlassen:
إِنَّ اللَّهَ بَالِغُ أَمْرِهِ قَدْ جَعَلَ اللَّهُ لِكُلِّ شَيْءٍ قَدْراً
„Allah führt Seine Sache gewiss zum Ziel. Allah hat für alles ein Maß festgelegt.“ (Sure At-Talaq [65]: 3)
Diese Menschen nähern sich mit jedem Tag, der vergeht, diesem „Maß“, so Allah will.
وَيَقُولُونَ مَتَى هُوَ قُلْ عَسَى أَنْ يَكُونَ قَرِيباً
„Sie sagen: ‚Wann wird es sein?‘ Sprich: ‚Vielleicht ist es nahe.‘“ (Sure Al-Isra [17]: 51)
Wassalamu Alaikum Wa Rahmatullahi Wa Barakatuh.
Am 28. Rajab 1444 n. H.
entspricht dem 19.02.2023 n. Chr.
Ihr Bruder Ata Bin Khalil Abu al-Rashtah
Emir von Hizb ut-Tahrir