Alles Lob gebührt Allah, und Friede und Segen seien auf dem Gesandten Allahs, seiner Familie, seinen Gefährten und jenen, die ihm folgen. Und nun:
Werte Brüder, werte Da'wah-Träger,
As-Salamu ‘Alaikum Wa Rahmatullaahi Wa Barakaatuh,
Ich hatte euch bereits früher geschrieben: „Ich möchte euch hier nicht verbieten, jene ‚schwarzen Blätter‘ zu lesen, noch befehle oder untersage ich es euch. Was ich euch jedoch befehle und worauf ich nachdrücklich bestehe, ist, dass ihr mir nichts von diesen schwarzen Blättern zusendet. Denn ich möchte mich mit dem guten Voranschreiten und der Standhaftigkeit des Weges beschäftigen, damit die Karawane – mit der Fackel des Lichts in der Hand – an ihrem Bestimmungsort, dem Dar al-Khilafah (Haus des Kalifats), ankommt, so Allah will, zu einem von Allah festgelegten und bestimmten Zeitpunkt. Jede Frist ist vorgeschrieben... Und ich bitte Allah, den Erhabenen, dass dieser Zeitpunkt nicht mehr fern ist.“
إِنَّ اللَّهَ بَالِغُ أَمْرِهِ قَدْ جَعَلَ اللَّهُ لِكُلِّ شَيْءٍ قَدْرًا
„Allah führt Seine Angelegenheit gewiss zum Ziel. Allah hat für alles ein Maß festgelegt.“ (Sure At-Talaq [65]: 3)
Ich hätte mir gewünscht, dass ihr euch nicht mit den Erwiderungen auf diese Leute beschäftigt. Sie sind wie wertloser Ausschuss; wann immer man ihn wendet und betrachtet, belebt man ihn wieder und er lenkt einen von dem ab, was besser ist... Doch ich habe erfahren, dass ihr ihnen häufig antwortet!
Ich verstehe, dass ihr auf sie reagiert habt, um ihre Verleumdungen und Lügen offenzulegen, in der Hoffnung, dass eure Antwort ihnen die Wahrheit verdeutlicht, damit sie davon profitieren und von ihrem Irrweg ablassen. Dies wäre jedoch nur der Fall, wenn sie diese Verleumdungen aus Unwissenheit und nicht vorsätzlich äußern würden. Sie äußern sie jedoch als bewusste Lügen, so wie es ihre Vorgänger bereits taten, als sie verleumdeten... Sie wollten damals eine Antwort und Erwiderung, worauf wir ihnen sagten: „Der Urheber dieser Verleumdungen ist einer von zweien: Entweder jemand, der sie vorsätzlich als Lüge äußert – dieser will keine Antwort, von der er profitiert – oder jemand, dem es an (Augen-)Licht und Einsicht fehlt, und diesem nützt keine Antwort.“ Diese Leute sind also wie ihre Vorgänger...
Ich verstehe auch, dass ihr ihnen aus Sorge antwortet, ihre Verleumdungen könnten die Partei beeinflussen und ihr Schaden zufügen oder die Führung der Partei in den Augen derer diskreditieren, die ihre „schwarzen Blätter“ lesen. Doch dies wird mit Allahs Erlaubnis nicht geschehen:
Was ihren Einfluss auf die Partei betrifft: Dies versuchten bereits jene, die weitaus mächtiger und zahlreicher waren... Die kolonialistischen Ungläubigen versuchten es, ihre tyrannischen Agenten versuchten es, und deren Geheimdienste versuchten es ebenfalls. Dennoch haben sie alle ihre Wette verloren und sind an ihrem Groll krepiert. Die Partei steht immer noch fest auf der Wahrheit; es schadet ihr weder derjenige, der sie im Stich lässt, noch derjenige, der von der Karawane abfällt, während sie zügig ihren Weg fortsetzt, ohne schwach zu werden oder nachzugeben. Vielmehr bewegt sie sich auf einem geraden Weg ohne Krümmung, mit der Erlaubnis Allahs, des Allmächtigen und Allweisen.
Was die Führung der Partei betrifft: Sie steht mit Allahs Erlaubnis fest auf der Wahrheit. Weder ihr Entschluss schwankt noch lässt ihre Kraft nach. Sie steigt von Gipfel zu Gipfel empor, unbeeindruckt von jedem Abgefallenen oder jedem Schreihals. Vielmehr ist sie gewiss, dass der Sieg kommen wird, so Allah will – jedoch durch die Hände von Rechtschaffenen und Edlen, die den Gefährten des Gesandten Allahs (s) gleichen. Denn der Sieg wird ein Kalifat nach der Methode des Prophetentums (Khilafah 'ala Minhaj an-Nubuwwah) sein, also wie das erste Kalifat, das durch die Hände jener edlen Gefährten (r) errichtet wurde. Daher gilt: Je mehr von jenen, in deren Herzen eine Krankheit ist, von dem Weg abfallen, desto näher ist mit Allahs Erlaubnis der Sieg gerückt...
Fürchtet euch also weder um die Partei noch um ihre Führung vor jenen Leuten – weder vor dem Geschrei ihrer Großen noch vor dem Blöken ihrer Kleinen. So wie der Erhabene zu Seinem Gesandten (s) sagte:
إِنَّا كَفَيْنَاكَ الْمُسْتَهْزِئِينَ
„Wahrlich, Wir genügen dir gegen die Spötter.“ (Sure Al-Hijr [15]: 95)
So sind wir gewiss, dass Allah Seinen gläubigen Dienern gegen das Übel der Spötter, Verleumder und Lügner genügen wird. Allah ist stark und allmächtig, und Er, der Erhabene, nimmt Sich der Rechtschaffenen an...
Werte Brüder, werte Da'wah-Träger,
Erinnert euch stets an diese beiden edlen Verse:
إِنَّ اللَّهَ يُدَافِعُ عَنِ الَّذِينَ آمَنُوا إِنَّ اللَّهَ لَا يُحِبُّ كُلَّ خَوَّانٍ كَفُورٍ
„Wahrlich, Allah verteidigt jene, die glauben. Allah liebt keinen treulosen Undankbaren.“ (Sure Al-Hajj [22]: 38)
Welche Abwehr könnte der Abwehr Allahs, des Vergelters, des Allgewaltigen, standhalten...? Und Sein Wort:
إِنَّا لَنَنْصُرُ رُسُلَنَا وَالَّذِينَ آمَنُوا فِي الْحَيَاةِ الدُّنْيَا وَيَوْمَ يَقُومُ الْأَشْهَادُ
„Wahrlich, Wir helfen Unseren Gesandten und denen, die glauben, im diesseitigen Leben und an dem Tage, an dem die Zeugen auftreten werden.“ (Sure Ghafir [40]: 51)
Allah hilft also nicht nur Seinen Gesandten, sondern auch „denen, die glauben“. Und der Sieg findet nicht nur am „Tage, an dem die Zeugen auftreten werden“ statt – also im Jenseits durch das Wohlgefallen Allahs und das Paradies Firdaws –, sondern ebenso „im diesseitigen Leben“ durch Macht und Festigung... Verzweifelt also nicht an der Gnade Allahs, egal wie groß die Not sein mag. Denn die Not ist ein Vorbote der Erleichterung, und die Dunkelheit der Nacht kündigt das Anbrechen der Morgendämmerung an:
فَإِنَّ مَعَ الْعُسْرِ يُسْرًا * إِنَّ مَعَ الْعُسْرِ يُسْرًا
„Wahrlich, mit der Erschwernis geht Erleichterung einher. Wahrlich, mit der Erschwernis geht Erleichterung einher.“ (Sure Asch-Scharh [94]: 5-6)
Und eine Erschwernis kann nicht zwei Erleichterungen besiegen.
Um zum Anfang zurückzukehren: So wie ich euch befahl, mir nichts von jenen „schwarzen Blättern“ zu senden, so wünsche ich mir von euch, dass ihr euch nicht mit Erwiderungen auf sie beschäftigt. Sie sind dafür zu unbedeutend. Widmet euch der Angelegenheit der Da'wah und ihrer Erhebung und überlasst jene ihrem Irrweg, in dem sie umherirren...
Füllt eure Seiten mit dem, was den Rang der Da'wah erhöht... Füllt eure Seiten mit dem, was die Arbeit voranbringt... Füllt eure Seiten mit dem, was den Menschen nützt... Füllt eure Seiten damit, die Verschwörungen der kolonialistischen Ungläubigen, ihrer tyrannischen Agenten und ihrer Geheimdienste aufzudecken, die die gläubigen Diener Allahs verfolgen... Beschäftigt euch nicht mit der Angelegenheit dieser wertlosen Güter; sie sind zu geringfügig, als dass ihr euch mit ihnen aufhalten solltet. Lasst euch nicht von den Zahlen auf ihren Seiten täuschen. Sie gleichen jemandem, der eine „Eins“ schreibt und dann weitere „Einsen“ dahinter setzt, sodass es wie elf oder einhundertelf aussieht! Wie dem auch sei: Wer auch immer sie sein mögen, so preisen wir Allah dafür, dass sich unter ihnen kein aktives Mitglied der Partei befindet. Sie sind entweder Vertragsbrüchige (Nakith), Ausgetretene (Tarik), gemaßregelte Personen oder Heuchler, die vorgeben, die Partei zu lieben und zu loben, während sie gleichzeitig das Eigentum der Waisen verzehren und Ränke gegen die Partei, ihre Führung und all ihre Verantwortlichen schmieden... In all dem liegt ein Beweis für die Reinheit und Lauterkeit der Partei sowie die Festigkeit der Führung im Gehorsam gegenüber Allah, dem Erhabenen, und Seinem Gesandten (s) – und wir erklären niemanden vor Allah als rein.
Abschließend folgen zwei Botschaften; wer sie versteht, wird erkennen, wie das Ende aussehen wird:
Die erste an die kolonialistischen Ungläubigen, ihre Agenten und Geheimdienste: Sie sollen sich nicht über diese Fitna (Zwietracht) freuen, die geschehen ist. Sie ist nicht fern von ihren Fingern und Fäden – ob sie nun selbst die Schneider waren, die sie gewebt und genäht haben, oder nicht. Vielmehr warfen sie ihre Netze und Fäden aus, und jene, denen es an Licht und Einsicht fehlt, schnappten danach, und so kam es zu dem, was geschah... Ich sage ihnen, sie sollen sich nicht über ihre Fitna freuen, denn Allah, der Vergelter, der Allgewaltige, liegt den Übeltätern auf der Lauer.
حَتَّى إِذَا فَرِحُوا بِمَا أُوتُوا أَخَذْنَاهُمْ بَغْتَةً فَإِذَا هُمْ مُبْلِسُونَ
„Als sie sich schließlich über das freuten, was ihnen gegeben worden war, ergriffen Wir sie plötzlich, und siehe, sie waren in Verzweiflung gestürzt.“ (Sure Al-An'am [6]: 44)
Wären diese Übeltäter verständig, hätten sie aus den früheren Vorfällen des Vertragsbruchs gelernt, wonach die Partei nur an Stärke und Unterstützung gewann. Doch sie begreifen nicht.
Die zweite an die Urheber der Fitna: In einem Gespräch mit einigen meiner Gefährten über sie wurde erwähnt, dass einige von ihnen den Ausschluss verdient hätten. Das ist richtig, doch ich zog es vor, davon abzusehen und es bei der Strafe der völligen Missachtung und deren Verbreitung zu belassen. Vielleicht kommen sie zur Besinnung oder bereuen, bitten um Vergebung und geben das Eigentum der Waisen zurück, das sie veruntreut haben – sie geben es seinen Besitzern zurück... Auch wenn dies alles bei Leuten, die in Abkehr und Fitna verhärtet sind, unwahrscheinlich ist. Doch:
مَعْذِرَةً إِلَى رَبِّكُمْ وَلَعَلَّهُمْ يَتَّقُونَ
„Als Entschuldigung vor eurem Herrn, und auf dass sie gottesfürchtig werden mögen.“ (Sure Al-A'raf [7]: 164)
Und zum Schluss wiederhole ich: Ich wünsche mir, dass ihr euch nicht mit den Erwiderungen auf diese Leute beschäftigt. Sie sind wie wertloser Ausschuss; wann immer man ihn wendet und betrachtet, belebt man ihn wieder und er lenkt einen von dem ab, was besser ist... Ich bitte Allah, den Erhabenen, uns vor dem Übel dessen zu bewahren, was Er bestimmt hat, und uns vor dem Übel all Seiner Geschöpfe zu schützen. Möge Er uns durch Seine Macht stärken und uns einen Sieg gewähren, durch den die Herzen ruhig werden, die Brüste sich weiten und die Augen der Betrachter erfreut werden. Und dies ist für Allah kein schweres Werk.
Was-Salamu ‘Alaikum Wa Rahmatullaahi Wa Barakaatuh
- Dschumada al-Achira 1439 n. H.
- März 2018 n. Chr.
Euer Bruder Ata Bin Khalil Abu Al-Rashtah