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Gedanke

Ansprache des geehrten Gelehrten Ata Bin Khalil Abu al-Rashtah an die Besucher seiner Seiten anlässlich des gesegneten Opferfestes (Id al-Adha) für das Jahr 1435 n. H. - 2014 n. Chr.

October 03, 2014
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Ameer

Allah ist am größten, Allah ist am größten, Allah ist am größten. Es gibt keinen Gott außer Allah. Allah ist am größten, Allah ist am größten, und alles Lob gebührt Allah.

An die edle islamische Ummah, an die Pilger des heiligen Hauses Allahs, an die ehrenwerten Träger der Da'wa, an die geschätzten Besucher der Seite...

Assalamu Alaikum wa Rahmatullahi wa Barakatuh...

Möge Allah eure gottesdienstlichen Handlungen annehmen und das Fest für euch voller Güte und Segen machen... Möge Allah von den Pilgern ihre Pilgerfahrt annehmen und sie, durch den Allerbarmer, den Barmherzigen, zu einer Hadsch Mabrur machen, zu einem dankenswerten Bemühen und zu einer Vergebung der Sünden...

Liebe Brüder: Wäre es nicht so, dass Allah das Fest zu einem Anlass der Freude gemacht hat, der Frohsinn in die Herzen der Muslime bringt und die Bindungen der Verwandtschaft sowie den gegenseitigen Gruß des Friedens stärkt... und wäre da nicht das Versprechen von Allah (swt) auf kommenden Ruhm und Ermächtigung für diese Ummah:

وَعَدَ اللَّهُ الَّذِينَ آمَنُوا مِنْكُمْ وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ لَيَسْتَخْلِفَنَّهُمْ فِي الْأَرْضِ كَمَا اسْتَخْلَفَ الَّذِينَ مِنْ قَبْلِهِمْ وَلَيُمَكِّنَنَّ لَهُمْ دِينَهُمُ الَّذِي ارْتَضَى لَهُمْ

"Allah hat jenen von euch, die glauben und gute Werke tun, versprochen, dass Er sie ganz gewiss zu Nachfolgern auf der Erde machen wird, wie Er jene, die vor ihnen waren, zu Nachfolgern machte; und dass Er ihnen ihre Religion, die Er für sie auserwählt hat, ganz gewiss festigen wird." (Sure An-Nur [24]: 55)

... und wäre da nicht die frohe Botschaft des Gesandten Allahs (saw) über die Rückkehr des Rechtgeleiteten Kalifats, wie er (saw) sagte:

ثُمَّ تَكُونُ خِلَافَةٌ عَلَى مِنْهَاجِ النُّبُوَّةِ

"Dann wird es ein Kalifat gemäß der Methode des Prophetentums geben." (überliefert bei Ahmad)

... und wäre da nicht eine Partei, die Allah gegenüber aufrichtig und gegenüber Seinem Gesandten (saw) wahrhaftig ist, die Tag und Nacht arbeitet und Allah demütig anfleht, durch ihre Hände den Sieg zu gewähren, das Kalifat zu errichten und den Ruhm des Islams und der Muslime wiederherzustellen...

Wäre dies alles nicht, so würde kein Lächeln die Gesichter zieren. Denn im Herzen brennt eine Wunde und in der Kehle steckt ein Kloß angesichts der unzähligen Tragödien, die die Muslime von vorne und hinten, von rechts und links umgeben... Das Kalifat ist seit etwa einem Jahrhundert abwesend, wodurch die Muslime zersplittert und zerstreut wurden. Über sie herrschen unbedeutende, tyrannische Herrscher (Ruwaibidat), die sich weder vor Allah noch vor Seinem Gesandten oder den Gläubigen schämen. Ganz zu schweigen von der Aggression der kolonialistischen Kuffar und ihrer Verbündeten gegen das Land und die Menschen, als wäre das Land der Muslime ein Schlachtfeld für unser Blutvergießen und die Schändung unserer Unantastbarkeiten...

Blickt man nach Osten, zum Aufgang der Sonne, so sieht man die Abspaltung von Timor von Indonesien. Auf dem weiteren Weg erblickt man Burma – und was weißt du schon über Burma? Der Zustand der Muslime dort lässt das Herz bluten, infolge der Verbrechen der Buddhisten und ihrer Gräueltaten, die selbst wilde Bestien im Wald nicht begehen würden... Dann folgen die Tragödien in Bangladesch, gefolgt von Kaschmir und den indischen Verbrechen dort... Weiter nach Pakistan mit seinem Leid und der Aggression Amerikas durch seine Drohnenangriffe auf Waziristan... Dann nach Afghanistan und der Besatzung durch die USA und die NATO, wo kaum ein Tag ohne grausame Massaker vergeht... Steigt man nach Norden, sieht man Tschetschenien, den Kaukasus und dann die Krim, die unter der Hand Russlands leiden, welches tief in Verbrechen und Blut verstrickt ist... Zieht man von dort nach Osten nach Ostturkestan, sieht man China, das die Muslime dort mit verschiedensten Formen der Aggression überzieht... Blickt man zum Mittelmeer, findet man Zypern unter der Kontrolle der griechischen Zyprioten, nachdem es vom Mutterland Türkei losgelöst wurde...

Zieht man jedoch nach Süden und erreicht die Küste, so findet man das Herz des muslimischen Landes, das gesegnete Land Palästina, die erste der beiden Qiblas. Man sieht die Juden, die es besetzt halten und dort Verbrechen und Massaker begehen. Man hört das Stöhnen der Al-Aqsa-Moschee, die unter einer tiefen Wunde leidet, die sie fast in den letzten Atemzug treibt... Dann folgt Asch-Scham – und was weißt du schon über Asch-Scham? Blut fließt dort nicht nur durch den Tyrannen von Scham, sondern auch durch Kämpfe zwischen Muslimen untereinander. Das Feuer dieses Tötens und Blutvergießens wird durch die Aggression der kolonialistischen Kuffar und ihrer verräterischen Agenten angefacht, mit Raketen ihrer Flugzeuge und Kriegsschiffe vom Meer aus, ja sogar von Stützpunkten, die auf dem Boden der Golfstaaten stationiert sind... Dann folgt der Irak, die Schwester von Scham in Leid und Katastrophen... Geht man weiter nach Süden in den Jemen, der einst glücklich war, so sieht man ihn nun in Trauer versunken, zerrissen von Kämpfen, die von den kolonialistischen Kafir-Staaten genährt werden, welche den Jemen zum Schauplatz ihres Wettbewerbs über unseren Schädeln und unserem Blut gemacht haben...

Zieht man weiter zum Sonnenuntergang im Westen, so findet man Libyen, wo Muslime gegeneinander kämpfen... Man findet Ägypten und die Armee Ägyptens, die einst das Land von den Kreuzrittern und Tataren säuberte – doch man findet Herrscher, die sie mit internen Angelegenheiten beschäftigt haben, sodass sie keinen Finger gegen die jüdischen Besatzer Palästinas rühren, obwohl diese nur einen Steinwurf entfernt sind... Wendet man sich Zentralafrika zu, so sieht man, dass die Muslime dort von Leid, Blutvergießen und der Schändung ihrer Ehre getroffen wurden, in einem Maße, das jeder Beschreibung spottet... Dann das benachbarte Sudan, dessen Süden vom Norden abgetrennt wurde, während seine Wunde weiter blutet... Dann Somalia, das seit Jahren unter schrecklichem Schmerz und abscheulichen Kämpfen stöhnt...

All dies geschieht in den Ländern der Muslime aufgrund der Aggression der kolonialistischen Kuffar und ihrer Agenten, der tyrannischen Herrscher... Was aber die Tragödien der Muslime in den Ländern der Kuffar betrifft, so sind diese zahllos. Jene Nationen wollen, dass die Muslime ihre Identität aufgeben; sogar die Kleidung ihrer Frauen wird eingeschränkt, der Ruf des Adhan wird mit aller Kraft unterdrückt, und Hass gegen sie wird in ihren Gesellschaften, Einrichtungen und sogar auf den Straßen verbreitet...

Es sind Tragödien seit dem Verlust des Kalifats, eine folgt der anderen – angehäufte Katastrophen, die selbst den Besonnenen ratlos zurücklassen...

Liebe Brüder: Ich wiederhole, womit ich begonnen habe, und füge hinzu: In der Betrachtung der Verse Allahs liegt die Antwort:

فَإِنَّ مَعَ الْعُسْرِ يُسْرًا * إِنَّ مَعَ الْعُسْرِ يُسْرًا

"Wahrlich, mit der Erschwernis geht Erleichterung einher. Wahrlich, mit der Erschwernis geht Erleichterung einher." (Sure Asch-Scharh [94]: 5-6)

حَتَّى إِذَا اسْتَيْأَسَ الرُّسُلُ وَظَنُّوا أَنَّهُمْ قَدْ كُذِبُوا جَاءَهُمْ نَصْرُنَا فَنُجِّيَ مَنْ نَشَاءُ وَلَا يُرَدُّ بَأْسُنَا عَنِ الْقَوْمِ الْمُجْرِمِينَ

"Bis dann, wenn die Gesandten die Hoffnung fast aufgaben und meinten, man habe sie belogen, Unsere Hilfe zu ihnen kam; da wurde gerettet, wen Wir wollten. Und Unsere Strafe wird vom Volk der Übeltäter nicht abgewendet." (Sure Yusuf [12]: 110)

Ebenso liegt Hoffnung in der Betrachtung der Ankunft der Leute von Medina, der Helfer (Ansar) Allahs und Seines Gesandten. Sie kamen zum Gesandten Allahs (saw) unter schwierigsten Bedingungen, beginnend mit jenem Jahr, dem "Jahr der Trauer", in dem Khadija, die Mutter der Gläubigen (ra), verstarb, gefolgt vom Tod Abu Talibs, der den Gesandten Allahs (saw) unterstützt hatte. Danach folgte die harte Ablehnung der Leute von Taif, die den Gesandten Allahs (saw) blutig verletzten... In diesen schmerzhaften Jahren für den Gesandten Allahs (saw) kamen die Ansar, erfolgte der erste und zweite Treueeid (Bai'a), daraufhin die Auswanderung (Hidschra) des Gesandten (saw) und die Errichtung des Staates...

In dieser Betrachtung liegt Hoffnung nach dem Schmerz, die frohe Botschaft der Freude nach der Trauer, Erleichterung nach der Erschwernis und ein nahendes Glück nach langem Leid. Es folgt der Segen und die Barmherzigkeit Allahs nach dem Ausspruch „Wir gehören Allah und zu Ihm kehren wir zurück“... Dann das Gute und der Sieg... das Gute und der Sieg... das Gute und der Sieg!

وَيَوْمَئِذٍ يَفْرَحُ الْمُؤْمِنُونَ * بِنَصْرِ اللَّهِ يَنْصُرُ مَنْ يَشَاءُ وَهُوَ الْعَزِيزُ الرَّحِيمُ

"An jenem Tag werden die Gläubigen frohlocken, über die Hilfe Allahs. Er hilft, wem Er will; und Er ist der Allmächtige, der Barmherzige." (Sure Ar-Rum [30]: 4-5)

Abschließend grüße ich euch mit dem Friedensgruß, bete für euer Wohl, möge Allah eure Taten annehmen und euch mit Seinen Gnaden und Segnungen überhäufen...

Wassalamu Alaikum wa Rahmatullahi wa Barakatuh.

Nacht des gesegneten Opferfestes 1435 n. H.

Euer Bruder Ata Bin Khalil Abu al-Rashtah

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