Home About Articles Ask the Sheikh
Urteile

Dekret über die Begnadigung jedes Eidbrüchigen, jener, die die Arbeit verließen, oder Bestraften

March 27, 2018
4755

Lob gebührt Allah, und Friede und Segen seien auf dem Gesandten Allahs, seiner Familie, seinen Gefährten und jenen, die ihm folgen.

Einige Brüder schrieben mir und baten mich, die Fälle derer neu zu prüfen, die seit Beginn des Weges der Partei im Jahre 1372 n. H. – 1953 n. Chr. den Eid gebrochen haben (nakaṯa), die Arbeit verließen (taraka) oder bestraft wurden (ʿūqiba). Sie baten darum, jene zu begnadigen, die eine Begnadigung verdienen, damit sie eine neue Chance erhalten, die Da'wa zu tragen. Vielleicht nutzt derjenige, dem diese Chance gegeben wird, sie auf beste Weise, um Allah rein und geläutert gegenüberzutreten... und dass:

فَمَنْ عَفَا وَأَصْلَحَ فَأَجْرُهُ عَلَى اللَّهِ

„Wer aber verzeiht und Besserung herbeiführt, dessen Lohn liegt bei Allah.“ (Sure Asch-Schura [42]: 40)

Liebe Brüder, ich habe diese Angelegenheit von allen Seiten bedacht: von vorne und von hinten, von rechts und von links... und daraufhin hat Allah mir das Herz für eine Entscheidung geöffnet, die ich hiermit festlege:

1- Die Begnadigung jedes Eidbrüchigen, jener, die die Arbeit verließen, oder Bestraften – sei die Strafe vorübergehend oder dauerhaft, mit oder ohne Bekanntmachung – erfolgt, indem der Betreffende uns über den Verantwortlichen (Mas’ul) seines Landes und unter Bestätigung des Bevollmächtigten (Muta’mad) eine Nachricht zukommen lässt, in der er Folgendes bestätigt:

a) Seine Reue über den Grund seines Eidbruchs, seines Verlassens der Arbeit oder seiner Bestrafung.

b) Er schließt einen Bund mit Allah, dem Allmächtigen und Allweisen, nicht mehr zu einem solchen Grund zurückzukehren.

c) Falls er eine (Internet-)Seite oder Ähnliches besitzt, löscht er alles Schlechte darauf, das die Partei und ihre Führung betrifft, sei es direkt ausgesprochen oder indirekt angedeutet.

d) Er verbringt drei Nächte damit, Allah um Vergebung zu bitten (Istighfar) und zu Ihm zu bereuen. Er soll Allah gegenüber aufrichtig in seiner Reue und seinem Bund sein und dies in seiner Nachricht an uns erwähnen.

Wenn er dies tut, betrachten wir das, was von ihm ausging, als wäre es nie geschehen. Die Partei nimmt ihn von neuem auf, nachdem er einen neuen Eid leistet... Sollte er jedoch mit der Strafe der „vorübergehenden Vernachlässigung“ (al-ihmal al-mu'aqqat) belegt sein, so betrachten wir das Geschehene nach Durchführung der oben genannten Punkte ebenfalls als wäre es nie geschehen, und die Partei nimmt ihn ohne neuen Eid wieder auf.

2- Drei Gruppen sind von dieser Begnadigung ausgenommen:

a) Wer die Partei verriet und ein Anführer bei Rebellion und Spaltung war.

b) Wer die Führung der Partei verriet, sie verleumdete und vorsätzlich und bewusst belog.

c) Wer das Vermögen von Waisen verriet, es verzehrte, verschwendete und darauf beharrte.

3- Jenen Brüdern, deren Herzen angesichts des Begnadigungsbeschlusses für jene Personen nicht zur Ruhe kommen, sage ich: Ich bin der Inhaber der Befugnis (Salahiyya), und mir gegenüber ist man zu Gehorsam (Ta’a), Respekt und zur Umsetzung dessen verpflichtet, was ich im Rahmen meiner Befugnisse entscheide, solange es keine Ungehorsamkeit gegenüber Allah darstellt... Zudem habe ich in dieser Angelegenheit meinen Ijtihad angestellt und bitte Allah (swt), dass ich das Richtige getroffen habe.

وَمَنْ يُؤْمِنْ بِاللَّهِ يَهْدِ قَلْبَهُ

„Und wer an Allah glaubt, dessen Herz leitet Er recht.“ (Sure At-Taghabun [64]: 11)

Und Allah ist derjenige, Den man um Beistand bittet.

Wassalamu Alaikum Warahmatullahi Wabarakatuh.

  1. Rajab 1439 n. H. 20.03.2018 n. Chr.

Euer Bruder Ata Bin Khalil Abu Al-Rashtah

Share Article

Share this article with your network