Ansprache des Amirs, gehalten zur Eröffnung der abschließenden weltweiten Konferenz der Kampagne zum 100. Jahrestag der Zerstörung des Khilafah-Staates

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Lob gebührt Allah, und Segen und Frieden seien auf dem Gesandten Allahs, seiner Familie, seinen Gefährten und jenen, die ihm folgen...
An die islamische Umma im Allgemeinen und an die Träger der Da'wa zur Wiedererrichtung des Rechtgeleiteten Kalifats im Besonderen, an die jungen Männer und Frauen...
Assalamu Alaikum Wa Rahmatullahi Wa Barakatuh,
In diesen Tagen vor einhundert Jahren, Ende Rajab 1342 n. H., was dem frühen März 1924 n. Chr. entspricht, gelang es den kolonialistischen Kuffar unter der damaligen Führung Britanniens, in Zusammenarbeit mit den Verrätern unter den Arabern und Türken, den Khilafah-Staat zu vernichten. Der Verbrecher der Ära, Mustafa Kemal, verkündete die Abschaffung des Kalifats, belagerte den Kalifen in Istanbul und ließ ihn im Morgengrauen jenes Tages ausweisen. Dies war der Preis, den Britannien ihm auferlegt hatte, um ihn im Gegenzug zum kränklichen Präsidenten der säkularen Türkischen Republik zu ernennen. So geschah es, und ein schreckliches Beben erschütterte die Länder der Muslime durch die Vernichtung des Kalifats, der Quelle ihrer Ehre und des Wohlgefallens ihres Herrn.
Jener Verbrecher verkündete den offenkundigen Unglauben (kufr bawāḥ), indem er das bestehende Kalifat abschaffte. Es wäre die Pflicht der Umma gewesen, ihn mit dem Schwert zu bekämpfen, wie es im Konsens-Hadith von Ubadah bin as-Samit (r) überliefert wurde:
وَأَنْ لَا نُنَازِعَ الْأَمْرَ أَهْلَهُ إِلَّا أَنْ تَرَوْا كُفْراً بَوَاحاً عِنْدَكُمْ مِنْ اللَّهِ فِيهِ بُرْهَانٌ
"und dass wir jenen, denen die Befehlsgewalt zusteht, diese nicht streitig machen, außer ihr seht einen offenkundigen Unglauben (kufr bawāḥ), für den ihr einen Beweis von Allah habt." (Bukhari und Muslim)
Doch seine extreme Grausamkeit beim Vergießen des Blutes der Umma, insbesondere der Gelehrten – von denen er viele hinrichten ließ, darunter Scheich Said Piran (möge Allah ihm gnädig sein), während er andere einkerkerte –, all dies hatte Auswirkungen auf das Versäumnis der Umma. Sie erhob sich nicht in einer Weise, die diesen Verbrecher und seine Helfer hätte erschüttern und stürzen können. Vielmehr war die Reaktion schwach und entsprach nicht der Notwendigkeit, diesen Verräter an Allah, Seinem Gesandten und den Gläubigen zu zerschmettern! So „entkam“ der Täter des offenkundigen Unglaubens mit seiner abscheulichen Tat, ohne dass ihn die Umma in einen tiefen Abgrund stürzte!
Danach breitete sich der Einfluss der kolonialistischen Kuffar in den Ländern der Muslime aus. Sie zerstückelten das Land und rissen es in etwa 55 Fetzen – eine Folge des Bebens der Vernichtung des Kalifats. Diesem Beben fügten sie ein weiteres hinzu: Sie gaben den Juden einen Staat im Gesegneten Land, dem Ort der Nachtreise (Isra) und der Himmelfahrt (Mi'radsch) des Gesandten Allahs ﷺ, und statteten ihn mit den Mitteln zum Überleben aus. Das erste dieser Mittel war der Schutz seiner Sicherheit durch die ihn umgebenden Vasallenherrscher. Nicht nur das, diese Herrscher ließen sich in jedem Krieg gegen die Juden besiegen, bis sie dem Judenstaat eine Größe und ein Image verliehen, das ihm nicht gebührte. Damit gaben sie sich nicht zufrieden, sondern setzten alles daran, Allah und Seinen Gesandten zu bekämpfen, indem sie die Angelegenheit von der vollständigen Entwurzelung des Juden-Gebildes aus Palästina hin zu Verhandlungen verlagerten, in der Hoffnung, es würde sich aus einigen 1967 besetzten Gebieten zurückziehen! Später sanken sie noch tiefer und eilten zur Normalisierung (Tathbi') mit dem Juden-Gebilde, ohne dass dieses sich überhaupt aus irgendetwas zurückzog!! Einige begingen das Verbrechen der Normalisierung hinter den Kulissen, andere offen bei Tag und Nacht! Nachdem die Herrscher Ägyptens diesen Weg der Demütigung angeführt hatten, folgten ihnen die PLO und die Herrscher von Jordanien, dann die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, der Sudan und Marokko. Die saudischen Herrscher stehen am Wegrand und signalisieren diesen Staaten, dass sie hinter ihnen stehen und nicht zurückbleiben werden... So eilen sie alle zum Verbrechen, ungeachtet der Schande, die sie von Kopf bis Fuß umhüllt:
سَيُصِيبُ الَّذِينَ أَجْرَمُوا صَغَارٌ عِنْدَ اللَّهِ وَعَذَابٌ شَدِيدٌ بِمَا كَانُوا يَمْكُرُونَ
"Diejenigen, die Übeltaten begingen, wird bei Allah Erniedrigung und eine strenge Strafe treffen für das, was sie an Ränken schmiedeten." (Sure Al-An'am [6]: 124)
Doch es ist nicht nur Palästina, dem diese Herrscher in den Rücken gefallen sind. Sie kapitulierten auch vor anderen reinen Gebieten des Islam oder gaben sie preis: Kaschmir wurde von den hinduistischen Götzendienern ihrem Staat einverleibt... Russland annektierte die Krim... der Südsudan wurde vom Norden getrennt... Osttimor wurde von Indonesien weggerissen... und Zypern – und was weißt du, was Zypern ist, die Festung der Muslime über viele Jahre hinweg – wird heute zum Großteil von den Griechen kontrolliert... Die Rohingya-Muslime werden in Myanmar (Birma) abgeschlachtet, und wenn sie nach Bangladesch fliehen, schnürt ihnen das Regime die Kehle zu und pfercht sie auf der Insel „Bhasan Char“ ein – einer gefährlichen, flutanfälligen Insel, die für menschliche Besiedlung ungeeignet ist! Dann ist da Ostturkestan, wo China mit äußerster Grausamkeit wütet und die Menschen unmenschlich behandelt, eine Behandlung, vor der sogar Bestien zurückschrecken würden. China hat das Land in ein Gefängnis für freie Männer und Frauen verwandelt. Die Massaker finden offen vor den Augen und Ohren der Staaten in den muslimischen Ländern statt, doch diese schweigen wie das Grab. Und wenn sie doch einmal sprechen, bezeichnen sie Chinas Brutalität gegen die Muslime als „innere Angelegenheit“!
كَبُرَتْ كَلِمَةً تَخْرُجُ مِنْ أَفْوَاهِهِمْ إِنْ يَقُولُونَ إِلَّا كَذِباً
"Ungeheuerlich ist das Wort, das aus ihrem Munde kommt; sie sprechen nichts als Lüge." (Sure Al-Kahf [18]: 5)
Was die anderen muslimischen Länder betrifft, so werden sie von Ruwaybidah-Herrschern (unfähigen, unbedeutenden Herrschern) regiert, die sich nach dem Willen der kolonialistischen Kuffar drehen. Sie wahren weder die Sicherheit des Landes noch die Rechte der Menschen. Ihr Reichtum wird geplündert und ihre Würde geraubt. Die kolonialistischen Kuffar, insbesondere Amerika, messen ihnen kein Gewicht bei. Vielmehr rufen sie ihren Vasallen Demütigendes zu: „Ohne uns wärt ihr innerhalb weniger Tage nicht mehr auf euren krummen Thronen. Also zahlt uns so viel Geld, wie ihr könnt, ja sogar über eure Verhältnisse!“ Wahrlich, wer sich selbst erniedrigt, dem fällt die Demütigung leicht!!
O ihr Muslime: Dies ist euer Zustand nach dem Verschwinden des Kalifats, da die Nationen von allen Seiten über euch hergefallen sind. Wie aber war euer Zustand, als ihr im Schatten des Kalifats lebtet?
Ihr wart die beste Gemeinschaft, die für die Menschen hervorgebracht wurde, die Anhänger von Muhammad ﷺ, dem Siegel der Propheten und dem Imam der Mudschahidin... Eure Vorfahren waren die Rechtgeleiteten Kalifen und die siegreichen Feldherren... Ihr seid die Enkel von Salah ad-Din (Saladin), dem Bezwinger der Kreuzfahrer und Befreier von Al-Quds (Jerusalem) aus deren Unreinheit in eben diesem großartigen Monat Rajab 583 n. H. ... Enkel von Qutuz und Baibars, den Bezwingern der Tataren... Enkel von Muhammad al-Fatih, dem jungen Amir, der nicht älter als dreiundzwanzig Jahre war, als er Konstantinopel im Jahr 857 n. H. (1453 n. Chr.) eroberte. Allah ehrte ihn durch das Lob des Gesandten Allahs ﷺ in dem von Ahmad überlieferten Hadith:
فَلَنِعْمَ الْأَمِيرُ أَمِيرُهَا وَلَنِعْمَ الْجَيْشُ ذَلِكَ الْجَيْشُ
"Was für ein herrlicher Amir ist ihr Amir, und was für ein herrliches Heer ist jenes Heer!" (Ahmad)
...Enkel des Kalifen Süleyman dem Prächtigen, den Frankreich im 16. Jahrhundert (1525 n. Chr.) um Hilfe anflehte, um seinen gefangenen König zu befreien. Doch heute hat Frankreich dieses Flehen beim Kalifen der Muslime vergessen oder verdrängt und wagt es, den Islam und den Gesandten des Islam ﷺ anzugreifen, ohne dass es jemanden gibt, der es zur Rechenschaft zieht, weil der Schutzschild des Islam verschwunden ist... Enkel des Kalifen Selim III., in dessen Regierungszeit die Vereinigten Staaten von Amerika einen jährlichen Tribut zahlten, damit amerikanische Schiffe sicher vom Atlantik in das Mittelmeer fahren konnten, ohne von der osmanischen Marine im Wilayat Algerien behelligt zu werden. Zum ersten Mal wurde Amerika gezwungen, einen Vertrag nicht in seiner eigenen Sprache, sondern in der Sprache eines anderen Staates (des Osmanischen Reiches) zu unterzeichnen (1210 n. H. – 1795 n. Chr.). Heute kontrolliert Amerika die Herrscher der Muslime und sagt: „Zahle, denn wir sind es, die dich beschützen“... Enkel des Kalifen Abdülhamid, der sich nicht von den Millionen in Gold verführen ließ, die die Juden der Staatskasse anboten, um ihnen die Besiedlung Palästinas zu erlauben. Er sprach seine berühmten Worte: „Das Messer in meinem Körper zu spüren, ist mir lieber, als zu sehen, dass Palästina vom Khilafah-Staat abgetrennt wird.“ Er fügte hinzu: „...die Juden sollen ihre Millionen behalten... Wenn der Khilafah-Staat eines Tages zerrissen wird, können sie Palästina umsonst nehmen.“ Und genau das ist geschehen!... Enkel derer, die die Uhr erfanden und eine davon Karl dem Großen, dem damals bedeutendsten König Europas, schenkten. Sein Gefolge, die Elite seiner Leute, glaubte, sie sei voll von Dämonen und Dschinn! So standen wir mit unseren leuchtenden und erleuchteten Gedanken da, und so standen sie mit ihren hohlen und kränklichen Gedanken da!
So wart ihr, o Muslime, als euch das Kalifat beschattete, und so seid ihr geworden, als das Kalifat von euren Häuptern gewichen ist. So zieht eine Lehre daraus, o ihr Einsichtigen...
Abschließend wende ich mich an euch, o ihr Menschen der Macht und des Schutzes... o ihr Enkel von Khalid, Salah ad-Din und Muhammad al-Fatih...
Nur ihr seid in der Lage, die Brust der Umma von ihren Feinden, den Feinden eurer Religion, zu heilen. Nur ihr könnt die Demütigung brechen, die die Muslime in ihren Ländern, den Ländern des Islam, erreicht hat... Euch wird die Ehre des Anfangs und der Verwirklichung der Hoffnung der Umma zuteilwerden. Die gesamte Umma wird euch folgen, mit all ihren Soldaten vor und hinter euch. Ihr werdet, so Allah will, nicht allein sein. So erhebt euch zu eurer Pflicht, möge Allah euch segnen! Erhebt euch zu unserer Unterstützung, zur Unterstützung von Hizb ut-Tahrir, um das Rechtgeleitete Kalifat zu errichten. Dies ist nicht nur der Weg zum Sieg im Sinne einer Realitätsbeschreibung, sondern in erster Linie eine gewaltige Pflicht (fard). Durch sie werden die Gesetze angewandt und die Strafen (hudūd) vollstreckt. Ohne sie werden die Gesetze nicht auf die Menschen angewandt und die Strafen nicht unter ihnen vollzogen... Wer nicht an der Errichtung des Kalifats und der Einsetzung eines Kalifen arbeitet, obwohl er dazu in der Lage ist, dessen Sünde ist gewaltig, als ob er einen Tod der Dschahiliyya gestorben wäre, um die Schwere der Sünde zu verdeutlichen:
...وَمَنْ مَاتَ وَلَيْسَ فِي عُنُقِهِ بَيْعَةٌ، مَاتَ مِيتَةً جَاهِلِيَّةً
"...und wer stirbt, ohne eine Baia (einen Treueid) an seinem Hals zu haben, der stirbt einen Tod der Dschahiliyya (der Unwissenheit)." (Muslim)
Die Muslime begannen mit der Wahl des Kalifen, noch bevor sie mit der Vorbereitung und Bestattung des Gesandten Allahs ﷺ begannen, trotz der Wichtigkeit und Größe jener Aufgabe. All dies geschah aufgrund der Erhabenheit und Bedeutung des Kalifats...
O ihr Menschen der Macht und des Schutzes... o ihr Leute der Unterstützung (Nusra)... o ihr Armeen der Muslime
Gibt es unter euch keinen Mus'ab bin Umayr, keinen As'ad bin Zurarah, keinen Usaid bin Hudair und keinen Sa'd bin Mu'adh, die Allah (t) und Seinem Gesandten ﷺ zum Sieg verhalfen und so im Diesseits und Jenseits erfolgreich waren? Sogar der Thron des Allerbarmers bebte beim Tod von Sa'd bin Mu'adh aufgrund seiner Unterstützung für die Religion Allahs. Al-Bukhari überlieferte von Dschabir (r), dass er den Propheten ﷺ sagen hörte:
اهْتَزَّ العَرْشُ لِمَوت سعد بن معاذ
"Der Thron (des Allerbarmers) bebte beim Tode von Sa'd bin Mu'adh." (Bukhari)
Gibt es unter euch keinen rechtschaffenen Mann, der Allah, Seinem Gesandten und den Trägern Seiner Da'wa zum Sieg verhilft? Die Umma wartet auf euch. Sie wartet darauf, dass ihr „Allahu Akbar“ ruft, damit sie mit euch mitruft, und dass die Fahne in euren Händen weht, damit sie euch zujubelt. Nur so wird die Umma wiederauferstehen und das Rechtgeleitete Kalifat errichten, das den Islam im Inneren anwendet und ihn durch Da'wa und Dschihad in die Welt trägt. Dann wird Allah (t) ihr zum Sieg verhelfen:
إِنَّا لَنَنْصُرُ رُسُلَنَا وَالَّذِينَ آمَنُوا فِي الْحَيَاةِ الدُّنْيَا وَيَوْمَ يَقُومُ الْأَشْهَادُ
"Wahrlich, Wir helfen Unseren Gesandten und denjenigen, die glauben, im diesseitigen Leben und am Tage, da die Zeugen aufstehen werden." (Sure Ghafir [40]: 51)
O ihr Soldaten Allahs: Wir sind uns bewusst, dass keine Engel vom Himmel herabsteigen werden, um uns ein Kalifat zu errichten und ein Heer anzuführen, das den Islam und die Muslime zu Ruhm führt. Vielmehr sendet Allah (t) Engel herab, die uns helfen, wenn wir mit Ernsthaftigkeit, Aufrichtigkeit und Ergebenheit daran arbeiten, das islamische Leben auf Erden wiederaufzunehmen und das Kalifat zu errichten. Dies ist ein Versprechen im Buch Allahs (t) und eine frohe Botschaft im Hadith des Gesandten Allahs ﷺ, die nicht trügen. Es spielt keine Rolle, wenn Leute behaupten, die Errichtung des Kalifats sei heute eine Art Illusion. Vielmehr ist es so: Wer behauptet, die Errichtung des Kalifats sei eine Illusion, der läuft selbst einer Illusion hinterher. Die Errichtung des Kalifats hingegen ist eine unumstößliche Realität, die mit Allahs Erlaubnis eintreten wird. Dies wird durch vier Tatsachen untermauert:
Erstens: Ein Versprechen von Allah:
وَعَدَ اللَّهُ الَّذِينَ ءَامَنُوا مِنْكُمْ وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ لَيَسْتَخْلِفَنَّهُمْ فِي الْأَرْضِ كَمَا اسْتَخْلَفَ الَّذِينَ مِنْ قَبْلِهِمْ
"Allah hat denjenigen von euch, die glauben und gute Werke tun, versprochen, dass Er sie ganz gewiss zu Nachfolgern auf der Erde machen wird, so wie Er diejenigen vor ihnen zu Nachfolgern machte..." (Sure An-Nur [24]: 55)
Zweitens: Die frohe Botschaft des Gesandten Allahs ﷺ über die Rückkehr des Kalifats nach der Methode des Prophetentums nach dieser unterdrückerischen Herrschaft. Der Prophet ﷺ sagte:
...ثُمَّ تَكُونُ مُلْكاً جَبْرِيَّةً فَتَكُونُ مَا شَاءَ اللَّهُ أَنْ تَكُونَ ثُمَّ يَرْفَعُهَا إِذَا شَاءَ أَنْ يَرْفَعَهَا ثُمَّ تَكُونُ خِلَافَةً عَلَى مِنْهَاجِ النُّبُوَّةِ
"...Hierauf wird es eine unterdrückerische Herrschaft geben, die so lange dauern wird, wie Allah es will. Dann wird Er sie aufheben, wenn Er es will. Hierauf wird es ein Kalifat nach der Methode des Prophetentums geben." Dann schwieg er ﷺ. (Überliefert von Ahmad nach Hudhaifa)
Drittens: Eine lebendige, aktive Umma, die beste Gemeinschaft, die für die Menschen hervorgebracht wurde:
كُنْتُمْ خَيْرَ أُمَّةٍ أُخْرِجَتْ لِلنَّاسِ تَأْمُرُونَ بِالْمَعْرُوفِ وَتَنْهَوْنَ عَنِ الْمُنْكَرِ وَتُؤْمِنُونَ بِاللَّهِ
"Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen hervorgebracht worden ist. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche und glaubt an Allah." (Sure Ali 'Imran [3]: 110) Auch wenn sie sich für eine Weile von der Errichtung des Kalifats zurückgezogen hat, so ist dies nur die Ruhe des Löwen vor seinem Sprung...
Viertens: Eine Partei, die – so Gott will – Allah (t) gegenüber aufrichtig und Seinem Gesandten ﷺ gegenüber loyal ist. Sie schreitet unermüdlich voran und verbindet ihre Tage mit den Nächten, um das Versprechen und die frohe Botschaft zu verwirklichen, ganz im Sinne der Worte des Propheten ﷺ:
لَا تَزَالُ طَائِفَةٌ مِنْ أُمَّتِي ظَاهِرِينَ عَلَى الْحَقِّ لَا يَضُرُّهُمْ مَنْ خَذَلَهُمْ حَتَّى يَأْتِيَ أَمْرُ اللَّهِ وَهُمْ كَذَلِكَ
"Es wird nicht aufhören, eine Gruppe aus meiner Umma zu geben, die für die Wahrheit eintritt und siegreich sein wird. Wer sie im Stich lässt, wird ihnen nicht schaden, bis der Befehl Allahs eintrifft und sie noch immer in diesem Zustand sind." (Überliefert von Muslim nach Thauban)
Jeder einzelne dieser vier Punkte reicht aus, um zu belegen, dass die Arbeit für das Kalifat keine Illusion ist. Wie erst recht, wenn alle vier zusammenkommen?! So ist die Errichtung des Kalifats eine Realität, die mit Allahs Erlaubnis in nicht allzu ferner Zeit eintreten wird. Seine Beständigkeit und Stabilität nach der Errichtung sind – so Allah will – sichergestellt. Das Gebäude jener Staaten, die heute als Großmächte gelten, wird in einen tiefen Abgrund stürzen. Diese Staaten sind geringgeschätzt vor Allah und vor den Dienern Allahs. Was ein winziges, kaum sichtbares Geschöpf (COVID-19) diesen Staaten und ihrer Anführerin Amerika angetan hat, spricht Bände... Seht, was bei ihren Wahlen geschah: Eine Seite betrachtet sie als Diebstahl und Fälschung, die andere als großen Sieg! Es blieb nicht bei verbalen Angriffen, sondern führte zum Sturm auf offizielle Institutionen und zum Verlust von Menschenleben durch physische Gewalt in den Korridoren der Anführerin des Kapitalismus – und beide Seiten rufen nach der verfallenen Demokratie! Dies ist die Welt von heute, die Großen wie die Kleinen... Nichts wird sie retten, außer der Errichtung des Staates des Islam, des Khilafah-Staates nach der Methode des Prophetentums...
Liebe Brüder: Wir haben gearbeitet und zu Allah gefleht, dass das Kalifat noch vor dem 100. Jahrestag errichtet wird. In diesen siebzig Jahren des Bestehens der Partei gab es Tage, an denen wir das Kalifat fast greifen konnten, doch dann rückte es wieder in die Ferne. Dennoch verzweifeln wir nicht an der Barmherzigkeit Allahs. Wir arbeiten weiter, unsere Augen sind auf das Kalifat gerichtet, unsere Herzen schlagen ihm entgegen, und wir sind voller Zuversicht über seine Errichtung, denn der Gesandte Allahs ﷺ hat es uns angekündigt und uns die frohe Botschaft verkündet: „...Hierauf wird es ein Kalifat nach der Methode des Prophetentums geben.“ All dies ist geeignet, den Eifer zu schärfen, die Entschlossenheit zu stärken und das Feuer der Leidenschaft aufs Neue zu entfachen. Es lässt den Menschen zu einer neuen Schöpfung werden – von jemandem, der bei einem Unglück in Ohnmacht fällt, zu jemandem, der im Unglück die frohe Botschaft der nahenden Erleichterung sieht.
So hat es uns der Allwissende, der Allkundige verkündet:
فَإِنَّ مَعَ الْعُسْرِ يُسْراً * إِنَّ مَعَ الْعُسْرِ يُسْراً
"Denn gewiss, mit der Erschwernis geht Erleichterung einher. Gewiss, mit der Erschwernis geht Erleichterung einher." (Sure Ash-Sharh [94]: 5-6)
Und so hat es uns der Wahrhaftige, dem Glauben geschenkt wird, in einem Hadith verkündet:
وَلَنْ يَغْلِبَ عُسْرٌ يُسْرَيْنِ
"Und niemals wird eine Erschwernis zwei Erleichterungen besiegen."
Ebenso heißt es im Brief von Umar an Abu Ubaida: „Es gab keine Härte, ohne dass Allah danach einen Ausweg geschaffen hat, und niemals wird eine Erschwernis zwei Erleichterungen besiegen.“ Die Erleichterung kommt, so Allah will, der Herr der Welten. Das Kalifat wird durch die Hände der aufrichtigen Gläubigen errichtet werden. Es wird das Juden-Gebilde vernichten, Palästina wird in das Haus des Islam zurückkehren, und Rom wird erobert werden, nachdem seine Schwester (Konstantinopel) bereits erobert wurde. Die reinen Stimmen werden die Worte des Allmächtigen, des Gewaltigen verkünden:
وَقُلْ جَاءَ الْحَقُّ وزهق الْبَاطِلُ إِنَّ الْبَاطِلَ كَانَ زَهُوقاً
"Und sag: Die Wahrheit ist gekommen, und das Falsche ist dahingeschwunden; das Falsche ist ja dazu bestimmt, dahinzuschwinden." (Sure Al-Isra [17]: 81)
Die Welt wird von den Rufen des Takbir erfüllt werden, und die Erde wird im Licht des Islam erstrahlen:
لَيَبْلُغَنَّ هَذَا الْأَمْرُ مَا بَلَغَ اللَّيْلُ وَالنَّهَارُ وَلَا يَتْرُكُ اللَّهُ بَيْتَ مَدَرٍ وَلَا وَبَرٍ إِلَّا أَدْخَلَهُ اللَّهُ هَذَا الدِّينَ بِعِزِّ عَزِيزٍ أَوْ بِذُلِّ ذَلِيلٍ عِزّاً يُعِزُّ اللَّهُ بِهِ الْإِسْلَامَ وَذُلّاً يُذِلُّ اللَّهُ بِهِ الْكُفْرَ
"Diese Angelegenheit wird das erreichen, was die Nacht und der Tag erreichen. Allah wird kein Haus aus Lehm oder Tierhaar auslassen, ohne dass Er diese Religion in dieses Haus einkehren lässt, sei es durch die Ehre eines Ehrenvollen oder durch die Erniedrigung eines Erniedrigten – eine Ehre, durch die Allah den Islam ehrt, und eine Erniedrigung, durch die Allah den Unglauben erniedrigt." (Überliefert von Ahmad nach Tamim ad-Dari)
Wir wissen, dass die Feinde des Islam die Verwirklichung dessen für unmöglich halten werden und voller Spott die Worte ihrer früheren Weggefährten wiederholen:
غَرَّ هَؤُلَاءِ دِينُهُمْ
"Diese da sind durch ihre Religion getäuscht worden." (Sure Al-Anfal [8]: 49)
Doch so wie jener Ausspruch für seine Urheber zum Unheil wurde und Allah Seine Religion stärkte und ihren Anhängern zum Sieg verhalf, so wird er auch heute für sie zum Unheil werden. Denn der Allmächtige, der Allweise ist mit Seinen Dienern, die auf Ihn vertrauen, Ihm gegenüber aufrichtig sind und gegenüber Seinem Gesandten ﷺ loyal handeln. Diejenigen, die mit Ernsthaftigkeit und Fleiß arbeiten, ohne dass die Worte des Erhabenen aus ihren Herzen und Gliedern weichen:
إِنَّ اللَّهَ بَالِغُ أَمْرِهِ قَدْ جَعَلَ اللَّهُ لِكُلِّ شَيْءٍ قَدْراً
"Allah führt Seine Angelegenheit gewiss zu Ende. Allah hat ja für alles ein Maß festgelegt." (Sure At-Talaq [65]: 3)
Mit jedem Tag, der vergeht, nähern sie sich diesem „Maß“ (Qadr).
وَاللَّهُ غَالِبٌ عَلَى أَمْرِهِ وَلَكِنَّ أَكْثَرَ النَّاسِ لَا يَعْلَمُونَ
"Und Allah ist in Seiner Angelegenheit siegreich, aber die meisten Menschen wissen es nicht." (Sure Yusuf [12]: 21)
Wassalamu Alaikum Wa Rahmatullahi Wa Barakatuh.
Samstag, 29. Rajab 1442 n. H. Euer Bruder
Entsprechend dem 13. März 2021 n. Chr. Ata Bin Khalil Abu al-Rashtah Amir von Hizb ut-Tahrir